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3:0 in London! Und Gnabry hat's schon wieder getan

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Alle deutschen Mannschaften haben ihren Auftakt in den Europapoka
 

Fever Pit’ch

26. Februar · Ausgabe #350 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Alle deutschen Mannschaften haben ihren Auftakt in den Europapokal 2020 gewonnen. Das gab’s, wenn man die Statistik richtig liest, seit 27 Jahren nicht mehr. Man kann das für eine Wende halten, für ein Wunder oder für Wasauchimmer. Ich mache es kurz: Das war vorige Woche eine klasse Leistung von Borussia Dortmund und RB Leipzig sowie VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen und halt gestern Abend vom FC Bayern. Drei Tore beim Tabellenvierten der Premier League, vor gut einem halben Jahr sieben Tore bei Tottenham - das muss man erst einmal schaffen. Im Uefa-Ranking wächst wieder der Vorsprung auf Italien und Frankreich. Was für ein viel versprechender Start ins EM-Jahr! Bitte weiter so!
Einen ruhmreichen Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

3:0 in London! Und Gnabry hat's schon wieder getan
Serge Gnabry rührend
Serge Gnabry rührend
Bayern-Stürmer wiederholt Figo-Kunststück
Von Markus Bosch
Bayern-Star Serge Gnabry hat eine ganz besondere Beziehung zu London, schließlich spielte er von 2013 bis 2016 beim FC Arsenal.
An der Stamford Bridge erlebte er nun einen weiteren traumhaften Abend in der englischen Hauptstadt. 
Der Bayern-Star schnürte beim 3:0 (0:0)-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Chelsea einen Doppelpack, wurde zum Man of the Match gekürt und steht damit nun bei sechs Toren in der laufenden Champions-League-Saison.
Gala an der Stamford Bridge
“Lewy hat mir zwei Tore aufgelegt, die er vielleicht auch selbst schießen kann. Deswegen habe ich dann die zwei Tore gemacht. Der Pokal (für den Spieler des Spiels) geht heute an alle”, erklärte Gnabry nach der Partie bei Sky. Angesprochen auf seine besondere Beziehung zu London, sagte er: “Es tut gut zurückzukommen, ich habe noch viele Freunde hier. Es waren heute auch viele im Stadion, die mir viel Kraft verliehen haben.”
Kraft, die ihn zu zahlreichen Bestmarken und einem ganz besonderen Meilenstein trieb.
Gnabry ist der Tor-King von London
Gnabry zuvor bereits einen Viererpack in der Gruppenphase bei den Tottenham Hotspur erzielt, die ebenfalls aus London stammen. Gnabry ist damit nun laut Datendienstleister Opta nach Luis Figo in der Saison 1999/2000 der zweite Spieler, der in der Königsklasse bei zwei Auswärtsauftritten in London sechs Tore erzielte. Figo gelang dies gegen den FC Arsenal und den FC Chelsea. 
Während er für die Bayern in London zum Torgaranten reift, erzielte er in seiner Zeit beim FC Arsenal, bei Spielen in London, keinen einzigen Treffer.
Die Bayern wie in ganz alten Zeiten
Weitere Besonderheit: Gnabry ist der erste Spieler, der seine ersten sechs Tore in der Königsklasse gegen Teams aus einem Land, ja sogar aus einer Stadt erzielte. Diese Bestmarke wird ihm wohl so schnell niemand nehmen können.
Teamkollege Thomas Müller witzelte nach der Partie über Gnabrys Torhunger in London: “Arsenal fragt sich das vielleicht auch. Ich bin froh, dass er das erst jetzt tut, sonst würde er wohl nicht bei uns spielen.”
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Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Lieber George Clooney!
Von Alex Steudel
Mit Tränen in den Augen habe ich gelesen, dass Sie den spanischen Zweitligisten FC Malaga kaufen wollen. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Sie sind doch immer ein Anwalt der Schwachen gewesen. In Darfur zum Beispiel. Weltberühmt wurden Sie durch die US-Serie “Emergency Room”, in der Sie einen Doktor spielten, der in der Notaufnahme arbeitet, um jenen zu helfen, die sich teure Normalo-Ärzte nicht leisten können. 
Seien Sie noch einmal so ein guter Mensch, Herr Clooney. Kaufen Sie nicht Malaga. Kaufen Sie den HSV.
Es lohnt sich wirklich. Sie könnten diesem Klub von großem Nutzen sein, und er auch ihnen. Der HSV bietet nämlich Vorlagen für so vieles, das Ihren Beruf als Schauspieler und Produzent ausmacht. Es geht hier um Geld, Macht, Tränen, Hass, Intrigen. Der HSV ist Drama, die Drehbücher für großes Kino liegen in Hamburg auf der Straße. Manchmal liegen sie sogar im Park. 
Herr Clooney, die Existenz des HSV ist bedroht. Dabei ist er ganz nah dran an den Menschen. Nehmen wir nur das Stadion: Das heißt “People’s Park”. Wussten Sie das? Und auch die HSV-Spieler halten immer Kontakt zur Basis: Kaum einer fährt einen Wagen im Wert von über 150.000 Euro. 
Für schlappe 250 Millionen könnten Sie einen eigenen Fußballklub und ganz viel Inspiration bekommen, Herr Clooney. Alles, was Sie brauchen: einen Scheck. Oder besser noch, wegen der komischen Fragen, die die DFL stellen könnte: die ganze Kohle bar in nicht durchnummerierten Scheinen.
Und dann gehört der Laden ihnen. Überlegen Sie mal: Sie könnten sogar bestimmen, wer spielt. Brad Pitt auf der Sechs? No Problem! Sylvester Stallone als Sturmtank? Just do it! Sie holen, wen Sie wollen. Fragen Sie Ihren Vorgänger, der hat das auch gemacht. Sie wären König Kühney, der Zweite!  
Interesse hinterlegt: Clooney will Malaga kaufen
Ja, ich weiß, Sie lieben das schöne Leben, und in Malaga regnet es selten. Aber denken Sie doch mal nach: Andalusien ist weit weg. Und Sie haben ein Haus am Comer See, oder? Wie früher Jürgen Klinsmann. Kennen Sie Jürgen Klinsmann? Der kommt aus demselben Land wie der HSV. Das ist doch ein Zeichen! Klinsmann ist übrigens gerade zu haben. Er würde Ihnen in der Übergangszeit bestimmt helfen, aktuell kann man ihn auf 76-Tage-Basis buchen. Vielleicht lässt er Sie sogar auf der Bank sitzen. Also wenn nicht gerade gespielt wird natürlich. 
Die Hamburger würden Sie jedenfalls sofort und herzlich aufnehmen. Namen sind ihnen völlig egal, solange die Kohle fließt. HSV-Fans wollen nur eins, und kein Tag vergeht ohne mindestens einen Gedanken an diesen Traum: Relegation gegen Paderborn, Aufstieg und dann gleich die Champions League gewinnen. Sogar an verregneten Freitagabenden im Gästeblock B3 in Sandhausen lassen sie sich davon nicht abbringen. Für Sie, Herr Clooney, würden die von Leid gestählten Unterdrückten sogar ihr (in Hamburg) weltberühmtes Vereinslied umdichten und es wieder jeden Samstag im Stadion singen. Dafür bürge ich. Hamburg, my Pearl, you’re the City, on that George Clooney cans.
Habe ich Sie noch nicht überzeugt, Herr Clooney? Hamburg hat noch etwas, das Malaga nicht bieten kann: Tradition ohne Ende. Hier ist die Geburtsstätte von “Banana Cross” Kaltz, “Our Uwe” Seeler und “Header Giant” Hrubesch. Mensch, sogar “The Lasogga” hat hier schon gespielt! Sie wissen schon: Das ist der Typ mit der komischen Mutter (nein-nein, nicht die aus “Psycho”).
Herr Clooney, ich beschwöre Sie: Kaufen Sie nicht Malaga, kaufen Sie HSV!
Alle mal herschauen!
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