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DFB-Aus der drei Bayern-Stars: Kritik an Löw ist falsch

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Im Achtelfinale der Champions League haben bislang vier der sechs
 

Fever Pit’ch

6. März · Ausgabe #95 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Im Achtelfinale der Champions League haben bislang vier der sechs Duelle zwischen der Bundesliga und der Premier League stattgefunden. Es steht jetzt 0,5:3,5. Was genauso schlimm ist: Der Bundesliga gelangen in den vier Spielen nur zwei Tore, und das nur durch die beiden Strafstöße beim Spiel der Schalker gegen Manchester City. Sky-Kommentator Wolff Fuß erwähnte gestern Abend beim 0:1 von Borussia Dortmund gegen Tottenham Hotspur eine erschütternde Zahl: Der BVB habe zwar in den insgesamt 180 Spielminuten 11:6 Torschüsse erarbeitet - aber eben kein Tor erzielt. Dass Tottenham dagegen vier Treffer schoss, zeuge von “Kaltschnäuigkeit und Effizienz”. Waren das nicht mal deutsche Markenzeichen?
Einen sturmreifen Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

DFB-Aus der drei Bayern-Stars: Kritik an Löw ist falsch
Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng (v.l.). Fotos: Imago
Joachim Löws Bundestrainer-Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund läuft bis 2022. Er darf folglich nicht allein an die zwei Länderspiele Ende März (am 20. März gegen Serbien und am 24. März in den Niederlanden) und die EM-Qualifikation denken. Was von ihm erwartet wird: eine schlagkräftige Truppe bei der EM 2020 und noch mehr bei der WM 2022 in Katar.
Wenn er also den drei Bayern-Stars Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng unmissverständlich klarmacht, dass sie keine Zukunft in der Nationalmannschaft haben, darf er sich weder von einem Zwischenhoch beirren noch von der Lobbyarbeit in München beeindrucken lassen. Löw muss mittel- bis langfristig denken und planen. Das ist sein Job.
Es gibt nie einen passenden Zeitpunkt oder einen Knigge für Konsequenzen, die ein Neustart der Nationalmannschaft auslöst. Die Kritik am Rauswurf der drei Weltmeister greift deshalb ins Leere. Man hätte ihm immer vorgeworfen, dass er zu spät oder zu früh Personalien vollzieht, und von ihm einen besseren Umgang mit verdienten Nationalspielern eingefordert.
Keiner kann sich mehr sicher fühlen
Joachim Löw begibt sich auf dünnes Eis
Wenige Wochen nach der WM-Blamage im Sommer hatte Löw einigen von ihnen zu verstehen gegeben, dass sie ihren Zeitpunkt für den Abschied vom Team selbst bestimmen und ihren Rücktritt im gebührenden Rahmen erklären sollten. Diese Nationalspieler haben den Wink nicht verstanden oder verstehen wollen. Jetzt handelte der Bundestrainer.
Nach dem erneuten Desaster im Nations Cup konnte Löw die Lage nicht mehr so darstellen, als sei die WM-Blamage zuvor ein Betriebsunfall gewesen. Und man sollte nicht so tun, als käme die Entwicklung überraschend. Wer hat nicht über die Altersschwächen der beiden Innenverteidiger und die mangelhafte Durchschlagskraft des einstigen Volkshelden gemeckert?
Längst hat Niklas Süle den zwei Abwehrspielern Jerome Boateng und Mats Hummels den Stammplatz bei Bayern weggenommen. Inzwischen muss Thomas Müller einsehen, dass seine beste Zeit bei Bayern endlich ist. Zugegeben, der Bundestrainer hätte ihnen eine Hintertür offenhalten können. Aber wer wollte im Sommer nicht, dass Löw endlich durchgreift?
Joachim Löw geht voll auf Risiko
Der Neuanfang beginnt zu spät
Ein bisschen erinnern die Kritiken an jenen Zeitgenossen, der die Regierung mit den Worten an den Pranger stellte: “Zuerst machen sie keine Reform, und dann wollen sie auch noch das Rentensystem ändern.” Nein, man kann nicht einerseits Reformwillen von Joachim Löw verlangen und andererseits harte Entscheidungen zur Verjüngung der Nationalelf anprangern.
Boateng, Hummels und Müller sind über ihren Zenit. In drei Jahren, bei der WM in Katar, werden sie kaum besser sein als heute. Dass Löw nicht davor scheute, Stars abzuberufen, welche von Bayern zumal, drückt sowohl Entschlossenheit als auch Selbstüberzeugung aus. Er geht den unbequemen Weg, obwohl die Kritik an seinem Weg ganz sicher vorhersehbar war.
Von seiner Entscheidung hängt nicht weniger als sein eigener Ruf ab: Ob nämlich in der Nachbetrachtung seiner einzigartigen Trainerkarriere nicht nur die Momente im Sonnenschein erwähnt werden, sondern auch der Schatten, den die WM 2018 und ihre Folgeerscheinungen werfen. Man kann es nicht anders sagen: Joachim Löw geht volles Risiko.
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