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Die Bundesliga muss Borussia Dortmund dankbar sein

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Fever Pit’ch

21. Januar · Ausgabe #324 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

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Die Bundesliga muss Borussia Dortmund dankbar sein
"Deutschland hat wieder einen Superstar" "Deutschland hat wieder einen Superstar"
Von Tobias Holtkamp
Der Super-Einstand von “Heiland” Haaland wurde ausgiebig beschrieben. Was mir etwas zu kurz kam, war der Dank an Borussia Dortmund, dafür, dass sie diesen auch für ihre Verhältnisse gewaltigen Transfer getätigt haben. Nicht zuletzt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) mit ihrem Chef Christian Seifert muss dem BVB für dessen großen Mut dankbar sein, der in der Bundesliga hoffentlich Nachahmer findet.
So abgedroschen solche Sätze klingen, so viel Wahres steckt oft dahinter: Wer nicht entschlossen genug ist, Risiken einzugehen - und Borussia Dortmund ist mit dem Invest in Erling Haaland ein großes Risiko gegangen - der wird auch nichts Außergewöhnliches erreichen in seiner Welt.
Die Arbeit des BVB tut der Bundesliga gut 
Die Welt von Borussia Dortmund heißt Fußball. Doch sie gehört eben auch anderen, zum Teil noch Größeren und Stärkeren. Am 19-jährigen Norweger Haaland, der begehrtesten Aktie auf dem internationalen Transfermarkt, waren absolute Branchenführer wie Juventus Turin (Italien), Barcelona und Real (Spanien) oder eine Reihe englischer Vereine, allen voran Manchester United, interessiert. Auch der FC Bayern hatte sich nach den Konditionen für einen Haaland-Transfer erkundigt. RB Leipzig wollte ihn unbedingt.
Borussia Dortmunds neue Dimension Borussia Dortmunds neue Dimension
Der BVB stach sie alle aus. Weil sie Haaland und seinem Beraterteam aus Top-Vermittler Mino Raiola und Spielervater Alfie finanziell ein Wahnsinnsangebot machten, das selbst bei den Premier-League-Offerten mithalten konnte. Etwa 700.000 Euro Gehalt überweist der Verein nach SPORT1-Informationen dem Spieler pro Monat, der Vertrag läuft viereinhalb Jahre.
Doch Dortmund hatte noch andere Trümpfe, die Haaland am Ende überzeugten: Die Verantwortlichen erklärten ihm, welche Hauptrolle er spielen und wie die taktische Anordnung auf ihn ausgerichtet werden soll. Und sie überzeugten ihn von der Bundesliga als ideale Vorbereitung auf den Schritt zu einem XXL-Klub. Die Namen Lewandowski, Aubameyang, Pulisic und Sancho fielen. Sie alle reiften in Dortmund zu internationalen Stars.
Aus dem Torjäger-Duell wird jetzt ein Triell Aus dem Torjäger-Duell wird jetzt ein Triell
Die Arbeit des BVB tut der Bundesliga wahnsinnig gut. Denn sie hat Strahlkraft. Zum einen hat Deutschlands wichtigste Spielklasse wieder einen Superstar, der das Interesse aller Fußball-Fans, eben auch international, auf sich zieht. Haalands herausragende Champions League-Leistungen im vergangenen Herbst, acht Tore in sechs Spielen für Salzburg, haben weltweit für Aufsehen gesorgt. Zum anderen hat sich der maximal Umschwärmte, nach intensiver Vorbereitung des BVB-Managements, eben auch bewusst für die Bundesliga entschieden.
Man muss etwas wagen, um etwas zu gewinnen
Haaland wertet die Bundesliga in einer für die DFL extrem wichtigen Phase auf. In diesem Frühjahr werden die Übertragungsrechte für die Jahre 2021 bis 2025 verkauft. Jedes bekannte Gesicht ist willkommen, jeder neue Star macht die Liga bekannter und treibt den Preis. Und Haaland wird dem wichtigsten DFL-Produkt die nächsten zwei bis drei Jahre garantierte Aufmerksamkeit bringen, viel mehr als die Hakimis oder Upamecanos, die in Europa zwar genauso begehrt, aber eben keine Tor-Helden sind, deren Trikots sich fast von alleine verkaufen.
Handzeichen verraten seine Klasse Handzeichen verraten seine Klasse
Auf dem DFL-Neujahrsempfang zuletzt in Offenbach unterstrich Seifert noch einmal die beachtliche Bedeutung der bevorstehenden Rechtevergabe - gerade für die Vereine. “Die Weichen für die Zukunft” werden gestellt in den nächsten Monaten, das begonnene Jahr sei “richtungsweisend”. Der außergewöhnliche Dortmunder Winter-Transfer spielt ihm voll in die Karten.
Geht das gut mit Haaland, schlägt er so ein wie nach dem ersten Hattrick nicht mehr nur die Insider erwarten, profitieren alle. Und die Hoffnung, dass die risikobereite Entscheidung des BVB Signalwirkung auch auf andere Klubs hätte, wäre größer denn je. Ist ja nicht neu, gerät aber oft in Vergessenheit: Man muss schon etwas wagen, um am Ende auch zu gewinnen…
Tobias Holtkamp ist Chefkolumnist bei SPORT1
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Niemand kann in die Zukunft blicken, aber die Bundesliga ist momentan eine sehr vielversprechende Angelegenheit. Gäbe sie Aktien heraus, würden Analysten eine klare Kaufempfehlung abgeben. Beim Rückrundenstart am Wochenende haben Bayern, Dortmund, Leipzig und Co. einmal mehr unter Beweis gestellt, dass die deutsche Liga momentan einen höheren Unterhaltungswert besitzt als die internationale Konkurrenz in England, Spanien und Italien. Klar, dort wird in der Spitze immer noch besserer Fußball gespielt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Nehmen wir England. Natürlich sind wir alle davon fasziniert, wie Jürgen Klopp die Premier League im Würgegriff hält. Aber Sport lebt von Spannung. Ist es spannend, wenn die Fans der Reds davon träumen können, bereits im März (!) die Meisterschaft zu feiern? Liverpool steht, bei einem Spiel weniger, 16 Punkte vor Platz zwei! Also eigentlich 19.
FC Liverpool plant Angebot für Timo Werner
Und dann Spanien. In den vergangenen 15 Jahren hieß in der Primera Division der Meister bis auf ein einziges Mal Real Madrid oder FC Barcelona. Und jetzt, nach der Abreise von Cristiano Ronaldo, ist obendrein eine Riesenlücke entstanden, die keiner schließt. La Liga fehlt ein zweiter Superheld: Lionel Messi ist eben nur die Hälfte wert, wenn er keinen Widersacher findet.
Ronaldo glänzt jetzt in Italien, aber das interessiert dort niemanden. Die Arenen waren auch am vergangenen Wochenende halbleer, die Serie A hat eine blamable Stadionauslastung von 68 Prozent. Selbst als Superstar Zlatan Ibrahimovic kürzlich sein Comeback in Europa feierte, kamen gerade mal 58.000 Menschen zum Heimspiel des AC Mailand – in San Siro blieben also sage und schreibe 22.000 Plätze leer. Das haben ein FC Bayern oder Borussia Dortmund gefühlt seit Jahrzehnten nicht hinbekommen.
FC Bayern: Thomas Müllers kleine Kampfansage
Nein, in Deutschland ist der Zustrom ungebrochen. Vergangene Saison betrug die Stadionauslastung in der Bundesliga 89 Prozent, diese Saison sind es bisher sogar 92 Prozent. Und warum? Weil die Liga liefert: Die Titel-Konkurrenz ist aufgewacht, die Monarchie endlich abgeschafft und der FC Bayern nur noch ein handelsüblicher Verfolger. Seit Manager Uli Hoeneß sich zurückgezogen hat, kriegen die Münchner auch nicht mehr alle Spieler nach Wunsch, wie die Fälle Timo Werner (fand Leipzig spannender) und Erling Haaland (ging lieber nach Dortmund) beweisen, die Sportchef Hasan Salihamidzic schlicht verschlafen hat.
Dessen Versagen tut, so seltsam das klingen mag, der Liga gut. Es geschieht nun das beste, was ihr passieren konnte: Oben zeichnet sich ein Dreikampf zwischen FC Bayern, RB Nagelsmann und Borussia Haaland ab, unten tobt ein spannender Überlebenskampf – und im Europapokal ist Deutschland endlich mal wieder fast gleichauf mit den Spaniern und den Engländern.
Wenn jetzt noch die deutschen Schiedsrichter und Bundestrainer Joachim Löw ihre Probleme in den Griff bekommen, stehen dem deutschen Fußball neue Goldene Zeiten bevor.
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