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Deutschland, deine Blogger: Hier sind die zehn besten

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Seit 108 Ausgaben quäle ich mich fast täglich als Einzelkämpfer d
 

Fever Pit’ch

22. März · Ausgabe #109 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Seit 108 Ausgaben quäle ich mich fast täglich als Einzelkämpfer durch die Nacht, um das aktuelle Fußballgeschehen zu bewerten, einzuordnen und zu kommentieren. Ich weiß also um die Kraft, die ein professioneller Auftritt im Internet verlangt. Geld verdient man kaum damit. Es muss eine Sache sein, die von Herzen kommt. In ganz Deutschland gibt es Verrückte, die das tun.
Ihre Wirkung ist beträchtlich: Millionen von Fußballfans verschlingen, was unabhängige Köpfe mitzuteilen haben. Für mich erstaunlich ist: Es kommt nicht auf die Größe oder Klassenzugehörigkeit des Vereins an - sondern auf die Qualität derjenigen, die schreiben. Sonst ist nicht zu erklären, warum die Blogger von Kaiserslautern, 1860 München und Hamburger SV führend in Deutschland sind. Qualität setzt sich halt durch. Mir macht das Hoffnung.
Einen kreativen Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Deutschland, deine Blogger: Hier sind die zehn besten
Das offizielle Siegel von web-netz sports
Beide nennen sich Traditionsvereine und dümpeln so bemitleidenswert in den Niederungen des deutschen Fußballs, dass es einem das Herz bricht. Der 1. FC Kaiserslautern, der Heimatverein von Fritz Walter, liegt aktuell auf Platz sechs in der 3. Liga, der TSV 1860 München auf Platz neun.
Was die beiden Vereine den Neureichen im Profifußball voraushaben, ist offenbar die Zuneigung des Anhangs. Das Stadion mag, wenn es gegen die Sportfreunde Lotte oder SG Sonnenhof Großaspach geht, nicht besonders gefüllt sein. Die Liebe über die Stadtgrenze hinaus ist aber ungebrochen.
Die Lüneburger Online-Agentur “web-netz sports” untersucht jährlich die Blogs, die sich ausschließlich mit einem Verein beschäftigen. Und siehe da: Die Online-Auftritte zum 1. FC Kaiserslautern und zu 1860 München genießen den allergrößten Zuspruch. Größer als bei Bayern oder beim BVB.
Die Top 10 der Einzelkämpfer
In den Top 10 verzeichnet “Der Betze brennt” mit fast einer Million Visits einen Reichweiten-Anstieg von 25,1 Prozent und verteidigt den ersten Platz. “dieblaue24” hat ein bisschen Abstand, aber auf Platz zwei genügend Vorsprung auf das beste Erstliga-Angebot “Deichstube” (Werder Bremen).
Es ist offensichtlich: Die größten Reichweiten-Zuwächse erzielten die Blogs, die Podcasts ins Programm aufgenommen haben. “Podcasts sind die in meinen Augen perfekte Ergänzung zu Blogs”, so Daniel Sprügel von “Sports Maniac Podcasts”. “Podcasts zeichnen sich als Tiefenmedium aus.”
Natürlich haben Verlage inzwischen mitbekommen, dass ein Vertikal allein zu ihrem lokalen Verein Leser bindet. Das größte Fußballblog mit 1,6 Mio. Visits ist zum Beispiel “HSV24” von der Hamburger Morgenpost. Aber die Ressourcen, die dort verfügbar sind, verfälschen den Vergleich etwas.
Die Top 10 aller Fußballblogs
Die Agentur listet deshalb in einem eigenen Ranking alle Blogs, die keine Subdomain-Power genießen, sondern im Internet die eigenen Kräfte zu entwickeln haben. “Als Bestätigung für viel Herzblut-Investment sowie Professionalisierung”, wie es in der Begründung heißt.
Erstaunlicher ist nämlich, was Einzelkämpfer gestartet haben und später womöglich mit Gleichgesinnten zur Blüte führen. Das Hamburger Abendblatt wollte “Matz ab” nicht fortführen. Marcus Scholz startete sein eigenes Ding: “Rautenperle” liegt jetzt auf Platz sechs in den Top 10.
Die exakte Unterteilung, die Sonderfälle und Bewertungskriterien erklärt die Online-Agentur “web-netz sports” auf ihrer Website - hier klicken!
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Von Marco Mader
Aller Anfang ist schwer, das ist keine neue Erkenntnis. Und so durfte es nicht überraschen, dass auch der stark verjüngten deutschen Fußball-Nationalmannschaft ihr Aufbruch in die von Bundestrainer Joachim Löw ausgerufene “neue Zeitrechnung” nicht leicht fiel. Das 1:1 (0:1) gegen ein stark ersatzgeschwächtes Serbien zeigte erneut, dass es nur mit jungen Kräften nicht geht.
Misstrauen gegenüber dem Konstrukt
Und doch ist der Weg der personellen und stilistischen Erneuerung der richtige. Will Löw, wie von ihm selbstbewusst verkündet, schon bei der EM 2020 - nur zwei Jahre nach dem historischen WM-Desaster - wieder um den Titel mitspielen, muss er seine jungen Spieler ins kalte Wasser werfen. Auch auf die Gefahr hin, dass sich nicht jeder gleich freischwimmt.
Die Schlüsselfigur ist dabei jedoch kein Debütant auf dem Platz - sie sitzt weiter auf der Bank, trotz der jüngsten Misserfolge. Löw ist mehr denn je als Spieler-Entwickler gefordert. Er muss beweisen, dass er wie einst bei der WM 2010 oder beim Confed Cup 2017 eine neue Mannschaft formen, ihr einen eigenen Stil verordnen und einzelne Spieler besser machen kann.
Marco Reus legt die Tarnkappe ab
Viel Zeit hat er dafür nicht, zumal er seine Umbauarbeiten ab Sonntag mit dem Auftakt in den Niederlanden bei laufender EM-Qualifikation und damit unter Ergebnisdruck vornehmen muss. Das Duell mit dem Erzrivalen in Amsterdam wird zur frühen Reifeprüfung für die jungen Wilden - auch zur verfrühten? Bei einer Niederlage gegen ein erstarktes Oranje würde auch die Diskussion um Löw neu entfacht.
Marco Mader ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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