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Darum braucht Kai Havertz den FC Bayern nicht

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Es ist ein einziger Jammer und beschreibt das Surreale an der Cor
 

Fever Pit’ch

9. Juni · Ausgabe #387 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Es ist ein einziger Jammer und beschreibt das Surreale an der Coronokrise am besten. Der 1. FC Saarbrücken spielt als Regionalliga-Klub (vierte Liga) das erste Pokal-Halbfinale in der Vereinsgeschichte - und kein Fan ist heute in Völklingen im Stadion. Als Amateure wissen sie alle im Verein: Gegen den Erstligisten Bayer Leverkusen müssten sie wie schon im Viertelfinale gegen Fortuna Düsseldorf voll im Saft stehen, um überhaupt eine Chance aufs Weiterkommen zu wahren - aber die Regionalliga hat die Saison beendet. Die Aufregung ist dennoch enorm, das Interesse grenzenlos: Die ARD wird heute live davon berichten, was aus den Pokalträumen in Saarbrücken wird - im Guten wie vermutlich im Schlechten. Der Katzenjammer dürfte am Mittwoch groß sein, wenn ein einziger Sieg zum DFB-Pokalfinale in Berlin gefehlt haben wird. Darum hier in aller Deutlichkeit: Die Pokalgeschichte des 1. FC Saarbrücken gehört zu den Höhepunkten der verkorksten Saison 2019/20, und Fever Pit'ch lässt sich das Recht auf ein bisschen Legendenbildung nicht nehmen und behauptet einfach frech: Ohne Corona wäre Saarbrücken auch die nächste Pokalsensation gelungen. Wer will mir das Gegenteil beweisen?
Einen stinknormalen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Darum braucht Kai Havertz den FC Bayern nicht
Leverkusen-Talent liebäugelt mit einem Wechsel ins Ausland Leverkusen-Talent liebäugelt mit einem Wechsel ins Ausland
Von Tobias Holtkamp
Die Sache bei Kai Havertz scheint den meisten Beteiligten relativ klar: Das Ausnahmetalent, mit 20 Jahren schon bei 114 Bundesliga-Spielen und 35 Toren, wird Bayer Leverkusen diesen Sommer für eine Rekordablöse um die 100 Millionen Euro verlassen und einen hochdotierten Fünf-Jahres-Vertrag bei seinem neuen Verein unterschreiben.
Der Deutsche ist die heißeste Aktie auf dem internationalen Transfermarkt.
Havertz’ Berateragentur “Spielerrat”, bei der auch sein älterer Bruder Jan angestellt ist, führt Gespräche mit beinahe allen Topklubs Europas oder deren Bevöllmächtigten, sortiert und sondiert die verschiedenen Angebote und Möglichkeiten für den siebenmaligen Nationalspieler, der sich nach interner Leverkusener Einschätzung “in jeder Mannschaft der Welt einen festen Platz” erkämpfen kann.
Gerade auch mental und charakterlich sei Havertz für die großen Herausforderungen geeignet und äußerst stabil.
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Dass der Zeitpunkt für den Wechsel gekommen ist, hat das Team Havertz entschieden. Doch auch das “wohin” zeichnet sich immer deutlicher ab. Der Havertz-Weg führt aller Voraussicht nach zu einem der ausländischen Großklubs, obwohl es natürlich auch hierzulande reges Interesse gibt. Der BVB fühlte vor, Bayern München machte sich lange Hoffnungen und möchte diese auch immer noch nicht begraben.
Doch so gern die nationale Nr. 1 den nächsten deutschen Superstar seinen Fans und Partnern als Spieler auf dem Platz sowie als weltweit wirkendes Statussymbol präsentieren würde - so überschaubar scheinen die Chancen.
Denn Havertz braucht den FC Bayern als Zwischenschritt zu einem der Top-Vereine im Ausland - die er sich zutraut und erreichen will - nicht. Und als finales Karriereziel kommen die Bayern aus meiner Sicht aktuell eh nicht in Frage.
Sowohl Real Madrid und der FC Barcelona als auch die englischen Vertreter Manchester United und Liverpool haben ernsthaftes Interesse an einer Havertz-Verpflichtung hinterlegt, auch Chelsea erkundigte sich nach den Zahlen. Havertz’ Tendenz, sagen sie in Leverkusen, sei aber Spanien, mit Priorität auf Real Madrid.
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Zu groß wäre die Aufgabe nicht für ihn, Havertz ist weiter als jeder deutsche Spieler es in seinem Alter war.
Er kann ganz oben angreifen, hat in jedem relevanten Bereich die nötigen Qualitäten. Mit 21, Havertz hat am Donnerstag Geburtstag, haben auch andere schon einen Stammplatz bei den ganz großen Vereinen, es gibt keinen Grund, warum er es nicht packen sollte.
Leon Goretzka, 25, der bei den Bayern im Moment stark auftrumpft, war bei seinem Schalke-Abschied vor zwei Jahren noch nicht so weit wie Havertz jetzt.
Die Bayern waren der ideale Schritt für ihn, er hat sich auf hohem Niveau zu einem Topspieler von internationaler Klasse entwickelt. Seinen Vertrag über die aktuelle Laufzeit hinaus zu verlängern, wird sicherlich eine schwierige Aufgabe für den FC Bayern.
Ich kann mir bei ihm wie auch bei David Alaba, Niklas Süle oder Serge Gnabry, den Schritt ins Ausland gut vorstellen.
Havertz könnte nun der Pionier werden - mit Erfolg.
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