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BVB-Trainer Lucien Favre fehlt Mumm zur Bayern-Jagd

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Das mit den Tippspielen gebe ich endgültig auf. Jahrelang hatte i
 

Fever Pit’ch

29. April · Ausgabe #139 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Das mit den Tippspielen gebe ich endgültig auf. Jahrelang hatte ich mich mit der Begründung gedrückt, dass Experten mit ihren Prognosen ausnahmslos falsch liegen. Vor der Saison ließ ich mich breitschlagen, am Bundesliga-Tippspiel meiner Sportredaktion in Essen doch teilzunehmen. Nach 31 Spieltagen stelle ich fest: Es bringt nichts. Ich belege Platz neun bei 19 Teilnehmern - also Mittelmaß. Und dieses Bundesliga-Wochenende: ein Desaster. Nur zwei von 36 möglichen Zählern habe ich mit meinen Tipps geholt. Alle punkten sie plötzlich im Tabellenkeller. Hannover beim 1:0 gegen Mainz. Schalke 04 beim 4:2 in Dortmund. VfB Stuttgart beim 1:0 gegen Gladbach. Und dann auch noch der 1. FC Nürnberg beim 1:1 gegen Tabellenführer Bayern München. Wer kann das voraussehen? In Zukunft mache ich nur noch bei Tippspielen mit, in denen der Hamburger SV vorkommt. 0:2 bei Union Berlin und Aufstiegsplatz verloren: Auf den HSV ist wenigstens Verlass.
Einen zählbaren Wochenstart wünscht
Euer Pit Gottschalk

BVB-Trainer Lucien Favre fehlt Mumm zur Bayern-Jagd
Warum Schalkes Elfmeter gegen den BVB regelkonform war Warum Schalkes Elfmeter gegen den BVB regelkonform war
Ganz sicher ist Lucien Favre ein exzellenter Fachmann. Borussia Dortmund hat dem neuen Trainer nicht nur eine Verbesserung um mindestens 14 Bundesliga-Punkte zur Vorsaison zu verdanken. Der BVB spielte meistens attraktiv, schoss schöne Tore und verdoppelte die Tordifferenz auf plus 34.
Was Favre nicht ist: ein Meistermacher. Als die Mannschaft aus der Winterpause kam und als Tabellenführer schrittweise den Vorsprung auf Bayern München verspielte, war es Berater Matthias Sammer und nicht Trainer Favre, der die Spieler mit öffentlicher Kritik aus dem Formtief riss.
Drei große Duelle sah die Rückrunde vor. Die zwei Spiele gegen Tottenham in der Champions League, das Gipfeltreffen mit dem FC Bayern in München und das Revierderby gegen Schalke. Alle Spiele hat Borussia Dortmund donnernd verloren. Mit Pech allein sind die Pleiten nicht zu begründen.
Marcel Reif: Gründe für den Totalausfall
In 180 Spielminuten gegen Tottenham führte der Matchplan zu keinem einzigen Treffer. Beim 0:5 von München hatte der Trainer zwei seiner drei wichtigsten Spieler wie Schachfiguren deplatziert, den einen (Marco Reus) ins Sturmzentrum, den anderen (Mario Götze) auf die Ersatzbank.
Beim Schalke-Spiel fiel der Mangel an Killer-Instinkt besonders auf. Der BVB war dem Lokalrivalen in allen Belangen überlegen: an individueller Qualität, an Selbstvertrauen als Tabellenzweiter und an taktischer Flexbilität. Und trotzdem vergeigte seine Mannschaft das Derby mit 2:4.
Schlimmer noch: Weder hatte der BVB nach einer Viertelstunde Ideen gegen die Mauertaktik aus Gelsenkirchen noch den Mumm zur Gegenwehr, als die Schalker in Führung gingen. Die zwei berechtigten Platzverweise zeigen nur: Die Spieler hatten, als es darauf ankam, ihre Nerven nicht im Griff.
In Dortmunds Aufregung steckt viel Frust
Exakt an dieser Stelle unterscheidet sich ein Fußballlehrer eben von einem Meistermacher. Der Fußballlehrer vermittelt Verhaltensmuster für das Geschehen auf dem Spielfeld, ein Meistermacher dagegen zusätzlich eine Grundhaltung.
Wenn die Dortmunder wie in München oder gegen Schalke eher ängstlich und halbherzig als überzeugend und gallig auftreten, hat das viel mit dem Trainer zu tun. Indem Favre jedesmal Warnungen ausspricht, wenn es gegen Abstiegskandidaten geht, siegt die Vorsicht immer über die Zuversicht.
Das mag ja sympathisch wirken, manchmal drollig und liebenswert. Doch wer will schon einem Zauderer sein Schicksal anvertrauen? Das 1:1 der Bayern in Nürnberg hat dafür gesorgt, dass die Derbypleite gegen Schalke nicht komplett ihre Wucht an der Tabellenspitze entwickeln konnte.
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Zwei Punkte Rückstand kann man, wenn der Blick auf das Restprogramm an den drei verbliebenen Spieltagen wohlwollend ausfällt, noch aufholen. Im Ohr aber klingt nach, was Favre nach dem 2:4 gesagt hat: Der Titelkampf sei “verspielt”. So redet doch keiner, der Spieler überzeugen muss.
Man würde ihm ja wünschen, dass sein Lamentieren über den Handelfmeter ein Ablenkungsmanöver war. In der Sache hat er ja womöglich recht. Aber seine Körpersprache war die eines Unglücklichen, eines vom Schicksal gebeutelten Mannes. Und nicht die eines Kämpfers.
Bei der Bayern-Jagd in den drei Spielen bei Werder Bremen, zu Hause gegen Düsseldorf und in Mönchengladbach wird es darauf ankommen, das Team auf die letzte Titelchance einzuschwören. Der Trainer, ganz klar, muss diesen Willen vorleben. Sonst holt er nie einen Titel nach Dortmund.
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Pit Gottschalk
Kann mir mal jemand erklären, wieso dieser @1_fc_nuernberg da unten im Tabellenkeller steht? #FCNFCB
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