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28! Horror-Serie von Schalke 04 nimmt kein Ende

Revue
 
 

Fever Pit’ch

17. Dezember · Ausgabe #482 · Im Browser ansehen

Das Fußballthema des Tages


Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Unter den HSV-Anhängern verlangen die Steudel-Kolumnen hier auf Fever Pit'ch eine erhöhte Leidensfähigkeit. Wann immer Alex Steudel zu einem Rundumschlag ausholt, und sei es nur bei der Wahl zur besten Weltauswahl der Geschichte, findet der Hamburger SV Erwähnung. Auf Facebook genießen seine Veröffentlichungen längst Kultstatus. Zwei Fever Pit'ch Leser haben ihr Newsletter-Abonnement übrigens dieses Jahr gekündigt, weil ihnen das angebliche HSV-Bashing so zugesetzt hat.
Zwei Anmerkungen dazu.
  1. Alex Steudel lebt in Hamburg und liebt den HSV - er kommt nur viel zu selten dazu.
  2. Seit gestern gibt’s seine Fever Pit'ch Kolumnen gebündelt in Buchform auf 254 Seiten.
Das Werk heißt: “Das Fußballjahr 2020 unter besonderer Berücksichtigung des HSV” und ist sowohl gedruckt als auch in Kindle-Version unter diesem Link bestellbar: Bitte klicken! Ich meine: Ein schöneres Weihnachtsgeschenk kann’s ja gar nicht geben. Vor allem außerhalb von Hamburg.
Einen hanseatischen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

28! Horror-Serie von Schalke 04 nimmt kein Ende
0:2 gegen SC Freiburg: Schalke wie ein Absteiger
Von Thomas Lipinski
Manuel Baum war die Hilflosigkeit in Person. Verzweifelt hockte der Trainer im grünen Parka am Spielfeldrand und schaute den völlig untauglichen Versuchen seiner Spieler zu. Baum sollte Schalke 04 retten, diese leblose Mannschaft neu anzünden. Stattdessen hat er nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg den schlechtesten Start eines Coaches in der königsblauen Bundesligageschichte hingelegt.
Sein zehntes erfolgloses Spiel war gleichzeitig die 28. Partie des Traditionsklubs in Folge ohne Sieg - zum 55 Jahre alten Rekord von Tasmania Berlin fehlen der Lachnummer der Liga nur noch drei. “Wir verlieren zu schnell die Hoffnung. Wir müssen mehr glauben”, klagte Benjamin Stambouli bei Sky, er wirkte tief frustriert. Das niederschmetternd späte 2:2 beim FC Augsburg am Wochenende sei “sehr schwer für den Kopf” gewesen. Aufgeben sei dennoch keine Option: “Niemals.”
“Wer mich kennt, weiß, dass ich mich mit solchen Statistiken nicht beschäftige. ich verschreibe mich der Aufgabe und dem Verein. Dass Schalke in der Bundesliga bleibt, wird weiter meine Aufgabe sein.” Manuel Baum
Das Prinzip Hoffnung
Mit einer ideen- und mutlosen Leistung verpasste Schalke den von Baum versprochenen ersten Dreier vor Weihnachten und droht mit nur vier Punkten als Tabellenletzter immer mehr den Anschluss zu verlieren. Der vermeintliche Konkurrent Freiburg ist nach dem Doppelpack von Roland Sallai bereits zehn Punkte entfernt.
Am Samstag hat Baum gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld die nächste Chance auf seinen ersten Sieg. Übertroffen hat der 41-Jährige aber bereits Karl-Heinz Marotzke, der 1967 seine Tätigkeit auf Schalke mit neun Spielen ohne Sieg begonnen hatte. 
Viele Grätschen, einige Fouls, wenig helle Momente
Auch das Comeback des begnadigten Mittelfeldspielers Amine Harit half nicht. Der hochveranlagte, aber egozentrische Dribbler sollte nach seiner aufgehobenen Suspendierung als Zehner die Fäden ziehen. “Er hat seinen Fehler vollumfänglich eingesehen”, sagte Baum bei Sky, “wir wissen, was er für Qualitäten hat.”
Der Marokkaner wollte zeigen, dass er verstanden hatte: Er lief die Freiburger ein paarmal hoch an, verlor allerdings auch leichtfertig den Ball, als er die erste Torchance des Spiels durch Sallai ermöglichte (8.). Danach tauchte Harit immer mehr ab, in der 70. Minute war nach einem schwachen Spiel Schluss für ihn.
Schalke überließ den Breisgauern weitgehend die Initiative, die im Spielaufbau alle Zeit der Welt hatten, aber wenig damit anzufangen wussten. So blieben beide Torhüter in der ersten halben Stunde beschäftigungslos.
Negativ-Rekord von Tasmania Berlin rückt näher
Verzichten musste Baum nicht nur auf Stürmer Mark Uth, der nach seinem unglücklichen Zusammenprall in Augsburg an einer Gehirnerschütterung laboriert, sondern weiterhin auch auf Stammtorwart Frederik Rönnow (Oberschenkelverletzung) und Angreifer Gonzalo Paciencia (Knie-OP). 
Den ersten wirklich sehenswerten Angriff des Abends schloss Sallai per Kopf mit der Freiburger Führung ab. Jonathan Schmid hatte nach Vorarbeit des starken Vincenzo Grifo geflankt. Auch das zweite Tor leitete der italienische Nationalspieler mit einem klugen Pass ein.
Thomas Lipinski ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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