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Bayern-Stars gedemütigt: Jetzt muss Werder büßen

Revue
 
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Fever Pit’ch

20. November · Ausgabe #463 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Nicht selten werde ich gefragt, wie ich bei den vielen Fußballthemen, die im Fever Pit'ch Newsletter angeteasert werden, den Überblick behalte. Nun, im digitalen Zeitalter ist das kein Problem. Bei Twitter habe ich einen Newsfeed kreiert, wo man alle relevanten Sportmedien lesen kann. Bei Facebook ist der News-Service etwas präziser: Mein Kooperationspartner SID liefert in Echtzeit alle lesenswerten Fußballnachrichten auf meine Seite. Auf beiden Plattformen wird, das freut mich besonders, fleißig über alle Neuigkeiten debattiert. Wäre also schön, wenn Ihr euch dort anmelden würdet.
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Euer Pit Gottschalk

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Bayern-Stars gedemütigt: Jetzt muss Werder büßen
Von Alex Steudel
Schlimme Tage gehen zu Ende. Verlierer dieser Woche sind für mich Joachim Löw, die deutschen Nationalspieler und der SV Werder Bremen.
Die Mannschaft von Florian Kohfeldt tut mir besonders leid. Samstag muss sie beim FC Bayern spielen, was Schlimmeres gibt es in dieser Situation nicht. Ein paar Bayern-Profis sind gereizt. Gedemütigt vom 0:6 mit der Nationalelf. Sie sinnen auf Wiedergutmachung und werden das Spiel ihres Lebens machen. Man muss sich die Bremer Lage in etwa so vorstellen: Da hat jemand Nasenbluten und springt in ein Becken, um mit dem Weißen Hai zu spielen.
Ich tippe auf sechs bis acht null. Bayern hat was gutzumachen.
Manuel Neuer, Leon Goretzka, Niklas Süle, Serge Gnabry und Leroy Sané haben sich in Spanien zur Lachnummer gemacht. Dabei sind die außer Sané alle amtierende Champions-League-Sieger. Ich schwöre: Sie haben seit Dienstag das Finale gegen PSG fünfmal in Slomo durchgeguckt, um sich zu vergewissern, dass das auch wirklich sie waren vor drei Monaten.
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Morgen spielen aber nicht nur deutsche Versager, es braut sich mehr zusammen. Jerome Boateng und Thomas Müller, die der Bundestrainer aussortiert hat, müssen sich am Dienstag totgelacht haben. Jetzt schlägt ihre Stunde. Sie können es kaum erwarten, der ganzen Welt zu zeigen, wie weit daneben Löw lag. Die armen Bremer.
Einen besseren Zeitpunkt dafür als Samstag, 15.30 Uhr, gab es nie. Und da ist noch Robert Lewandowski. Der beste Stürmer der Welt verlor mit Polen beide Nations-League-Spiele und rutschte von Platz eins auf drei. (Für nicht so tabellensichere Leser: Platz drei ist noch mieser als Deutschland.) Dieser Mann ist so richtig schlecht gelaunt. Was die Lage für Bremen weiter verschlimmert: Lewandowski hat zu allem Überfluss kein Tor für Polen geschossen. Er muss sich fühlen wie Reiner Calmund ohne Mittagessen. Also ich möchte in der Haut der Bremer Innenverteidiger nicht stecken.
Für Benjamin Pavard, Kingsley Coman und David Alaba lief’s unter der Woche übrigens ganz normal bei ihren Nationalteams – dieses Trio setzt Bayern-Trainer Hansi Flick gegen Bremen wohl am besten auf die Bank.
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Die Schmach von Sevilla kann die deutsche Nationalmannschaft so schnell nicht vergessen machen. Erst in vier Monaten stehen die nächsten Länderspiele an. Die Bundesliga und die Champions League laufen hingegen, weitere Diskussionen um eine Rückkehr von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng sind damit programmiert.
Mit jedem Tor von Müller, mit jeder gelungenen Abwehraktion von Hummels, mit jedem gewonnenen Kopfballduell von Boateng werden die Rufe nach einer Rückkehr des ausgebooteten Weltmeister-Trios in die DFB-Auswahl lauter. Joachim Löw wird diese Rufe vermutlich weiter ignorieren - und das ist aus seiner Sicht nicht verkehrt.
Mit einer Rückholaktion würde der Bundestrainer eingestehen, dass der von ihm eingeschlagene Weg des Neuaufbaus krachend gescheitert ist. Sein Ansehen, auch bei seiner Mannschaft, würde leiden. Zudem ist das Verhältnis zwischen Löw und dem Trio seit der Aussortierung im Frühjahr 2019 gestört. Eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit scheint daher schwierig.
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Wenn Müller, Hummels und Boateng für die EM im kommenden Sommer zurückkehrten, dann müsste Löw im Umkehrschluss seinen Posten räumen. Für den Neustart mit der alten Garde wäre auch frischer Wind auf der Trainerbank notwendig. Ansonsten wäre diese Option zum Scheitern verurteilt.
Es stellt sich ohnehin die Frage, was Müller, Hummels und Boateng dem DFB-Team geben könnten? Führung und Erfahrung - daran mangelt es. Auf der anderen Seite war dieses Trio beim WM-Debakel in Russland in verantwortlichen Rollen dabei und stand auch wenige Monate später beim 0:3 in der Nations League in den Niederlanden auf dem Platz. Wer denkt, dass mit einer Rückkehr des Trios alles automatisch gut wird, der irrt.
Oliver Mucha ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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