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Dortmund: Lucien Favre hilft nur ein Befreiungsschlag

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die spannendste Frage wird heute wohl sein: Spielt Thomas Müller
 

Fever Pit’ch

19. Oktober · Ausgabe #263 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die spannendste Frage wird heute wohl sein: Spielt Thomas Müller von Anfang an? Sein Trainer Niko Kovac hat diese Woche eingeräumt, dass er die falschen Worte wählte, um die Zukunftsperspektive beim FC Bayern aufzuzeigen. Kovac will Müller nicht “zur Not” und “ein paar Minuten” einsetzen, wie er gesagt hat, sondern… ja, wie denn?
Lässt er Müller spielen, heißt es: Er ist eingeknickt. Lässt er Müller draußen, folgt die Interpretation: Er zieht sein Ding doch durch. Niko Kovac hat das Dilemma sofort erkannt und gemeint: Ein Trainer könne nichts richtig, aber alles falsch machen. So ist das wohl, wenn man Trainer des FC Bayern ist. Man kann’s niemandem recht machen. Warten wir mal ab, ob Müller spielt.
Einen empfindlichen Samstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Dortmund: Lucien Favre hilft nur ein Befreiungsschlag
Die Zweifel am BVB-Trainer wachsen Die Zweifel am BVB-Trainer wachsen
Von Pit Gottschalk
Man möchte den Worten von Sebastian Kehl glauben, dass Borussia Dortmund intern keine Trainerdiskussion führt. Der Leiter der Lizenzspieler-Abteilung des BVB wird für seine Aufrichtigkeit sehr geschätzt. Und trotzdem sind Zweifel angebracht.
Nehmen wir mal an, Borussia Dortmund würde Trainer Lucien Favre doch infrage stellen: Würde Sebastian Kehl das zugeben? Sicherlich nicht. Er täte alles, um die Trainerfrage vor dem wegweisenden Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach kaltzustellen.
Oder nehmen wir mal an, Kehl hätte recht: keine Trainerdiskussion in Dortmund. Wäre es nicht fahrlässig, nach dem überraschenden Absturz auf Platz acht und nach deprimierenden Leistungen auf dem Rasen die Leistungen des Trainers nicht infrage zu stellen?
"BVB führt keine Trainerdiskussion" "BVB führt keine Trainerdiskussion"
Die Mängelliste von Favre ist erheblich: der verlorene Vorsprung auf Bayern München vorige Saison, sein Zaudern bei taktischen Entscheidungen, der miese Saisonstart, die indiskutable Spielweise, die vergebenen Führungen in drei Bundesliga-Spielen, die 2:2 endeten.
Man muss Kehls Einlassung deshalb als weiteren Versuch werten, auf Zeit zu spielen. Borussia Dortmund hofft, dass irgendwie alles wieder gut wird und die Rendite aus dem Investment von 125 Mio. Euro für neue Spieler fließt. Zeit aber hat Favre nicht.
Schon heute, beim Heimspiel gegen den Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach, muss seine Mannschaft zeigen, dass die artikulierten Ansprüche der BVB-Führung auf die Meisterschaft kein leeres Gerede waren. Der Trainer hat Ergebnisse zu liefern.
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Das mag in einem Verein, der “Echte Liebe” propagiert, brutal im Umgang miteinander klingen. Aber eines muss Favre klar sei : Im Mittelmaß lässt Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke seinen BVB ganz bestimmt nicht abdriften.
Im Schnitt 1,6 Gegentore kann sich keine Spitzenmannschaft leisten, die unbedingt in die Champions League will. Hier liegt die Messlatte: Solange Borussia Dortmund in der Nähe der Königsklasse bleibt, sind Schwächephasen relativ und begründbar.
Favre sollte sich nur nicht darauf verlassen, dass er die Zeit, die er immer wieder zum Arbeiten fordert, bekommt. Bis Weihnachten bleibt ihm noch genügend Gelegenheit, seine Finesse in Punkte umzuwandeln. Er sollte besser schon heute damit loslegen.
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