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Der alte BVB ist wieder da! Die armen Bayern…

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Hier in Australien stand das Land einen ganzen Tag lang still. In
 

Fever Pit’ch

6. November · Ausgabe #277 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Hier in Australien stand das Land einen ganzen Tag lang still. In Melbourne fand eines der berühmtesten Pferderennen der Welt statt. Die Leute trinken und feiern zu diesem Anlass, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Champions League im fernen Europa: nur eine Randnotiz. Ich fürchte: Niemand in Sydney wird meine Begeisterung für die Dortmunder Aufholjagd gegen Inter Mailand teilen, die Vorfreude auf den deutschen Klassiker gegen die Bayern. Ich hoffe, zumindest die Fever Pit'ch Leser verstehen mich ein wenig.
Einen hoppelnden Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

Der alte BVB ist wieder da! Die armen Bayern…
Mario Götze
Great team performance 💪🏽💪🏽💪🏽 https://t.co/mtnaeLaX5G
11:47 PM - 5 Nov 2019
Borussia Dortmund wie früher – 3:2 nach 0:2 gegen Inter Mailand
Machen wir uns nichts vor: Das ist die beste Fußballsaison seit Jahren. Die Bayern sind nicht mehr das langweilige Maß der Dinge, der Dauermeister feuert sogar als erster Klub der Saison den Trainer. Und ausgerechnet jetzt, genau im richtigen Moment, sind die Dortmunder wieder da, also mentalitätsmäßig, und machen eines der besten Spiele seit Ewigkeiten – 3:2 in der Champions League nach 0:2-Rückstand gegen Inter Mailand. Und auch die Leipziger sind genau im richtigen Moment in Topform, sie walzen mal kurz St. Peterburg auswärts 2:0 nieder.
Als hätten sie alle nur auf den Schwächeanfall der Bayern gewartet.
Achso, fast vergessen, dazu kommt ja noch Mönchengladbach: Die sind, nebenbei bemerkt, Bundesliga-Tabellenführer.
Vier Klubs auf Augenhöhe! Keine Alleingänge mehr! Herrlich!
Wieder eine schräge Sache vom BVB
"Das fühlt sich brutal gut an"
Hätte diese Konstellation vor Saisonstart jemand vorauszusagen gewagt, hätte man ihn oder sie mit bedauerndem Kopfschütteln aus dem Raum geführt. So stehen uns jetzt die spannendsten Monate seit langem ins Haus.
Es war schon wirklich gut und ließ einiges vergessen, was zuletzt schiefgelaufen war, als der BVB gestern den Kopf aus der Schlinge zog – und das ohne den verletzten Kapitän Marco Reus, der das Wort Mentalität zwar nicht mehr hören kann, dessen Bedeutung er gestern aber als Zuschauer ganz bestimmt verstanden hat: Angetrieben vom herumfuchtelnden Trainer Lucien Favre befreite sich der BVB aus einer hoffnungslos erscheinenden Lage. Da war er wieder, der alte Borussia-Kampfgeist, den wir alle, vor allem die BVB-Fans, so vermisst haben. Die Spielkultur, das Genie, alles wieder da.
Reus-Comeback gegen Bayern möglich
Messi blamiert sich in der Dortmund-Gruppe
Die Bayern, die am Samstag Dortmund empfangen, sind gestern sicher sehr nervös vorm Fernseher gesessen. Zurecht.
Die Dortmunder sind nämlich nicht mal ihr einziges Problem, also neben dem fehlenden eigenen Trainer. Mönchengladbach führt die Bundesliga an und hat schon vier Punkte mehr als der Rekordmeister, und Leipzig steht trotz einer Mini-Krise auch vor Bayern.
Diese Mini-Krise ist aber jetzt vorbei: Wahnsinnig beeindruckend, wie Trainer Julian Nagelsmann gestern in Russland sein sowieso schon übermächtiges und glänzend eingestelltes Team antrieb, zeitweise brüllte er am Spielfeldrand so laut seine Anweisungen auf den Platz, dass man ihn am Fernseher genauso gut hören konnte wie den Sky-Moderator.
In Sachen Mentalität haben jetzt drei deutsche Teams Oberwasser, und die Bayern sind plötzlich eine Art Außenseiter in der Bundesliga. Heute gegen Piräus und Samstag gegen den BVB können Manuel Neuer & Co. zeigen, was sie noch drauf haben.
Wir sind sehr gespannt.
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Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
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Die Bahn fährt mit Hertha in die Mauer
Von Alex Steudel
Hertha BSC Berlin spielt am 9. November gegen RB Leipzig, und die Deutsche Bahn hat dafür extra ein Video gedreht, um auf das 30-Jahr-Jubiläum des Mauerfalls hinzuweisen. Der Film ist schon online, und er läuft am Samstag im Olympiastadion. Ich habe ihn angesehen und war enttäuscht: Er ist so langweilig, dass sogar der Mann, der darin die Hauptrolle spielt, nach sieben Sekunden einschläft. 
Kein Witz, der schläft im eigenen Film ein. 
Der 49-Sekunden-Spot zeigt außerdem Hertha-Profi Vedad Ibisevic, der eine Mauer kaputtschießt. Das ist so kreativ, Deutsche Bahn, da habt ihr euch ja was einfallen lassen, da wäre ich nie drauf gekommen.
Nachdem die Mauer gefallen ist (kicher-kicher!), begrüßt Ibisevic die Spieler, die auf den anderen Seite standen. Die haben, warum auch immer, gelbe T-Shirts an. Alle Männer tragen hippe Frisuren, zum Beispiel Undercut oder Zöpfchen, und Fünftagebärte. Wie man das halt so machte im Jahr 1989. 
30 Jahre Mauerfall: Hertha BSC und Deutsche Bahn 30 Jahre Mauerfall: Hertha BSC und Deutsche Bahn
In dem Film kommen übrigens bis auf zwei Statistinnen – eine sieht man sitzend kurz von hinten und eine läuft noch kürzer durchs Bild – nur Männer vor, aber okay, die Wende war halt eine Männerangelegenheit, vermute ich.
Jetzt mal ehrlich. Wenn die Deutsche Bahn ein Fußball-Video zur Wende dreht, stelle ich mir was ganz anderes vor. Was realistisches, das auch mit der Bahn zu tun hat. Ich erwarte Fußballer aus dem Westen, die gegen Spieler aus dem Osten zu spät in den Zweikampf kommen. Oder eine Mannschaft aus Dresden, die in der Halbzeitpause die Umkleidekabine betritt und erfährt, dass heute keine Getränke ausgeschenkt werden, weil die Kabinenbesatzung im Westfalenstadion festsitzt. 
In so einem Film müssen sich die Stadionzuschauer fragend ansehen, weil sie die raschelnd-krachende Lautsprecherdurchsage nicht verstanden haben: Hat der Typ gerade gesagt, dass in der 89. Minute Timo Werner ausgewechselt wird, oder dass ‘89 die Mauer fiel?
Und ich möchte gezeigt bekommen, wie Spieler von Union Berlin oder Energie Cottbus, die gerade vom Mauerfall gehört haben, hektisch zum Mannschaftsbus rennen, aber dann die richtige Tür nicht finden, weil der Bus in der falschen Reihung eingefahren ist. 
Alle mal herschauen!
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