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Bayern braucht einen Trainer wie Arsène Wenger

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Heute Abend geht's weiter in der Champions League. BVB bei Atleti
 

Fever Pit’ch

6. November · Ausgabe #2 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Heute Abend geht’s weiter in der Champions League. BVB bei Atletico Madrid. Schalke 04 zu Hause gegen Galatasaray Istanbul. Aber ganz ehrlich: Alle Blicke richten sich auf den Bundesliga-Gipfel am Samstag in Dortmund. Unser Schwerpunkt heute: Schafft Trainer Niko Kovac die Wende beim FC Bayern? Ich äußere im Leitartikel meine Zweifel.
Von der Resonanz auf den ersten Newsletter gestern wurde ich überwältigt. Die Zahl der Abonnenten vervierfachte sich innerhalb von Stunden. Dafür: Herzlichen Dank! Aber seht mir nach, wenn noch nicht alles perfekt beim Newsletter läuft. Ich gehe agil vor: Prototyp ist draußen – Feedback abwarten – Anpassung und Verbesserungen vornehmen – und wieder raus damit. Jede Mail wird gelesen, jede Resonanz ernstgenommen. Was mir helfen würde: Hinweise auf interessante Geschichten, die im Newsletter erscheinen sollten. Ich freue mich drauf.
Einen schönen Tag noch!
Euer Pit Gottschalk

Arsenal auf Instagram: Als Arsène Wenger Trainer wurde Arsenal auf Instagram: Als Arsène Wenger Trainer wurde
FC Bayern braucht einen Trainer wie Arsène Wenger
Wenn der Instagram-Kommentar einer Spielerfrau den Großverein FC Bayern München dazu nötigt, ihre Entschuldigung öffentlich zu verbreiten, bekommen wir eine Vorstellung von der Anspannung und Unsicherheit beim deutschen Rekordmeister. Die Souveränität in der Führungsspitze ist gespielt: Das Nervenkostüm zwickt bei jeder Bewegung im Schritt.
Lisa Müller, die Ehefrau des Nationalspielers Thomas Müller, hat jedenfalls einen Nerv getroffen: Mit vereinten Kräften wollen die Bayern jede Kritik an Trainer Niko Kovac im Keim ersticken und Zeit gewinnen. Entweder um zu sehen, ob Kovac noch die Kurve kratzt und den Gipfel am Samstag in Dortmund gewinnt. Oder um Nachfolge-Kandidaten zu kontaktieren.
Die Situation muss Niko Kovac beängstigend vorkommen. Wenn ein Trainer jede Woche unter Rechtfertigungsdruck gerät, bei der Presse, bei den Fans und am Ende bei der Vereinsspitze, ist seine Position innerhalb der Mannschaft geschwächt. Dann kommen Details ans Tageslicht, die den Konflikt mit einzelnen Spielern belegen sollen.
Die endgültige Kovac-Beurteilung hängt nicht nur, aber maßgeblich vom Resultat gegen Borussia Dortmund ab. Schon voriges Jahr, als die Bayern-Bosse nach der Pleite bei Paris Saint-Germain ihre Saisonziele gefährdet sahen, zogen sie die Reißleine und pfiffen auf alle Treuebekenntnisse Richtung Trainer Carlo Ancelotti. Dann wird halt gewechselt.
Darum löschte Lisa Müller ihre Instagram-Fotos
Der beste Kandidat war längere Zeit auf dem Markt: Arsène Wenger, seit Oktober 69 Jahre ist, suchte über Monate einen neuen Klub und stand angeblich bei Real Madrid auf der Kandidatenliste. Inzwischen berichtet das Magazin France Football von aussichtsreichen Verhandlungen mit dem AC Milan. Für Bayern wäre das ärgerlich: Wieder verpassten sie einen Trainer, der perfekt zum Klub passt. Schauen wir auf die Details:
  • Wenger ist seit Mitte der 90er-Jahre, als er noch bei AS Monaco arbeitete, hoch angesehen beim Bayern-Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.
  • Zwei Jahrzehnte lang ließ Wenger den FC Arsenal fast durchgehend attraktiven Fußball in London spielen. Er formte Spieler wie Dennis Bergkamp und Thierry Henry zu Weltstars.
  • Trotz mangelhafter Titelausbeute in den 22 Jahren in London ist Wengers Reputation unumstritten. Vor ihm kuschen Stars; er verkörpert eine natürliche Autorität.
  • Sein ruhiger Führungsstil erinnert an Jupp Heynckes. Er löst Konflikte und Meinungsverschiedenheit innerhalb der Mannschaft unaufgeregt und mit Weisheit.
  • Das Alter von 69 Jahren stellt kein Problem dar. Wenger ist sogar drei Jahre jünger als Heynckes voriges Jahr, was bedeutet: Er kann notwendige Umbauarbeiten im Team ein paar Jahre lang leiten.
  • Auch wenn der AC Milan Wenger ködert: Bayern München ist noch immer der attraktivere Arbeitgeber als der Gattuso-Klub und bietet ihm die Finanzen, die Mannschaft zu verstärken.
  • Mit Wenger können die beiden Bayern-Bosse nichts falsch machen: Er spricht deutsch, er kennt die Mannschaft aus Europacup-Duellen, er denkt und arbeitet pragmatisch.
  • Die Alternative zu Wenger wäre ein Trainer, der wie Kovac in Frankfurt zwar Erfolge feierte, aber eben nicht international. Der Gedanke schließt Trainer wie Ralph Hasenhüttl aus.
Denn eines ist klar: Bayern München kann sich keine Experimente mehr leisten. Borussia Dortmund hat eine Mannschaft zusammengestellt, die Zukunft hat. Bayern steht der Umbruch erst noch bevor. Einen Umbruch aber kann man als Großklub nur erfahrenen Trainern anvertrauen.
Wenger wird, wenn die Anzeichen nicht trügen, in den nächsten Tagen nicht mehr zu haben sein. Dann bleiben nicht mehr viele Alternativen, die Sprachbarrieren ausschließen und Erfahrung vorweisen. Vielleicht überrascht Bayern uns alle noch. Wie voriges Jahr mit Jupp Heynckes.
Noch ist offen, ob ein Trainerwechsel überhaupt notwendig wird. Für Didi Hamann, den ehemaligen Bayern-Profi und Star des FC Liverpool, ist das Kovac-Schicksal besiegelt. Doch das wird man erst Ende dieser Woche sehen. Die Zeichen stehen nicht gut für Niko Kovac,
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