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Dank Videobeweis: 1:45 Minuten mehr Bundesliga pro Spiel

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Inzwischen erscheinen meine Fever Pit'ch Beiträge in einer Kooper
 

Fever Pit’ch

19. Januar · Ausgabe #56 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Inzwischen erscheinen meine Fever Pit'ch Beiträge in einer Kooperation auch auf Focus Online. Wenn ich eine steile These wie gestern aufstelle, als ich Bayern München ein Scheitern im Titelrennen prophezeite, wird mir in den Reaktionen ein begrenzter Blick auf das Fußballgeschehen unterstellt. Natürlich wurde ich beleidigt. Erst recht nach dem 3:1 in Hoffenheim. Mit den Kommentaren muss ich leben. Jede noch so profunde Beurteilung kann, sobald das nächste Spiel gespielt ist, in Absurdistan enden. Genau deshalb liebe ich Fußball ja: Man kann nichts voraussagen. Nicht mal mehr den kommenden Meister. Schön, dass die Bundesliga wieder losgeht.
Ein stürmisches Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

Dank Videobeweis: 1:45 Minuten mehr Bundesliga
Schiedsrichter Tobias Welz lässt beim Bayern-Sieg in Hoffenheim keinen Zweifel: Man kann ihn nicht aus der Ruhe bringen. Auch Robert Lewandowski nicht. Foto: Imago/Thomas Frey
Pünktlich zum Rückrundenstart hat die Bundesliga die neuesten Zahlen zum Videobeweis vorgelegt. Die beste Zahl vorneweg: Die Video-Assistenten im Kölner Keller konnten in den 153 Spielen der Hinrunde 40 Fehlentscheidungen ihrer Schiedsrichterkollegen auf dem Rasen verhindern.
Was zuerst wie ein Erfolg für den VAR aussieht, entpuppt sich beim zweiten Blick als desillusionierend. Diese Zahl bedeutet nämlich auch: Im Schnitt wäre ohne Videobeweis in jedem vierten Bundesliga-Spiel ein krasser Schiedsrichterfehler passiert. In jedem vierten - ist das nicht zu viel?
“Die Lernkurve aller Beteiligten steigt erfreulicherweise an, somit wird der Umgang mit der Technik immer sicherer und selbstverständlicher.” DFL-Direktor Ansgar Schwenken
An Genauigkeit bei der Beurteilung mangelt es nicht. Exakt 55 von 56 Interventionen des Video-Assistenten in Köln ergaben eine korrekte Entscheidung. Nur bei einer einzigen führt der Prüfprozess zu einem falschen Urteil. Zwei notwendige Interventionen blieben aus.
Einerseits kann man sagen: Gut, dass der Videobeweis endlich funktioniert - die Wahrscheinlichkeit von Fehlern sinkt. Andererseits: Warum schauen die Schiedsrichter auf dem Rasen nicht noch besser hin? Ist das Spiel so schnell geworden, dass eine Fehlerkorrektur von außen unvermeidbar ist?
879 Situationen wurden in den 153 Hinrunden-Spielen gecheckt. Also im Schnitt 5,7 pro Spiel. Die meisten Überprüfungen (631) bekommen weder Schiedsrichter noch Zuschauer mit. In VAR-Kreis nennt man das liebevoll “Silent Checks”. Alles war korrekt. Keine Kommunikation mit Köln.
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Die Zahl der Überprüfungen lässt aber erahnen, was das auf den VAR-Spezialmonitoren los sein muss. Gecheckt wurden: 523 Tore, 230 potenzielle Strafstöße und 126 potenzielle Rote Karten. In 192 Fällen bekam der Schiedsrichter seine mündliche Bestätigung, dass er richtig lag.
Die Bestätigung seiner Entscheidung erhält der Schiedsrichter in aller Regel nach 38 Sekunden. Mehr Zeit erforderten die 56 Interventionen, logisch; die Entscheidungsfindung benötigt dann eine Wiederholung der Spielszene entweder in Köln oder sogar auf dem Monitor am Spielfeldrand.
“Sowohl die Anzahl der Eingriffe, die Dauer der VAR-Interventionen als auch die Qualität der Entscheidungen sind im Vergleich zur letzten Saison nahezu unverändert gut. Dies ist insbeson­­dere deshalb beachtlich, weil wir an zwei Spieltagen eine Häufung von schlechten Leistungen der Video-Assistenten erlebt haben.” DFB-Projektleiter Jochen Drees
44 Sekunden dauerte die Überprüfung ohne Spielfeldmonitor (43 Prozent der Fälle) und 72 Sekunden mit Monitor - eine Unterbrechung von weit über einer Minute (57 Prozent). Das ist der ärgerlichste Moment auf dem Rasen: Wenn Spieler wie Zuschauer nicht wissen, ob sie jubeln sollen.
Ein kleiner Trost bleibt trotzdem: Die Zuschauer bekommen mehr Fußball fürs Geld. Die Nettospielzeit in der aktuellen Saison stieg auf 57:47 Minuten pro Spiel. Immerhin 1:45 Minuten mehr als der Durchschnittswert aus den vier Spielzeiten vorher. Etwas Gutes muss der VAR ja haben.
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