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Der Grabenkampf zwischen den Fußballfans

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Als Jungredakteur bei der Abendzeitung führte mich meine erste Di
 

Fever Pit’ch

21. November · Ausgabe #16 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Als Jungredakteur bei der Abendzeitung führte mich meine erste Dienstreise ins Trainingslager von 1860 München. Die Löwen waren gerade aus der 2. Liga in die Bayernliga abgestiegen und wagten im Sommer 1992 unter dem Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser einen Neuanfang. In Lienz, Osttirol, sollte der neue Trainer Werner Lorant eine schlagkräftige Truppe aufbauen. Eine wunderbare Erfolgsgeschichte begann. Rückkehr in die 2. Liga, Durchmarsch in die Bundesliga, die Roten vom FC Bayern besiegt: Lorant war als Trainer ganz, ganz oben.
Heute, mit 70 Jahren, wohnt er auf einem Campingplatz und behauptet, er sei glücklich. Die Geschichte über den Besuch bei Werner Lorant hat mich sehr bewegt. Ich kann die Lektüre, siehe unten, nur empfehlen.
Euer Pit Gottschalk

Der Grabenkampf zwischen den Fußballfans
Wer ist eigentlich ein Fußballfan? Nur derjenige, der am Spieltag in der Kurve steht und am lautesten singt? Oder auch derjenige, der auf der Haupt- oder Gegentribüne sitzt und das Spiel etwas stiller verfolgt?
Beim Hamburger SV haben sie kürzlich auf einem Stadionrundgang die Zahlen offengelegt. Demnach bringt der VIP-Bereich gut 14 Mio. Euro im Jahr ein, die Nordtribüne nur eine Mio. Euro. Wer tut mehr für den HSV?
Wenn der Gegner im Volksparkstadion Sandhausen heißt, werden die Haupt- und Gegentribüne - jede Wette - spärlicher besetzt, die Nordtribüne aber voller Support sein. Wer tut mehr für den HSV?
Auf beiden Seiten entsteht so aus dem Anspruch, der wahre Fan zu sein, ein Grabenkampf, der keinen Waffenstillstand zulässt. Ohne Sachbezug kann es aber keine Vereinbarung geben. Keinen Kompromiss.
Diejenigen, die auf der Haupt- und Gegentribüne sitzen, halten wenig von Pyrotechnik und Rauchentwicklung im Stadion. Die Kurven versprechen einen sorgsamen Umgang mit Pyro. Wo ist der gemeinsame Nenner?
Liga-Spiele am Montagabend sind für Fußballfans, die gerne fernsehen, ein Genuss. Für Fans, die ihre Mannschaft begleiten, dagegen eine Zumutung, wenn sie am nächsten Tag arbeiten müssen. Worauf einigt man sich?
Man würde ja so gerne darüber in einer Gesprächsrunde diskutieren, die nicht mit aller Macht um Deutungshoheit rangelt. Denn Fan ist, wer den Fußball liebt. Und nicht seine eigene Position.
Leider ist ein solches Gespräch unmöglich. Und das, obwohl der Fußball verbinden soll und nicht trennen. Das ist, ganz ehrlich, das viel größere Problem des Fußballs als die Kommerzialisierung und die Montagsspiele.
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