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Chaos bei Hannover 96 sollte HSV eine Warnung sein

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Noch vor einer Woche saß ich mit Thomas Doll bei Thomas Helmer im
 

Fever Pit’ch

28. Januar · Ausgabe #63 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Noch vor einer Woche saß ich mit Thomas Doll bei Thomas Helmer im Sport1-Doppelpass. Die beste Zeit beginnt nach der Sendung. Man geht zum gemeinsamen Mittagessen ins Restaurant des Hilton-Hotels und plaudert über Zukunftspläne. Doll deutete mir keinen Augenblick lang an, dass er als Trainer bei Hannover 96 im Gespräch ist. Man kann also davon ausgehen, dass die Vertragsverhandlungen im Verlauf der Woche erfolgt sein müssen. Was ich aber aus dem Gespräch mit ihm sagen kann: Er brannte lichterloh dafür, aus Budapest, wo er immer noch wohnt, zurück in die Bundesliga zu wechseln. Nun hat er den Job in Hannover, nachdem er vor elf Jahren bei Borussia Dortmund aufgehört hat. Ganz ehrlich: Ich freue mich für ihn und bin gespannt, wie er die müde Truppe aus dem Tabellenkeller führen will. Das wird eine spannende Aufgabe.
Einen befreienden Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Hannover 96 sollte dem HSV eine Warnung sein
"Wir müssen einen neuen Impuls setzen" "Wir müssen einen neuen Impuls setzen"
In der 2. Liga startet die Bundesliga-Urgesteine Hamburger SV und 1. FC Köln diese Woche ins neue Jahr. Ihr Ziel: Platz 1 und 2 verteidigen, um nach einem Jahr Pause in die erste Liga zurückzukehren. Niemand sollte zu 100 Prozent sicher sein, dass danach rosige Zeiten vor den zwei Klubs liegen.
Als der Hamburger SV vorige Saison Richtung 2. Liga rutschte, sagten nicht wenige Experten: Dem HSV würde ein Jahr Unterklassigkeit durchaus ganz gut tun, um sich neu aufzustellen. Das Beispiel Hannover 96 zeigt jedoch: Die Rosskur bringt nicht immer die gewünschte Wirkung.
Sonntag feuerte Hannover 96 seinen Aufstiegstrainer André Breitenreiter und verpflichtete Thomas Doll. Wie lange Horst Heldt als Manager bleibt, ist offen. Seit Tagen irritiert Klubchef Martin Kind mit seinen öffentlichen Stellungnahmen zu Spitzenpersonalien; man glaubt ihm nichts mehr.
Ein unwürdiges Spektakel in Hannover
Im Verein herrscht Chaos. Mit elf Punkten aus 19 Bundesliga-Spielen liegt Hannover 96 auf einem Abstiegsplatz. Im Hintergrund steigt die Angst um den Rechtsstreit, wer im Klub das Sagen hat: Martin Kind oder doch die Mitglieder. Nichts hat der Verein aus seiner Abstiegssaison 2015/16 gelernt.
Damals hatte Kind in kürzester Zeit drei Manager verschlissen und eine Reihe von Trainern in den Wahnsinn getrieben. Jede einzelne Maßnahme mag ihre Berechtigung gehabt haben. In der Summe ließ Hannover 96 keine klare Linie erkennen. Seit der 2. Liga hat sich wenig daran geändert.
„Als ehemaliger Fußballer weiß Thomas (Doll), wie die Spieler ticken. Er ist bekannt als akribischer Arbeiter mit einer klaren Ansprache. Wir sind davon überzeugt, dass er der Mannschaft mit all seiner Erfahrung genau das vermitteln kann, was sie benötigt, um die Wende zu schaffen.“ Horst Heldt
Das vergleichsweise ruhige Aufstiegsjahr 2017/18 mit Platz 13 nutzten die Verantwortlichen nicht zu einer weitreichenden Kaderplanung. 2018/19 spielen gleich vier Profis, die noch vor kurzem in Hamburg zeigten, dass mit ihnen keine Konsolidierung zu schaffen ist. Das Resultat sieht man jetzt.
Thomas Doll ist um seine Aufgabe bei Hannover 96 nicht zu beneiden. Einen Traumjob hat er nicht übernommen. Zweimal schon wollte Horst Heldt selbst das Weite suchen. Zweimal zwang ihn Kind kraft Arbeitsvertrag zum Bleiben. Allein der Fluchtversuch sagt eine Menge über das Klima aus.
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Es ist kein Trost, dass der VfB Stuttgart seit dem gemeinsamen Aufstieg nicht viel besser dran ist. Dort muss Markus Weinzierl, der dritte Trainer nach Hannes Wolf und Tayfun Korkut, den Zickzack-Kurs in der Personalplanung ausbaden. Aktuell: Relegationsplatz mit 14 Punkten.
Der Hamburger SV sollte gewarnt sein. Die neue Führungsstruktur mit dem Ex-Profi Marcell Jansen als HSV-Vorsitzender im Aufsichtsrat und dem erfahrenen Bernd Hoffmann an der Vorstandsspitze mögen Sportvorstand Ralf Becker und Trainer Hannes Wolf Planungssicherheit geben.
Eine Garantie auf stabile Verhältnisse gibt eine Verschnaufpause in der 2. Liga nicht. Die Bewährungsprobe entsteht nicht, wenn man als Zweitligist mit elf Siegen in die Rückrunde geht, sondern erst nach Pleitenserien, wenn die Aufstiegseuphorie verflogen ist. Hannover 96 das eindrucksvoll gezeigt.
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Pit Gottschalk
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6:11 AM - 26 Jan 2019
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