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Er ist wieder da: Peter Bosz in Leverkusen

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Heute ist Heiligabend. Der letzte Erscheinungstag von Fever Pit'c
 

Fever Pit’ch

24. Dezember · Ausgabe #44 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Heute ist Heiligabend. Der letzte Erscheinungstag von Fever Pit'ch in diesem Jahr. Ich mache jetzt ein paar Tage frei, analysiere die ersten acht Wochen des Newsletters und kehre Anfang 2019 mit doppelter Motivation zurück. Wer meine Kunstpause mit Ideen oder Vorschlägen bereichern will: Nur her damit! Ansonsten hören wir wieder im Januar voneinander.
Ich danke für das Vertrauen und das Lob, das ich seit 44 Newsletter-Ausgaben erfahre, und wünsche wunderschöne und vor allem erholsame Feiertage. Bleibt gesund!
Euer Pit Gottschalk

Er ist wieder da
Peter Bosz, Ex-Trainer von Borussia Dortmund. Foto: Imago/Sven Simon
Peter Bosz zurück in der Bundesliga: Macht er's diesmal besser?
Nun also doch: die zweite Trainer-Entlassung der Saison. Bayer Leverkusen stellt sich neu auf: Heiko Herrlich geht, Peter Bosz kommt. Die wichtigste Personalentscheidung des Werksklubs ist in vierfacher Hinsicht stilbildend für die Liga. Besser kann man einen Trainerwechsel nicht vollziehen.
Erstens: Zu Saisonbeginn, als Bayer Leverkusen mit drei Niederlagen startete, und im Oktober, als die Mannschaft weiterhin schwächelte, stand Sportchef Rudi Völler wie eine Eins hinter dem Trainer und legte sich sogar mit Sky-Moderator Patrick Wasserziehr an, um Heiko Herrlich zu schützen.
Zweitens: Man hatte Herrlich Zeit gegeben. Und das, obwohl in der Vorsaison Bedenken entstanden waren, als er am Saisonende sowohl das Pokalhalbfinale gegen Bayern als auch die Champions-League-Qualifikation taktisch verzockte. Seine Entlassung war also kein Schnellschuss.
Heiko Herrlich: Die härteste Entlassung der Liga
Drittens: Es ist nur folgerichtig, dass zwei Siege in Folge nicht die Meinung über die Notwendigkeit eines Trainerwechsels änderten. Bayer Leverkusen hat sich für einen Schnitt zur Winterpause entschieden, damit Nachfolger Peter Bosz die Rückrunde in Ruhe vorbereitet und nicht überstürzt.
Viertens: Dass die Bekanntgabe der Personalie Peter Bosz zeitgleich wie die Entlassung von Heiko Herrlich erfolgte, beweist eine gute Vorbereitung auf den Tag X. Es wäre fahrlässig gewesen, erst dann mit der Trainersuche zu beginnen, wenn die Entlassung vollzogen ist.
Deshalb hat sich Rudi Völler unter der Woche auch so am Mikrofon von Sky-Reporter Marcus Lindemann gewunden und unbeabsichtigt das wohl skurillste TV-Interview des Jahres abgeliefert. Er wusste ja, was das kommende Wochenende noch bringen sollte.
Im O-Ton: Rudi Völler zur Trainerentlassung
Spannend wird ohnehin, was Peter Bosz in Leverkusen abliefert (Vertrag bis 2020). Der Klub, der ihn schon vor anderthalb Jahren holen wollte, verschickte den üblichen Vorschusslorbeer. Der Trainerwechsel wird die erste Bewährungsprobe für den neuen Sportdirektor Simon Rolfes.
Er sagte gestern: “Peter Bosz hat immer eine besondere Passion mit jungen Spielern gezeigt. Er passt auch deswegen hervorragend zu uns, denn wir setzen darauf, hochtalentierte Nachwuchskräfte weiterzuentwickeln und auf Topniveau zu heben.”
Bei solchen Worten zucken sie in Dortmund zusammen. Einerseits ist Bosz (a) ein umgänglicher und höflicher Mitmensch, der (b) tatsächlich eine eigene wie attraktive Spielphilosophie mit Talenten verfolgt. Andererseits gilt der Niederländer als betont beratungsresistent.
“Während wir gewonnen haben, habe ich nie ein sicheres Gefühl gehabt. Das war immer fragil.” Aki Watzke über Peter Bosz 
Seine Startphase mit BVB konnte nicht besser laufen. Mit seiner offensiven Spielweise begeisterte Bosz nicht nur das Publikum, sondern erspielte auch 2017/18 die Tabellenführung mit fünf Punkten Vorsprung auf den FC Bayern. Die Probleme begannen, als sein Code geknackt wurde.
Das geschah beim 2:4 in Hannover. Mit einfachsten Gegenangriffen wurde der Bosz-Stil konterkariert. Der Bosz-Stil funktioniert nur, wenn alle Spieler zu 100 Prozent von den taktischen Vorgaben überzeugt sind. Das waren sie beim BVB nicht. Ihnen fehlte die notwendige Absicherung. Das Urvertrauen.
Peter Bosz und Leverkusen: Liebe auf den zweiten Blick
Zu spät lenkte Peter Bosz ein und änderte seine Konzeption. Spielaufbau, Raum- und Ballverteilung, Defensivverhalten: Wenn man das als Trainer alles ändert, steht das Verhältnis zur Mannschaft auf Messers Schneide. Kann sein, dass sie dankbar ist. Oder dann noch weniger Vertrauen hat.
Jedenfalls: Noch in der Hinrunde musste Bosz gehen, damit ein Trainer kommt (Peter Stöger), der zwar keinen attraktiven Fußball spielen lässt, aber mit konservativen Mitteln die Qualifikation zur Champions League schafft. Ein böses Wort wurde über Peter Bosz nie verloren.
Für den Niederländer, der bei Ajax Amsterdam einen Punkteschnitt von 2,13 und bei Borussia Dortmund von 1,25 holte, ist Bayer Leverkusen die zweite und vermutlich letzte Chance in der Bundesliga. So oder so, das wird eine spannende Rückrunde. Nicht nur in Leverkusen.
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