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Eintracht Frankfurt: Fan-Zoff trübt Europacup-Freude

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die erste Runde ging ganz klar an die Premier League: Im Duell mi
 

Fever Pit’ch

22. Februar · Ausgabe #85 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die erste Runde ging ganz klar an die Premier League: Im Duell mit der deutschen Bundesliga gewannen die Engländer in drei Achtelfinal-Hinspielen der Champions League zwei Spiele und duldeten nur ein Unentschieden. Das Torverhältnis: 6:2.
Nächste Woche würde ich gerne alle Argumente sammeln und aufzählen, was im direkten Vergleich für die Premier League spricht und was für die Bundesliga: Welche Liga ist besser? Schickt mir gerne eure Meinung. Bekommen wir die Pro- und Contra-Liste gemeinsam hin?
Einen zählbaren Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Eintracht Frankfurt: Fan-Zoff trübt Europacup-Freude
Zum Anhören nur das Foto anklicken (Foto: Imago)
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Polizei-Ärger! Choreografie von Eintracht Frankfurt abgesagt
Die historische Leistung von Eintracht Frankfurt hat es eigentlich verdient, in den Vordergrund gestellt zu werden. Also die gute Nachricht vorneweg: 4:1 gegen Schachtar Donzek - der DFB-Pokalsieger erreicht in einem packenden Rückspiel das Achtelfinale der Europa League souverän. Ganz Frankfurt feiert diesen Triumph euphorisch.
Eintracht Frankfurt spielt jetzt seit zwei Jahren auf einem verhältnismäßig hohen Niveau Fußball. Sportvorstand Fredi Bobic hat aus einer grauen Maus eine für den Europapokal taugliche Mannschaft zusammengestellt und nach Niko Kovac in Adi Hütter den zweiten guten Trainer gefunden. Es ist schade, dass nicht allein darüber in Frankfurt geredet werden muss.
Dummerweise wird die Freude getrübt, und das ausgerechnet von einem, der sich erstens Präsident nennt und zweitens völlig verantwortungslos eine Eskalation zwischen Polizei und Eintracht-Fans ausgelöst hat. Er heißt Peter Fischer und versteht bis heute nicht, was er mit seinem unüberlegten Interview bei DAZN angerichtet hat. Hier ist das Interview im Wortlaut:
DAZN DE
Eintracht Präsident Fischer ist on fire 😂 https://t.co/AOnYOVkHK7
6:04 PM - 20 Feb 2019
Der Eintracht-Präsident hatte dem Sender ein, so wörtlich, “Stadion, das brennt”, versprochen. Die Fernsehlichter würden im Nebel verschwinden, sagte er noch. Die Polizei in Frankfurt befürchtete daraufhin Schlimmstes: Pyrotechnik ist, was die Ultra-Fans bestreiten, gefährlich und deshalb in einem Fußballstadion ausdrücklich verboten.
Wenn also ein hochrangiger Vereinsvertreter nicht nur alle Warnungen ignoriert, sondern sogar zur Ordnungswidrigkeit anstiftet, ist das doppelt dumm. Mit seiner Anbiederung an die lautstarke Minderheit im Stadion konterkariert Fischer alle Bemühungen in der Bundesliga, entweder ein Verständnis oder einen Kompromiss bei den Ultra-Fans zu erreichen.
Erst kürzlich hatte Bernd Hoffmann, der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, seine Kollegen landesweit brüskiert, als er Pyrotechnik als unvermeidbar dargestellt hat; man müsse Bengalisches Feuer hinnehmen. Betreten schwieg der Rest der Liga. Deutlicher kann man seine Schwäche bei der Durchsetzung von Verhaltensregeln im Stadion nicht aufzeigen.
"Wir versuchen, chirurgisch vorzugehen"
Denn mit derselben Begründung, dass Pyrotechnik eben unvermeidlich zum Stadionbesuch gehört, kann man auch freie Fahrt bei roten Ampeln fordern: Es wird immer Autofahrer geben, die bei Rot durchbrettern - warum sollen es dann nicht alle dürfen? Peter Fischer hätte gut daran getan, seine kaum zu überhörende Euphorie nicht in einen Aufruf zum Abfackeln zu steigern.
“Im Wodka trinken schlägt mich kein Ukrainer.” Peter Fischer
Natürlich muss beim ständigen Pyro-Ärger ein Kompromiss her. Inzwischen gibt es technische Lösungen, die das Bedürfnis nach Partystimmung auf der einen und nach Sicherheit im Stadion auf der anderen Seite befriedigen. Nun hat es Fischer zu verantworten, dass die Frankfurter Polizei, weil sie in ihrer Reaktion übertrieb, plötzlich öffentlich in Erklärungsnot gerät.
Wenn er das alles nicht so gemeint hat, dann, ganz ehrlich, ist er der falsche Mann am falschen Ort. Dann hat der Eintracht-Präsident nicht begriffen, dass zwei Gläschen Wodka trinken, wie es das im Hinspiel getan hat, nicht allein zu seinem Aufgabenbereich gehört. Moderieren und motivieren, repräsentieren und mäßigen soll er. Und keinen Unsinn erzählen.
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