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Drei auf einen Streich: Endlich Jugendstil in Deutschland

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Endlich ist der Durchbruch geschafft: Sky und DAZN werden kooperi
 

Fever Pit’ch

16. November · Ausgabe #12 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Endlich ist der Durchbruch geschafft: Sky und DAZN werden kooperieren und ihre Fußballrechte endlich auf einer gemeinsamen Plattform zeigen. Das ist einerseits eine gute Nachricht für alle Fans, die nicht ständig zwischen zwei Ausstrahlungsmethoden switchen wollen und dabei manchmal nicht wissen, wo eigentlich wann und wie die Champions League läuft und welche Fernbedienung notwendig ist. Andererseits kann und darf der überraschende Deal nur der Anfang sein: Auch mit Eurosport sollte Sky irgendwann eine Vereinbarung hinbekommen, damit die Bundesliga-Übertragung über ein einziges Gerät am Fernsehgerät läuft. Das kann doch nicht so schwer sein! Ein ständiger Wechsel zwischen den verschiedenen Endgeräten mag für Technik-Freunde ein Vergnügen sein. Nach über einem Jahr Erfahrung maße ich mir ein Urteil im Namen vieler Fußballfans an: Ein Spaß ist das ganz sicher nicht.
Euer Pit Gottschalk

Drei auf einen Streich: Jugendstil in Deutschland
Der höchste Sieg des Jahres! Begeisternder Fußball! Souverän! So ein 3:0 gegen Russland lockert nicht nur die Laune bei den Nationalspielern, die endlich wieder einen hohen Sieg feiern durften, sondern auch die Finger derjenigen, die eine Meinung zu diesem Erfolg zu schreiben haben. Die Frage ist: Was ist so ein Sieg in einem Freundschaftsspiel wert?
Um ehrlich zu sein: nicht viel. Früher, also vor gut einem Jahr, hätte man das Resultat als Pflichtsieg zur Kenntnis genommen und den Blick sofort zum nächsten Spiel gerichtet. Heute, eine WM-Blamage und zwei Pleiten in der Nations League später, ist man so bescheiden, dass man als Journalist grundsätzliche Erkenntnisgewinne im Ergebnis sucht.
Fangen wir beim Positiven an:
  • Die Jungen setzen sich durch. Es ist hoffentlich kein Zufall, dass Leroy Sané (22), Serge Gnabry (23) und Niklas Süle (23) die drei Tore erzielten - ihnen gehört die Zukunft in der Nationalmannschaft.
  • Zwar hat Bundestrainer Joachim Löw keinen klassischen Mittelstürmer, aber doch einen Angriff, der mehr als zwei Tore schießen kann. Erstmals in diesem Jahr waren es drei.
  • Dass die Nationalspieler in der ersten Halbzeit die Vorentscheidung suchten und keine Sicherheit durch vorsichtiges Herantasten, zeigt nur: Man will dem Publikum Tempo-Fußball zeigen.
Dummerweise muss man das Aber nachlegen:
  • Dass der Gegner von acht Schüssen nicht einen einzigen auf das deutsche Tor brachte, zeigt die Harmlosigkeit von Russland.
  • Aus fast 70 Prozent Ballbesitz resultierten nur die drei Tore in der ersten Halbzeit. Nach der Pause kam nicht mehr viel.
  • Auch wenn drei Tore Jahresrekord sind: Aus neun Schüssen innerhalb des Strafraums müssten mehr Treffer entstehen.
  • Die Passgenauigkeit von 92 Prozent in der eigenen Spielhälfte ist ein Indiz, dass der Ball lieber quer als riskant verteilt wurde.
Unterm Strich darf und muss man zufrieden sein. Aber halt auch nicht mehr. Was zählt, ist das Holland-Spiel am Montag in der Nations League und nicht die Generalprobe gegen einen überforderten Sparringspartner.
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