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Der nächste Bundesliga-Rekordtransfer bahnt sich an

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Irgendwann am Montag, noch bevor der Hamburger SV das Heimspiel g
 

Fever Pit’ch

9. April · Ausgabe #124 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Irgendwann am Montag, noch bevor der Hamburger SV das Heimspiel gegen Magdeburg vergeigt hatte, schrieb unser Fever Pit'ch-Leser Sebastian Fiebrig auf seinem Fanblog “textilvergehen” folgende Überschrift: “Union nervt. Sich selbst. Und uns auch.” Union Berlin hatte 0:0 in Dresden gespielt und scheinbar zwei Punkte im Aufstiegskampf der 2. Liga eingebüßt. Die Überschrift fiel mir sofort ein, als ich das Volksparkstadion verließ und in die fassungslosen Gesichter von HSV-Fans blickte: Was sollen die denn sagen?
1:2 in letzter Sekunde gegen Magdeburg - kein Punkt. Wie schon beim 2:3 gegen Darmstadt. Macht in Summe: sechs Punkte futsch. Die Spielweise: lust- bis hilflos. Oder anschaulicher: so labbrig wie die überteuerte Stadionwurst, so schlafmützig wie das Personal in der Fankneipe “Raute”. Fast muss man die provokante Frage stellen: Wollen die überhaupt aufsteigen? Und: Was soll an diesem HSV, wenn der Aufstieg wider Erwarten gelingt, erstklassig sein?
Wenn also jemand nervt, dann der Hamburger SV. Sich selbst und uns auch. Union Berlin muss sich keine Sorgen machen. Der HSV rutscht zwangsläufig in Schlagweite. Der nächste HSV-Gegner ist Spitzenreiter 1. FC Köln. Das Montagsspiel lasse ich mir nicht entgehen. Natürlich nicht. Wie jedesmal. Geht nicht anders. Nervt mich ja selbst.
Einen rautenförmigen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Der nächste Bundesliga-Rekordtransfer bahnt sich an
Max Eberl über Hazard-Abgang: Er will uns verlassen Max Eberl über Hazard-Abgang: Er will uns verlassen
Bayern-Vorstandschef Kalle Rummenigge zur Super League: “Was jetzt diskutiert ist, ist eine Reform innerhalb der europäischen aktuellen Wettbewerbe. Wenn eine Reform kommt, kommt sie unter dem Dach der Uefa. Die Uefa wird sensibel damit umgehen müssen. Wenn man an dieser Statik etwas ändern will, muss man das mit unglaublicher Sensibilität vorantreiben. Ich weiß nicht, ob man etwas an der Statik verändern sollte, denn mit der Statik leben der Fan und die Klubs aktuell sehr gut. Die Initiative kommt nicht aus Deutschland, sie kommt aus dem Süden Europas. Wir sind nicht pro. Es wird aber die ein oder andere Kröte geben, die man schlucken muss, um das ganze zusammenzuhalten. Das wichtige ist, dass der deutsche Fußball zusammensteht. Die Frage am Ende des Tages ist, ob das deutsche Mitspracherecht so groß ist, dass sie das verhindern kann, was wir nicht wollen: Nämlich einen Schaden an den Bundesliga.”
Eine Super League ist nicht sofort eine Super League. Die Super League, deren Gründung das Magazin “Spiegel” im Herbst angekündigt hatte, wollte der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge keinesfalls gleichgesetzt wissen mit der Super League, die von der Uefa geplant ist. Die eine sei eine private Super League, die andere eine Reform vom Verband.
Sein Gesprächspartner Hans-Joachim Watzke vom BVB machte in der Talkrunde “Wontorra” nicht einmal den ernsten Versuch eines Versprechens, dass er den Verlockungen einer Super League mit all ihren Konsequenzen widerstehen könnte. Kein Europapokal am Wochenende, ja klar. Aber ausscheren, wenn alle anderen in Europa mitmachen: Ginge ja auch nicht.
Man wird sich also darauf einrichten müssen: Die Champions League als Super League für die besten europäischen Spitzenmannschaften kommt - nicht so radikal wie befürchtet, aber konsequenter als gewünscht. Man wird ein Trostpflaster für Klubs erfinden, die nicht zum Top-Level gehören, eine Art 2. Liga, und dann durchstarten. Notfalls auf Kosten der Bundesliga.
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Um in diesem Klub der Besten mithalten zu können, werden der FC Bayern und Borussia Dortmund alles an Personal akquirieren müssen, das in der Bundesliga zu haben ist. Das haben sie ja schon immer getan. Aber sobald das ganz große Geld zur Verfügung steht, wird man Angebote machen können, die kein Manager mit Verstand ablehnen kann.
An Thorgan Hazard ist jetzt zu beobachten, was das bedeutet. Sein Vertrag in Mönchengladbach läuft bis 2020, das heißt: Er dürfte erst Monate vor Vertragsende laut Statut kontaktiert werden - und nicht fast anderthalb Jahre vorher. Nun berichtet der Kicker, was auch Fever Pit'ch bestätigt bekam: Hazard und der BVB sind sich über einen Wechsel einig.
Gladbach-Manager Max Eberl bestätigte gestern auf der eigenen Website, dass sein belgischer Nationalspieler den Verein nach fünf Jahren verlassen will. Das macht man als abgebender Verein nur, wenn man keine Chance auf Vertragsverlängerung sieht und den Preis hochtreiben will - der BVB wird Konkurrenz bekommen und einen Rekordpreis zahlen müssen.
Rückschlag muss für den BVB kein Nachteil sein
Nicht anders wird es bei Timo Werner laufen. Gleiche Vertragssituation, gleiche Ausgangslage. Noch druckst Rummenigge herum, wenn er auf den Nationalstürmer von RB Leipzig angesprochen wird. Es ist aber wahlweise nur eine Frage der Zeit oder des Geldes, wann der nächste Haken auf der Wunschliste gesetzt ist. Timo Werner geht zu 95 Prozent zum FC Bayern.
Julian Brandt und Kai Havertz in Leverkusen, Maximilian Eggestein bei Werder Bremen, Nico Schulz bei TSG Hoffenheim, Luka Jović in Frankfurt - man ahnt schon, wo die Begierde hinführt, sobald die zwei großen Klubs ihre Geldquelle Super League ausschöpfen dürfen. Die übrigen Bundesliga-Klubs werden, man muss kein Prophet sein, an Klasse verlieren.
Heute Abend startet die Champions League ins Viertelfinale. Damit die Bayern und die Borussen wieder eine Chance haben, zum Kreis dieser acht besten Mannschaften von Europa zu gehören (der Name der Liga ist dabei wurscht), muss die Bundesliga einen verdammt hohen Preis zahlen. Man weiß nur noch nicht, wie hoch der Preis sein wird.
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BVB-Geschäftsführer Aki Watzke über eine Super League: “Wir werden nichts machen, was die Bundesliga schwächt. Wir wissen, wo wir herkommen. Du musst natürlich auch bereit sein, Kompromisse zu machen, aber die Wertschätzung der Bundesliga ist total da. Wir müssen für unseren deutschen Weg werben. Wir müssen aber auch erkennen, dass absoluten Topklubs in Spanien und Italien ein anderes Verhältnis zu ihrer Liga haben. Sie sind ökonomischer orientiert. Wir müssen trotzdem mit denen am Tisch sitzen. Am Ende ist es eine Mehrheitsentscheidung. Wir müssen für unsere Position kämpfen.”
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