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3:2 in Holland: Hat jemand Thomas Müller vermisst?

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Heute Abend werden in Hamburg die Deutschen Sportjournalistenprei
 

Fever Pit’ch

25. März · Ausgabe #111 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Heute Abend werden in Hamburg die Deutschen Sportjournalistenpreise vergeben. Ganz gleich, welche Zeitungen, Magazine und Persönlichkeiten ausgezeichnet werden: Ich freue mich auf das Wiedersehen mit vielen Kollegen im Grand Elysée Hotel und wünsche dem Veranstalter Sören Bauer viel Erfolg.
Einen freudetrunkenen Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

3:2 in Holland: Hat jemand Thomas Müller vermisst?
Die Mannschaft
💬 @woodyinho nach #NEDGER 🇳🇱🇩🇪

"Am Ende war es einfach ein Lucky Punch. Wir haben richtig gute junge Spieler, die enormen Speed und großen Willen haben. Das Siegtor war eine Willensleistung, die den Charakter der Mannschaft zeigt."

#DieMannschaft | #Stimmen https://t.co/PMfW1rW2Xc
12:02 AM - 25 Mar 2019
Nico Schulz erlöst Deutschland in der 90. Spielminute
Beim 3:2 in Amsterdam bekam das deutsche Publikum eine Ahnung davon, was Bundestrainer Joachim Löw mit dem Erneuerungsprozess der deutschen Nationalelf vorhat. Im Angriff spielten drei Offensive, aber eben kein Mittelstürmer, der im Strafraum auf Bälle lauert und Tore knipst.
Stattdessen: Volldampf-Fußball schon am Strafraum des Gegners. Leroy Sané und Serge Gnabry setzten gemeinsam mit Leon Goretzka den Niederländern so konsequent in deren Hälfte zu, dass die ihr eigenes Angriffsspiel zunächst nicht zur Geltung bringen konnten.
Durch dieses permanente Stören öffneten sich Räume in der holländischen Abwehr, durch die Sané und Gnabry mit ihrer Schnelligkeit zum Torabschluss kamen. Da braucht man keinen Mittelstürmer: Die zwei ersten Tore entstanden aus dem geöffneten Halbfeld.
Deutschland siegt mit später Schlusspointe
Trotz des erfolgreichen Starts in die EM-Qualifikation bekam das Publikum aber ebenso eine Ahnung davon, wie viel Arbeit auf den Bundestrainer noch wartet. Seine Spielweise war, so erfolgreich sie in der ersten Halbzeit ja funktionierte, durchsichtig und damit berechenbar.
In der Pause verabreichte sein niederländischer Kollege Ronald Koeman das Gegengift: Eine Dreier- bzw. Fünfer-Abwehrkette entschärft Spieler, die von der Außenposition ins Zentrum drängen. Da steht halt kein gegnerischer Mittelstürmer, der die Ressourcen in der Verteidigung bindet.
Begegnet man Sané und Gnabry mit Aufmerksamkeit und notwendiger Geschwindigkeit (Bissigkeit immer vorausgesetzt), verliert die deutsche Spitze ihre Schärfe. Mit dieser Sicherheit lässt sich ein Übergewicht im Mittelfeld aufbauen. Die zwei Gegentore waren kein Zufall.
Leroy Sané hat sich zum Vorbild gewandelt
Das ist erstes nicht schlimm, weil es zweitens zum Lernprozess gehört, wenn eine Mannschaft sich neu erfindet. Was sicher ist: In einem solchen System ist kein Platz für einen Thomas Müller, der seine barocke Spielweise zum Alleinstellungsmerkmal erhoben hat.
Man hat es zwei Turniere lang gesehen: Die modernen Abwehrreihen agieren inzwischen so klug, dass sie weniger anfällig für Überraschungsmomente Müllerscher Prägung sind. Gegen Spielertypen wie den Holländer Virgil van Dijk hilft nur eins: Tempo. Das hat Müller nicht.
Wenn er spielte, fehlte halt einer, der rund um den Strafraum Verwirrung stiftet. Müller hat andere Qualitäten. Man muss einsehen können: Die sind, sobald es weniger um Ballbesitz als um Gegenstoß geht, weniger relevant. Darum hat ihn Löw aussortiert.
Joachim Löw hat es allen gezeigt!
Das 3:2 in den Niederlanden ist noch keine Offenbarung, wie stark das junge deutsche Team ist oder sein wird. Das Siegtor durch Nico Schulz resultierte aus dem Geniestreich der eingewechselten Marco Reus und Ilkay Gündogan sowie der Schusseligkeit in der holländischen Abwehr.
Die Mannschaft hat zum einen alternative Spielsysteme zu entwickeln, damit Gegner die taktische Marschroute nicht vorzeitig entschlüsseln können wie es die Niederländer taten. Zum anderen muss die Mittelstürmer-Frage irgendwie gelöst werden.
Man braucht in Turnierschlachten einen Brecher, der hilft, wenn sonst nichts mehr hilft. Löw muss da seine Sturheit aufgeben. Man erzielt die Tore nicht immer spielerisch oder mit Fernschüssen aus der zweiten Reihe. Petersen, Kruse, Terodde - ein paar halt Deutschland ja schon.
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