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DFB-Pokal: Aufstand der 2. Liga - für einen Moment

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Ein bisschen Werbung muss sein: Heute erscheint zum ersten Mal ei
 

Fever Pit’ch

6. Februar · Ausgabe #71 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Ein bisschen Werbung muss sein: Heute erscheint zum ersten Mal eine Anzeige bei Fever Pit'ch, und ich freue mich, dass ich die Sache mit der Reklame so handhaben kann wie damals Fany Péchiodat bei ihrem berühmten Newsletter MyLittleParis. Werbung und Newsletter sollen bestenfalls zueinander passen, damit kein Leser böse überrascht ist. Ich jedenfalls hoffe auf Nachsicht. Vermutlich will heute sowieso jeder nur die Berichte zu den Pokalsensationen klicken.
Einen fesselnden Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

DFB-Pokal: Aufstand der 2. Liga - für einen Moment
Mindestens drei Zweitligisten erreichen das Viertelfinale im DFB-Pokal. So gut war die 2. Liga seit acht Jahren nicht. Schafft auch Holstein Kiel heute Abend die Pokalsensation zu Hause gegen den FC Augsburg, passiert sogar Historisches: Zuletzt war 2003/04 jeder zweite Klub im Viertelfinale ein Zweitligist. Die 2. Liga darf sich feiern - zumindest für einen Moment.
Freude in Heidenheim, bei Paderborn und in Hamburg: Drei Zweitligisten stehen sicher im Viertelfinale des DFB-Pokals. Ein vierter Klub kann heute Abend folgen. Alle Fotos: Imago
So schnitten die Zweitligisten in der Pokalgeschichte ab
Man kann daraus keinesfalls folgern, dass die Zweitligisten grundsätzlich besser als das Mittelmaß im Oberhaus sind. So fröhlich die Pokalsensationen beim Hamburger SV (1:0 gegen Nürnberg) und FC Heidenheim (2:1 gegen Leverkusen) ausfielen: Die Fakten sprechen gegen diese These. Man muss nur einen Blick auf die Relegationsspiele werfen.
Die Relegationsspiele sind am Saisonende der direkte Vergleich zwischen dem Drittletzten der ersten Liga und dem Drittbesten der zweiten Liga. Hier bekommt man ein unverfälschtes Bild über die Leistungsstärke der beiden Ligen. Der Modus mit Hin- und Rückspiel schaltet die Schwankung einer Tagesform, wie es im K.o.-Spiel des DFB-Pokals üblich ist, meistens aus.
In den vergangenen zehn Jahren sicherten acht von zehn Erstligisten den Klassenerhalt; allein Energie Cottbus 2009 (in Nürnberg) und Hertha BSC 2012 (in Düsseldorf) zogen den Kürzeren. Weil die Relegation zwischen zweiter und dritter Liga mit 3:7 umgekehrt ausging, kann man zum Schluss kommen: Der Unterschied zwischen Bundesliga und 2. Liga ist sehr groß.
Der Pokal hat seine eigenen Gesetze
Der Blick auf die TV-Gelder, die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) anhand eines komplizierten Säulenmodells verteilt werden, verrät schon eine Ursache: Die 36 DFL-Klubs leben in einer Zweiklassengesellschaft. Die Website Fernsehgelder.de kalkuliert nach jedem Spieltag, welche Summe jeder einzelne Klub aufgrund seines Tabellenstands bekäme.
Die Unterschiede sind dramatisch. Dortmund und Bayern kassieren laut Vergleichsrechnung um die 67 Mio. Euro. Union Berlin und der VfL Bochum dagegen, Aufstiegskandidaten in ewiger Lauerstellung, kommen auf eine Summe zwischen 13 und 16 Mio. Euro. Wie sollen die zwei gegen, sagen wir mal, VfB Stuttgart mit fast 40 Mio. Euro in der Relegation mithalten?
So lässt das System kaum Umwälzungen zu. Der Hamburger SV, voriges Jahr abgestiegen, geht mit der Aussicht auf 36 Mio. Euro in seine erste Zweitliga-Saison. Es ist doch ganz klar, dass er andere Voraussetzungen hat als zum Beispiel Heidenheim mit 12 Mio. Euro. Erreicht ein finanzschwacher Klub irgendwie die Relegation (Kiel 2018), geht er gegen Wolfsburg baden.
Hamburger SV wie ein Bundesligist!
Man erkennt schnell, dass die Abgrenzung der Zweiklassengesellschaft nicht durch die Liga-Zugehörigkeit definiert wird, sondern auf die erworbenen Anrechte auf ein größeres Stück des TV-Kuchens von über einer Milliarde Euro. Die erste Liga reicht bis in die 2. Liga hinein. Der FC St. Pauli bekommt nur ein Drittel von dem, was Bayern hat; Dresden nicht mal ein Sechstel.
Ist das System ungerecht? Vielleicht. Aber die Geldverteilung trägt zwei Prinzipien Rechnung. Erstens: Es werden die Vereine belohnt, die über Jahre gute Arbeit leisten und damit für Nachhaltigkeit, auch in der Nachwuchsarbeit, sorgen. Zweitens: Ein Verein, der mal absteigt, fällt nicht ins Bodenlose, sondern kann sich schneller vom Schock erholen.
Dafür nimmt man in Kauf, dass die finanzielle Verhältnisse kaum beweglich sind. Es gibt deshalb Stimmen, die sagen: Alle Klubs sollen dieselben Beträge erhalten, denn durch die Teilnahme am Europapokal kassieren die besten eh zusätzliches Geld. Die Idee hat sich nie durchgesetzt. Eine Debatte wäre die Idee wert. Immerhin bringt der Pokal ein paar Milliönchen.
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