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Die Wahrheit über Borussia Dortmund - in Zahlen

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Über Alemannia Aachen, den Verein meiner Heimat, stand gestern in
 

Fever Pit’ch

1. März · Ausgabe #91 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Über Alemannia Aachen, den Verein meiner Heimat, stand gestern in den Aachener Nachrichten zu lesen: “Eine Mannschaft beschließt zusammen zu bleiben”. Der Traditionsverein, 1969 Vizemeister hinter Bayern München, möchte nächste Saison endlich aus der Regionalliga in die 3. Liga aufsteigen.
Die Nachrichten über den Traditionsklub 1. FC Kaiserslautern, den Stammverein von Fritz Walter, sind weniger optimistisch: “Die Stadt plant Stadion ohne Lautern”, so Bild. Die Insolvenz drohe.
Beide Meldungen haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Außer: Es tut sehr, sehr weh zu lesen, wie bescheiden beide Klubs und noch viele andere Traditionsvereine in Deutschland werden mussten.
Einen traditionsbewussten Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Die Wahrheit über Borussia Dortmund - in Zahlen
Da atmet ganz Dortmund auf: Marco Reus trainiert wieder. Foto: Imago/DeFodi
Borussia Dortmund spielt mit 54 Punkten aus 23 Spielen die zweitbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Mit der gleichen Zwischenbilanz unter Trainer Thomas Tuchel 2015/16 verpasste der BVB am Ende die neunte Meisterschaft (Platz 2). In der Meistersaison 2010/11 dagegen war es nach 23 Spieltagen nur ein Zähler mehr; der Durchmarsch gelang.
Jeder Punktverlust in den restlichen elf Spielen kann für das Titelrennen also entscheidend sein. Immerhin darf Borussia Dortmund heute Abend beim Auswärtsspiel in Augsburg vorlegen und den Vorsprung auf sechs Punkten vorübergehend ausbauen. Dann stünde der Verfolger FC Bayern am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach in der Bringschuld.
Damit die Rechnung aufgeht, tut Borussia Dortmund alles dafür, dass der Torjäger nicht nur rechtzeitig, sondern auf Dauer fit wird: Marco Reus macht den Unterschied, wie die neuesten Zahlen des Daten-Spezialisten Opta in München aufzeigen: Mit Reus in der Startaufstellung schießt der BVB im Schnitt ein Tor mehr als ohne ihn.
Matthias Sammer attestiert BVB noch "Unreife"
In 19 Bundesliga-Spielen mit Reus schoss Dortmund im Schnitt 2,6 Tore, in vier Begegnungen ohne ihn 1,8. Seit Sommer 2017 schied der BVB in fünf Wettbewerben vorzeitig aus. Jedesmal fehlte Reus ganz (Supercup, Champions League und DFB-Pokal 2017/18) oder in der entscheidenden zweiten Spielhälfte (Europa League 2017/18 und DFB-Pokal 2018/19).
Kurios ist das Ergebnis der Zahlen-Analyse, weil die Abhängigkeit von Reus beim Toreschießen gar nicht so groß ist, wie man annimmt. Mit Dan-Axel Zagadou traf beim 3:2 gegen Leverkusen der 18. Torschütze diese Saison. Das ist Liga-Spitze und Vereinsrekord. Nur zwei weitere Torschützen mehr, und der BVB knackt den Liga-Rekord von Werder Bremen 2007/08.
„Marco Reus überzeugt im Spiel nach vorne, mit seiner Torgefährlichkeit, Geschwindigkeit, in den tiefen Läufen, um Räume zu schaffen. Mir hat aber auch seine Qualität gegen den Ball unglaublich gut gefallen. Hier hat er Instinkt entwickelt. In der aktuellen Struktur von Borussia Dortmund, wenn sie diesen Spielertypus im offensiven Bereich verlieren, haben sie keinen spielerischen Ersatz. Er ist zudem Kapitän und hat in seiner Persönlichkeit eine Entwicklung genommen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Deshalb ist er für diese Mannschaft elementar wichtig.“ Matthias Sammer
Matthias Sammer hat folglich recht, wenn er bei Eurosport sagt: Reus sei zwar immer für seine Offensiv-Leistung gelobt worden, aber seine Qualität liege darin, “auch bei einer Führung im vorderen Bereich gegen den Ball zu attackieren”. Sein Pressing strahle ein Sieger-Gen aus. Ohne ihn sei vorne eine Passivität zu beobachten, die sich bis in die Abwehrreihe fortsetze.
Auf diese Nuancen kommt es an. Knapp sind die Spiele meistens. BVB-Fans sind Zittern gewohnt: Neun der 16 Saisonsiege holte der BVB mit nur einem Tor Unterschied – souveräne Siege sind die Ausnahme. In Deutschlands Profi-Ligen fuhr in dieser Saison allein der Zweitliga-Tabellenführer Hamburger SV mehr knappe Siege ein (zehn) als Borussia Dortmund.
Ohne Schmelzer nach Augsburg, aber mit Reus
Joker stechen nicht mehr: Im Hinblick auf die knappen Ergebnisse könnten die ausbleibenden Joker-Tore im weiteren Saisonverlauf noch zum Problem werden. Zwar sind die 14 Dortmunder Tore durch Einwechselspieler in dieser Bundesliga-Saison Liga-Höchstwert – allerdings traf seit dem 16. Spieltag (Alcacer in Düsseldorf) kein Dortmunder Joker mehr.
Ähnlich schwer wie der Ausfall von Reus wiegt in Dortmund ein Ausfall der Innenverteidiger Manuel Akanji und Dan-Axel Zagadou. Beim Sieg gegen Leverkusen bildeten die beiden erstmals seit dem 12. Spieltag wieder das Abwehrzentrum und hielten ihre makellose Bilanz aufrecht: Mit dem Duo Akanji/Zagadou gewann der BVB 2018/19 alle sieben Bundesliga-Spiele.
Der Vorsprung auf Bayern schmolz zwar auf drei Punkte. Verzagen müssen die Dortmunder nicht. Vergleicht man Hin- und Rückrunde, hat der BVB nach sechs Spielen nur zwei Punkte weniger auf dem Konto (12) als in der Hinserie (14). Der große Unterschied: Bayern holte in der gleichen Zeit drei mehr (15) statt wie in der Hinrunde einen Zähler weniger (13) als der BVB.
Mit Sieg in Augsburg den Spieß umdrehen
Heute im Fernsehen
20.30 Uhr, Eurosport Player: Bundesliga, FC Augsburg - Borussia Dortmund
Kooperationspartner
Pit Gottschalk
Titefstapelei oder realistische Einschätzung zum #BVB? @bvb #fcabvb https://t.co/DUuaP6cIJG
9:38 AM - 28 Feb 2019
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