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BVB 3:3 gegen Leipzig! Spektakulär - aber kein Spitzenspiel

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die Beschreibungen für das Top-Spiel Borussia Dortmund und RB Lei
 

Fever Pit’ch

18. Dezember · Ausgabe #313 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die Beschreibungen für das Top-Spiel Borussia Dortmund und RB Leipzig pendelten in der Nacht zwischen “spektakulär” und “dramatisch”. Sechs Treffer in 90 Minuten, zwei verschenkte Führungen und ein Sensationstor - es wäre jetzt ein Leichtes, in den Lobgesang einzustimmen. Ich kann’s nicht.
Denn zur Wahrheit dieses Top-Spiels gehört auch: Es war kein Top-Spiel. Der Tabellenführer RB Leipzig zeigte eine blamable Leistung in der ersten Hälfte, verlor zu viele wichtige Zweikämpfe und begünstigte mit einem schweren Torwartfehler einen frühen Rückstand. Das tut kein Spitzenteam.
Borussia Dortmund brachte die Führung zum wiederholten Mal nicht über die Ziellinie, holte den praktisch geschlagenen Gegner mit zwei Schnitzern in der Abwehrarbeit zurück ins Spiel und verschenkte beim 3:3 erneut zwei Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Das tut kein Titelfavorit.
Wenn man also davon spricht, dass den Fans im Stadion und vor den TV-Bildschirmen Spektakuläres geboten wurde, dann feiert man nicht die höchste Qualitätsstufe des Bundesliga-Fußballs, sondern die nicht immer erklärliche Anhäufung von Unzulänglichkeiten in diesem Top-Spiel.
Dramatisch ist eine solche Schlacht allemal. Es hat schon Bundesliga-Spiele zwischen dem Ersten und Dritten gegeben, die vor Langeweile stanken. Aber das bedeutet ja im Umkehrschluss nicht, dass unterhaltsame Spielverläufe direkt Spitzenfußball zeigen. Dazu gehört ein bisschen mehr.
Zum Beispiel, dass der inszenierte Angriffsfußball auf ein ausgeklügeltes Abwehrsystem trifft, man wechselvolle Duelle zwischen Stürmern und Verteidigern erlebt oder die Taktik einem Schachspiel gleicht. Da kann ein 0:0 mehr Qualität verheißen als ein 3:3 mit vielen dummen Fehlern.
Ungerecht sollte man deswegen nicht sein. Die Liga erlebt eine Spannung wie seit Jahren nicht mehr. Die Rheinische Post veröffentlichte kürzlich eine Grafik, die alle 18 Klubs in einem Kreis aufreihte und zu jedem Pärchen ein Resultat aus der Hinrunde. Aussage war: Jeder kann jeden schlagen.
Nochmals: Ein Ausdruck von Qualität ist das aber nicht.
Einen unschlagbaren Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

Dortmund gegen RB Leipzig: Das 3:3 als Kurzgeschichte
Timo Werner trifft, Mats Hummels schaut zu. Foto: Imago / Nordphoto
Timo Werner trifft, Mats Hummels schaut zu. Foto: Imago / Nordphoto
Die Bilanz des Spitzenspiels lautet: Wow!
Ein Geschenk für den Fußballfan Ein Geschenk für den Fußballfan
Bundesliga-Wahnsinn! Bundesliga-Wahnsinn!
Der BVB kann nicht zufrieden sein Der BVB kann nicht zufrieden sein
Der BVB meldet sich zurück im Titelkampf Der BVB meldet sich zurück im Titelkampf
Dietmar Hamann analysiert Fehler: "Schülerhaft" Dietmar Hamann analysiert Fehler: "Schülerhaft"
Sebastian Kehl
Sehr gutes Spiel unseres @BVB heute! Haben uns leider selbst um wohlverdiente 3 Punkte gebracht... extrem bitter! Jetzt erstmal ab nach Hause, ausruhen, ganz viel Positives mitnehmen und gegen @tsghoffenheim noch mal alles raus hauen!
#BVBLeipzig #bundesliga #hejabvb https://t.co/VFK1L8dV5A
11:41 PM - 17 Dec 2019
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Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
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Klopp im Duty-free-Shop
Von Alex Steudel
Beim FC Liverpool herrscht helle Aufregung, weil die Reds gestern im Ligapokal antreten mussten und schon heute den nächsten Spieltermin bei der Klub-WM haben. Trainer Jürgen Klopp hat deswegen furchtbar auf die Fifa-Planer geschimpft; man könne ja wohl nicht so knapp hintereinander an zwei Orten seinem Beruf nachgehen. Das hat mich etwas verwundert.
Was für die Fußballer unzumutbarer Terminterror ist, kennen wir Normalbevölkerte ja längst in- und auswendig ­– der Vorgang, täglich zur Arbeit zu müssen, wird landläufig auch als “Fünftagewoche” bezeichnet.
Ich könnte es ja noch nachvollziehen, wenn sie zum Beispiel beim Hamburger SV nach zwei Spielen an zwei Tagen in Folge auf die Barrikaden gehen würden. Das wäre wirklich eine brutale, unvorstellbare Belastung. Also für die Zuschauer. Aber selber kicken? Ich zum Beispiel habe früher als Jungredakteur Mittwochabends mit Freunden Fußball gespielt und am Donnerstag mit Arbeitskollegen nochmal. Und obendrein habe ich tagsüber gearbeitet. Ging ganz easy.
Ich behaupte: JA, man kann durchaus am Dienstag in England und am Mittwoch in Katar kicken, es gibt ja Flugzeuge. Schwierig wird es nur, wenn du Greta Thunberg im Kader hast.
Liverpools B-Elf geht bei Aston Villa unter
Jürgen Klopp hat kurioserweise beschlossen, mit zwei völlig unterschiedlichen Mannschaften anzutreten: Liverpools B-Team spielte gestern (und verlor), das A-Team tritt heute an; und Klopp selbst betreut nur das A-Team.
Das finde ich noch eigenartiger. Also aus Markensicht: Wo Liverpool draufsteht, sollte auch Liverpool drinsein. Und zwar das richtige. Wenn ich mir einen Neuwagen kaufe, und der ist Schrott, sagt der Autohändler doch auch nicht: “Sie haben ja wohl nicht im Ernst geglaubt, dass unsere Top-Leute jeden Tag Zeit haben, Autos zu bauen? Ihren Wagen hat vermutlich das B-Team zusammengeschraubt. Die machen sonst Lkw-Achsen.”
Klub-WM: Der Mythos vom Klub der Armen
Ich würde mich auch furchtbar schlecht fühlen, wenn ich einräumen müsste, dass die heutige Fever-Pit'ch-Kolumne von einer B-Ausgabe des Steudel geschrieben wurde. Es gibt ja nur einen Steudel, so wie es nur einen FC Liverpool gibt. Basta. (Übrigens schreibe ich sogar drei Kolumnen pro Woche, und das an zeitweise wechselnden Orten. Habe ich mich je beklagt?)
Ich gehe sogar noch weiter: Wenn ich Fußballprofi wäre, hätte ich es toll gefunden, am Dienstag in England und am Mittwoch in Katar spielen zu dürfen. Die zwei Vorteile, die das hätte, müsste der Schwabe Klopp eigentlich sofort verstehen: doppelte Einsatzprämie plus Zugang zum Duty-free-Shop.
Alle mal herschauen!
Aufsteiger mischt Liga auf! Titel möglich?
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