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BVB-Vertrag: Warum ist Mario Götze so undankbar?

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! In zwei Wochen geht die Bundesliga los. Im Tippspiel von Fever Pi
 

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2. August · Ausgabe #199 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
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Einen kerosinfreien Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

BVB-Vertrag: Warum ist Mario Götze so undankbar?
So fing die Beziehung vor zehn Jahren an: Mario Götze, gerade als bester Nachwuchsmann ausgezeichnet, mit BVB-Boss Watzke. Foto: Imago / Defodi
Weltmeister von 2014 bringt erneut Wechsel ins Ausland ins Spiel
Mario Götzes Arbeitsvertrag bei Borussia Dortmund läuft in einem Jahr aus. Der Verein hat zu erkennen gegeben, dass man die Zusammenarbeit mit dem WM-Helden von 2014 fortsetzen und den Vertrag verlängern möchte. Der Handlungsdruck ist enorm.
Wird der Arbeitsvertrag in absehbarer Zeit nicht verlängert, darf Mario Götze am Saisonende Borussia Dortmund ablösefrei verlassen. Die Scheidung täte weh: Die Investition von 60 Mio. Euro in vier Jahren (Ablöse und Gehalt) wäre ohne Entschädigung futsch.
Götze weiß das. Mit Interviews bringt er sich längst in Stellung: “Ich gehe jetzt in meine zehnte Bundesliga-Saison - da ist es logisch, dass das Ausland in den Überlegungen auch mal eine Rolle steht”, ließ er die Öffentlichkeit gestern zum zweiten Mal wissen.
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Übersetzt heißt das: Mit der angeblichen Gehaltskürzung von zehn auf acht Millionen Euro im Jahr bin ich nicht einverstanden - legt was drauf, sonst bin ich weg. Wie ernst der 27-Jährige seine Andeutungen Richtung Ausland meint, ist nicht herauszulesen. 
Was man aber sagen kann: Besser als an Götze kann man die mangelhafte Dankbarkeit von Profispielern in der modernen Fußballwelt nicht illustrieren. Das Vereinsmotto “Echte Liebe” bekommt in solchen Momenten ein Geschmäckle.
“Ich wollte die Saison vernünftig spielen und meine Leistung bringen. Alles Weitere wird sich demnächst zeigen.” Mario Götze
Mario Götze stand 2016 beim FC Bayern auf dem Abstellgleis, als ihn BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit einer geschickten Verhandlungstaktik zurück nach Dortmund holte und alle Grundsätze über Bord warf.
Watzke verdrängte einfach, dass Götze drei Jahre zuvor eine Ausstiegsklausel genutzt hatte, um über Nacht zu den Bayern zu verschwinden. Die Nachricht kam damals ausgerechnet vor dem Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid heraus.
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Der Verein tat alles, damit der Anhang die Rückkehr nicht mit verschränkten Armen oder sogar Hassparolen quittierte. Mangelhafte Leistungen zu Beginn und die Zwangspause wegen einer Stoffwechselerkrankung schwächten den Glauben an Götze nicht.
Im dritten Jahr, unter dem zunächst skeptischen Trainer Lucien Favre, floss die Rendite: Sieben Tore und sieben Torvorlagen sind eine stattliche Bilanz für 26 Bundesliga-Spiele. Die gute Statistik und die noch bessere Fitness traten rechtzeitig zu den Verhandlungen ein.
Nun beginnt das Pokerspiel. Die Prognose ist: Götze bleibt - und bekommt seinen erhofften Gehaltszuschlag. Watzke erwartet keine Dankbarkeit in diesem Geschäft. Von außen betrachtet, darf man das Verhalten des Mittelfeldspielers aber ziemlich mies finden.
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Die TV-Kritik - von Rolf Oppenländer
Das Fußball Europa League Rückspiel zwischen Eintracht Frankfurt und Flora Tallinn war im sogenannten Free-TV zu sehen, so weit, so gut. Das Spiel an sich bot dem geneigten Zuschauer viel Licht, aber auch viel Schatten. Das war allerdings eine Parallele zur Übertragung beim Sender der RTL-Gruppe. Auch diese bot viel Licht, aber auch viel Schatten. Als Fan der Marco-Hagemann-Begleitung von Fußball-Länderspielen war ich ob der Leistung des RTL-Chefkommentatoren einigermaßen enttäuscht, das habe ich schon deutlich besser gehört. Hatten die Frankfurt ob des Vorbereitungszeitpunkts schwere Beine, so hatte Marco Hagemann insbesondere im ersten Durchgang einige Wackler in der Kommentierung des Spiels. Insgesamt aber haben die Fans der Eintracht den Gesamteindruck in Verbindung mit einem starken Goncalo Paciencia positiv gestaltet, insbesondere nach der Partie mit Riesenapplaus für den unterlegenen Gast aus Tallinn. Das war großes Kino, das war Gänsehaut und lässt am Ende den Schatten des Abends verschwinden. Ein weiterer Lichtblick war darüber hinaus eine sehr sympathische und überaus kompetente Laura Wontorra.
Rolf Oppenländer aus der Redaktion “Talk im Sportpark”
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Experten-Analyse: Jeder fünfte Stadionplatz blieb frei
Nicht mal das Spitzenspiel zum Saisonauftakt in der 2. Liga war restlos ausverkauft. Das 2:1 zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96 wollten 52.000 Zuschauer sehen. Ein Riesenwert - aber immer noch 8000 weniger, als in die Mercedes-Benz-Arena reinpassen.
Mit einem Leerstand von fast 14 Prozent war der VfB Stuttgart noch gut bedient, wie die Experten von “web netz” in ihrer Analyse feststellten. Demnach erlebte die 2. Liga am ersten Spieltag einen durchschnittlichen Leerstand von über 20 Prozent.“ Lag’s nur an den Ferien?
"Das durchschnittlich jeder fünfte Platz im Stadion frei blieb zum Saisonstart am letzten Juli-Wochenende, und das, obwohl der Spielbetrieb in der ersten Bundesliga noch ruht, sollte zumindest stark sensibilisieren”, so Felix Benckendorff, Berater bei “web-netz”, in seiner Stellungnahme.
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