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3:1 in Köln! BVB setzt Bayern schon unter Druck

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Zeit Online hat vor Jahren ein wunderbares Spielchen ins Internet
 

Fever Pit’ch

24. August · Ausgabe #216 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Zeit Online hat vor Jahren ein wunderbares Spielchen ins Internet gestellt. Man muss eine ganze Reihe von scheinbar harmlosen Fragen beantworten, bis das Portal mit der Wahrheit herausrückt: Welchem Bundesliga-Verein die echte Liebe gehört. Bei mir war es gestern: Bayer 04 Leverkusen.
Zuerst habe ich gestutzt. Ich bin in Aachen geboren und habe deswegen jahrelang geschaut, was meine Alemannia am Tivoli so treibt. Meine Treue hielt sogar, als der Verein aus der Bundesliga über permanente Geldnot in die Regionalliga West abrutschte. So ist das halt. Kannste nix machen.
Aber Leverkusen? Mein erstes Bundesliga-Spiel war 1. FC Köln gegen Bayern München. 2:4 ging es damals aus. Mein Freund und Kollege Heiner Schepp aus Imgenbroich nahm mich regelmäßig mit zu den großen Heimspielen im Müngersdorfer Stadion. Aber Liebe zum Eff-Zeh entstand nie daraus.
Leverkusen also. Ich erinnere mich, dass ich 1988 bei einer Lotterie der örtlichen Sparkasse in Roetgen zwei Eintrittskarten für das Uefa-Pokal-Finale von Bayer Leverkusen gegen Espanyol Barcelona bekam. Bayer 04 gewann damals eine spektakuläre Aufholjagd; ich stand direkt hinterm Tor.
Niemals hätte ich gedacht, dass dieses wohl einmalige Erlebnis über 30 Jahre später solche Auswirkungen haben könnte. Ich darf das Reiner Calmund nicht erzählen - der dreht sonst durch. Bisher war ich ihm nie als Bayer-Freund verdächtig. Obwohl: Als Journalist wird man dort gut behandelt.
Oder ist das Spielchen bei Zeit Online nur ein Scherz? Die Übersicht sagt: Am wenigsten hätte ich mit Schalke 04, Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg gemein. Jetzt bin ich verwirrt. Aber probiert’s dort am liebsten selbst aus. Hier ist der Link: Bitte klicken! Ich muss jetzt Bayer-Schals kaufen.
Ein farbenfrohes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

3:1 in Köln! BVB setzt Bayern schon unter Druck
Nach Rückstand: Lucien Favre tüftelt Borussia Dortmund zum Sieg Nach Rückstand: Lucien Favre tüftelt Borussia Dortmund zum Sieg
Von Thomas Nowag
Mit letztem Willen und viel Glück hat Borussia Dortmund seinen ersten Patzer in der Bundesliga-Saison verhindert. Der selbsternannte Meisterschaftskandidat bäumte sich beim sensationell rackernden und rennenden Aufsteiger 1. FC Köln am Freitagabend erst in der zweiten Halbzeit auf - aber immerhin noch rechtzeitig für ein hart erkämpftes 3:1 (0:1) und den zweiten Sieg im zweiten Spiel.  
Der BVB, der so gerne den FC Bayern stürzen würde und im Titelkampf vorlegte, blieb lange Zeit vieles schuldig - Dominick Drexler (29.) hingegen versetzte die ohnehin aufgepeitschten FC-Fans mit seinem ersten Bundesligator vollends in Ekstase. Die Dortmunder wirkten vor 50.000 Zuschauern beeindruckt, fahrig, sie fanden lange einfach nicht in den Kampfmodus. Jadon Sancho (70.), Joker Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcacer (90.+4) schritten zur Rettung, der FC bleibt punktlos.  
"Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind" "Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind"
„Wir sind geduldig geblieben und wollten in der zweiten Hälfte das Tempo ausbauen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir das Tor erzielen. Auch der Trainer hat uns in der Halbzeit mitgegeben, dass wir das Tempo weiter hochhalten müssen, denn dann werden die Kölner müde. Der Plan ist am Ende dann auch aufgegangen.“ BVB-Kapitän Marco Reus
Die wesentlich leidenschaftlicheren Kölner versuchten es nicht nur mit vier Zugängen in der Startelf, sondern auch mit zwei Sturmspitzen und göttlichem Beistand. Am späten Nachmittag hatte die legendäre Schwalbennest-Orgel im Dom beim traditionellen Gottesdienst vor dem ersten Heimspiel die FC-Hymne gespielt, 4500 Gäste erhoben ihre Schals. 
Etwas weltlicher ging es der BVB an - mit der Rückkehr von Stammtorhüter Roman Bürki als einziger Änderung im Vergleich zum phasenweise berauschenden 5:1 gegen den FC Augsburg. “Es gab im Feld keinen Grund zum wechseln”, sagte Sportdirektor Michael Zorc bei DAZN. Somit saßen Mario Götze, Julian Brandt oder Thomas Delaney zunächst auf der Bank: eine beeindruckende Kadertiefe.
Achraf Hakimi (l.) feiert sein Führungstor mit Julian Brandt. Foto: Imago / Kolvenbach
Die kuriosesten Momente in Köln
Die Kölner durften sich einige Minuten lang im Spielaufbau versuchen, dann übernahm der BVB die Kontrolle. Rafael Czichos und Sebastiaan Bornauw in der FC-Innenverteidigung aber dirigierten ihre Nebenleute sehr gut. Bornauw, vom RSC Anderlecht gekommen, ging auch voran und räumte Thorgan Hazard krachend ab (13.); auf der Gegenseite verpasste Jhon Cordoba eine Hereingabe von Anthony Modeste (15.). 
Der Aufsteiger verkaufte sich exzellent, er raubte dem Gast mit Härte die Lust am Spiel und hatte durch Modeste die zweite gute Chance (27.). Der BVB spielte zu lässig und kassierte nach einem Eckball das verdiente Gegentor. Fortan gerieten die Borussia-Stars mächtig ins Schwimmen, sie vertändelten den Ball im Spielaufbau und schenkten ohne Not weitere Ecken her, Bürki handelte sich gegen das aggressive Pressing fast ein Eigentor ein. 
Julian Brandt verleiht dem BVB-Spiel sofort Struktur Julian Brandt verleiht dem BVB-Spiel sofort Struktur
Das Gerüst wankte. Die erste richtige Dortmunder Torchance war ein scharfer Ball von Lukasz Piszczek (42.) kurz vor der Pause, in der Lucien Favre erstaunlicherweise noch auf Auswechslungen verzichtete. Weiter wurde der Ballführende von den Kölnern ständig gehetzt und bearbeitet. Die Südtribüne bejubelte nach einer Stunde zudem das vermeintliche 2:0, Modeste stand jedoch eindeutig im Abseits. 
Der BVB wehrte sich aber allmählich: Paco Alcacer (55.) und Reus (63.) scheiterten am aufmerksamen FC-Torhüter Timo Horn, Brandt brachte zusätzlich neuen Schwung über die linke Seite. Was die Gastgeber kämpferisch und läuferisch leisteten, blieb bewundernswert. Doch sie wurden auch müde, was Sancho mit seinem Schlenzer von halbrechts ausnutzte und anschließend noch der in der in der 62. Minute eingewechselte Hakimi sowie Alcacer trafen.
Thomas Nowag ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)
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