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BVB-Krise: VfB Stuttgart wichtiger als Champions League

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Naturgemäß schaut man etwas genauer hin, wenn der Verein aus der
 

Fever Pit’ch

5. März · Ausgabe #94 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Naturgemäß schaut man etwas genauer hin, wenn der Verein aus der eigenen Stadt um die Existenz kämpft und zurück in die Bundesliga will. Mir ist schleierhaft, wie lange der Hamburger SV sein Glücksspiel mit den knappen Siegen durchziehen kann. Das 1:0 gegen Greuther Fürth wirft nicht nur die Frage auf, ob die Mannschaft erstliga-reif ist. Selbstverständlich muss jeder Aufsteiger seine Mannschaft verstärken. Doch: Mit welchem und wessen Geld will der HSV das tun? Die Antwort ist mindestens so spannend wie das Titelrennen zwischen Dortmund und München.
Einen flüssigen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

BVB-Krise: VfB Stuttgart wichtiger als Champions League
Ach, könnte Lucien Favre nur jeden Gegner so flachlegen. Foto: Imago/Defodi
Ach, könnte Lucien Favre nur jeden Gegner so flachlegen. Foto: Imago/Defodi
"Brauchen gegen Tottenham eine magische Nacht"
Marco Reus hat ja recht: Das Westfalenstadion hat schon einige Spiele erlebt, die Geschichte geschrieben haben. Vor allem in der Champions League. Im Viertelfinale 2012/13 zum Beispiel ging der FC Malaga kurz vor Schluss in Führung, das Rückspiel schien entschieden. Am Ende schoss der BVB in der Nachspielzeit zwei Tore und zog ins Halbfinale ein.
Heute gegen Tottenham Hotspur müssten fürs Viertelfinale nicht nur drei Tore her. Dortmund hat zuerst die größte Schwächephase seit dem Sommer zu überwinden. Ein Sieg in sieben Pflichtspielen: Das ist die bittere Wahrheit. Mit einem Kraftakt könnte die Mannschaft ein Spiel hinlegen, wie man es in der Gruppenphase beim 4:0 gegen Atletico Madrid getan hat.
Doch, ganz ehrlich: Viel wichtiger als das Heimspiel heute Abend gegen Tottenham Hotspur ist das Heimspiel am Samstagnachmittag gegen den VfB Stuttgart. In der Champions League dürfen die Dortmunder träumen. In der Bundesliga steht nicht weniger als der gute Ruf auf dem Spiel. Wer neun Punkte Vorsprung verspielt, setzt sich nicht nur breitem Spott aus.
Marco Reus schwört BVB und Fans ein
Der Verlust der Tabellenführung an Rekordmeister Bayern München käme einem Offenbarungseid gleich. Seit Matthias Sammer beim 1:2 in Augsburg öffentlich Professionalität und Krisenmanagement in der Mannschaft infrage gestellt hat, werden die Verantwortlichen nicht mit dem Verweis auf das Durchschnittsalter der Spieler davonkommen.
Es geht um Siegermentalität im Verein. Die Favre-Mannschaft war nicht in der Lage, gegen die Abstiegskandidaten Nürnberg und Augsburg in der zu erwartenden Höhe zu punkten. Ein Punkt von sechs möglichen, dazu die Pleite von Düsseldorf im alten Jahr: Die Dellen sind mit Fahrlässigkeit oder Leichtsinn nur teilweise zu erklären.
Trainer Lucien Favre sollte nicht seinen Fehler wiederholen, Gegner wie den VfB Stuttgart zur Übermacht zu erheben und eine Warnung auszusprechen. Wer Meister werden will, muss die Stuttgarter aus dem Stadion schießen. Auch nach deren 5:1 gegen Hannover. Dass die scheinbar simplen Siege in der Bundesliga gelingen, dafür wird Favre in Dortmund fürstlich bezahlt.
Wie der BVB das Wunder schaffen will
In der Champions League ist das Ausscheiden gegen Tottenham seit jenem 0:3 im Hinspiel längst eingepreist. Niemand erwartet, dass die Sensation tatsächlich gelingt. Aber in der Bundesliga gibt es genügend Gelegenheiten, dass Favre die richtigen Antworten auf die Krisenmomente findet und kein Ablenkungsmanöver nach dem anderen fährt.
Von Sammer kam schon ein konkreter Vorschlag: Borussia Dortmund sollte individuelle Defizite in aller Entschiedenheit ansprechen und nicht jede Diskussion aus falscher Rücksichtnahme weichspülen; er will die leistungshemmende Kuschel-Atmosphäre beim BVB beendet wissen. Von Favre kam bisher - zumindest in der Öffentlichkeit - wenig.
Dabei wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, Signale in Richtung München zu senden. Wenn nicht in Worten, so doch in Taten. Das dickere Kapitel im Geschichtsbuch des BVB bekäme Favre eh mit der neunten Meisterschaft und nicht unbedingt mit einem krachenden 2:1, das heute Abend gegen Tottenham nicht zum Weiterkommen reicht.
Lucien Favre schimpft über Hand-Regel
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