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Bundesliga: Oliver Kahn befürwortet Investoren-Modelle

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die Schlusspassage in einem Sport Bild-Interview mit Karl-Heinz R
 

Fever Pit’ch

13. Juni · Ausgabe #175 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die Schlusspassage in einem Sport Bild-Interview mit Karl-Heinz Rummenigge hatte es in sich. Fast bin ich geneigt zu sagen: Zwischen den Zeilen gibt der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern seine Bewerbung auf die DFB-Präsidentschaft ab. Ich betone: zwischen den Zeilen.
In der letzten Antwort seines Interviews fordert Rummenigge an der DFB-Spitze “eine Person, die den deutschen Fußball repräsentiert - national und international”. Danach listet er explizit die Eigenschaften auf, die diese Person haben muss, um dem Uefa-Präsidenten die Stirn zu bieten.
Der designierte Bundesliga-Aufsichtsratschef Peter Peters (Schalke) hat die offenbar nicht. “Es war vorauszusehen, dass Uefa-Präsident Ceferin beim Treffen mit Peters in Budapest dessen Vorschlag schmunzelnd ablehnen und so handeln würde.” Deutschland bekam keinen neuen Platz im Fifa-Rat.
Den Grund führt Rummenigge aus:
“Es muss jemand sein, der Gewicht und ein Netzwerk hat, den die Leute kennen und dem sie vertrauen. Netzwerk und Vertrauen erarbeitet man sich nicht in sechs oder zwölf Monaten, das ist ein langer Prozess, da muss man viel geleistet haben, um am Ende in solchen Gremien zu landen.”
In Gedanken will er wohl, dass man hinzufügt: einen wie Rummenigge. In der Tat hat der ehemalige Weltklasse-Stürmer nicht nur Bayern München über Jahre geleitet, sondern auch in der Klubvereinigung ECA als Gegenpol zur Uefa maximalen Respekt erworben.
Ob sein Anspruch auf den DFB-Platz in den internationalen Verbänden zwangsläufig in Verbindung mit der verwaisten Position als DFB-Präsident steht, sei dahingestellt. Man kann nur spekulieren. Sinnvoll klingt der Wechsel vom Bayern-Chefsessel in die Uefa- und Fifa-Gremien allemal.
Der Deutsche Fußball-Bund hat seit Reinhard Grindels Abgang keinen, der den weltweit größten Sportfachverband im Ausland gewichtig vertritt. Rummenigges Aufstieg zum deutschen Botschafter würde diese Lücke schließen und gleichzeitig Interessen des FC Bayern berücksichtigen.
Sein potenzieller Nachfolger Oliver Kahn hätte einen Verbindungsmann, um zum Beispiel die Geldverteilung aus der Champions League zielführender zu reformieren. Auch braucht er prominente Unterstützung, wenn Investorenmodelle, siehe unten, hoffähig gestaltet werden müssen.
Rummenigge als DFB-Botschafter und Kahn als Bayern-Chef: Der Gedanke entwickelt einen gewissen Charme. Auf der Spielmacher-Konferenz zeigte Oliver Kahn, dass sein Gestaltungswille schon größer ausgeprägt ist, als seine Zurückhaltung beim Thema FC Bayern vermuten lässt.
Einen aufgeweckten Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Bundesliga: Oliver Kahn befürwortet Investoren-Modelle
Oliver Kahn auf der Spielmacher-Konferenz in Hamburg.
Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn (49) geht davon aus, dass die 50+1-Regel im deutschen Fußball “Stück für Stück verschwinden wird”. Der geltende Grundsatz, dass Investoren in Deutschland nur die Mehrheit an einem Verein halten dürfen, wenn sie diesen mehr als 20 Jahre ununterbrochen und erheblich gefördert haben, stehe “rechtlich auf extrem wackligen Füßen”, sagte Kahn am Mittwoch bei der Spielmacher-Konferenz in Hamburg.
Kahn, der ab dem kommenden Jahr bei Bayern München als Nachfolger von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aufgebaut werden soll, riet den Vereinen, sich “strategisch” auf den Fall von 50+1 vorzubereiten und “sich auf die positiven Aspekte zu konzentrieren”.
Zugleich warb der ehemalige “Titan” dafür, Investoren nicht grundsätzlich zu verteufeln. “In erster Linie ist ein Investor daran interessiert, das ganze System besser zu machen”, sagte Kahn und verwies auf den Fußball in England, wo 50+1 für Manchester City und Co. nicht gilt: “Ich kann nicht feststellen, dass die Begeisterung weniger geworden wäre, im Gegenteil.”
Neue Aufgabe in München: Darum will Kahn zurück zu den Bayern Neue Aufgabe in München: Darum will Kahn zurück zu den Bayern
Für die drei Bundesliga-Klubs Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg und TSG Hoffenheim besteht eine Ausnahme von der 50+1-Regel. In Leverkusen (Bayer) und Wolfsburg (VW) sind die Investoren milliardenschwere Unternehmen, in Hoffenheim hatte Dietmar Hopp als Mäzen lange Jahre Millionen in den einstigen Dorfklub gesteckt. Bei Hannover 96 kämpft Klubchef Martin Kind ebenfalls für eine Bewilligung.
Bei der dritten Spielmacher-Konferenz im Cruise Center in der Hamburger HafenCity diskutierten am Mittwoch über 1000 Gäste aus Deutschland, Europa und den USA über die großen Zukunftsthemen des Fußballs. Kahn war in seiner Rolle als Unternehmer (Goalplay) Stargast der Veranstaltung.
50+1-Regel wird "Stück für Stück verschwinden" 50+1-Regel wird "Stück für Stück verschwinden"
Seine Gespräche über eine Rückkehr zum Rekordmeister seien “sehr weit entwickelt”. Es sei “kein Geheimnis, dass wir in einem sehr, sehr engem Austausch sind”, sagte Kahn. Noch sei aber “nichts spruchreif - ich spreche nicht gern über Dinge, die noch nicht in trockenen Tüchern sind.”
Präsident Uli Hoeneß (67) hatte Kahn zuletzt als “Wunschkandidaten” für die Rummenigge-Nachfolge bezeichnet. Rummenigges Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft Ende 2021 aus. Kahn soll aber schon im Januar 2020 im Vorstand einsteigen und dort von Rummenigge (63) in einer Art Probezeit eingearbeitet werden.
Kahn spielte von 1994 bis 2008 für die Bayern. In dieser Zeit wurde er achtmal deutscher Meister, feierte sechs Triumphe im DFB-Pokal und gewann 2001 die Champions League.
FCBlogin
Wirft Rummenigge hier seinen eigenen Hut in den Ring, um bald UEFA- oder FIFA-Funktionär zu werden? Oder wen hat er im Blick?

In der heutigen Sportbild:
#Kalle https://t.co/ezQ7MvQOJc
8:55 AM - 12 Jun 2019
Heute im Fernsehen
21 Uhr, DAZN: Mallorca - Albacete
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