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Fan-Randale: Eintracht Frankfurt verdient die Uefa-Strafe

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Mit Udo Muras, Fußballhistoriker aus Frankfurt/Main, haben wir in
 

Fever Pit’ch

18. Oktober · Ausgabe #262 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Mit Udo Muras, Fußballhistoriker aus Frankfurt/Main, haben wir in unserem Podcast fünf Länderspiele gesucht, die jeder Fußballfan gesehen haben sollte. Am Ende kamen wir auf sieben, von 1954 bis 2014, darunter welche, deren Auswahl vielleicht überrascht. Wir waren uns sicher: Wir könnten locker die zehn vollmachen. Die Aufgabe aber möchte ich an die Leser weiterreichen: Welche Länderspiele sind euch im Gedächtnis geblieben?
Zugegeben, das ist ein Trick, um euch in den Podcast zu locken. Aber der lohnt sich heute besonders. Von Udo Muras lernt man, warum der DFB in seinen ersten 20 Jahren keine Trainerdiskussion hatte (und wer stattdessen die Mannschaft aufstellte), warum erst ein einziger Bundestrainer in 119 Jahren gefeuert wurde (wir liefern den Namen) und warum ein angebliches Besäufnis vor einem Russland-Spiel nur ein Mythos war (okay, lange her).
Einen bewanderten Freitag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Fan-Randale: Eintracht Frankfurt verdient Uefa-Strafe
Europa League: In Lüttich und London ohne eigene Fans Europa League: In Lüttich und London ohne eigene Fans
Von Pit Gottschalk
Mit seinem Konter Richtung Uefa war Axel Hellmann schnell bei der Hand. Die Strafe gegen Eintracht Frankfurt war kaum ausgesprochen, als das Vorstandsmitglied eine Überprüfung ankündigte. In der Europa League zwei Auswärtsspiele ohne Fans: Das hat der Verein nun davon, dass er so viel Verständnis für die Machenschaften auf den Fantribünen zeigt.
Es gibt nicht nur die einen Eintracht-Fans, die mit ihren sensationellen Choreografien ganz Europa verzückt und die Mannschaft voriges Jahr bis ins Halbfinale der Europa League trug. Es gibt auch jene, die das Stadion in Brand setzen und Handgreiflichkeiten wagen. Dass die Uefa jetzt die Geduld verlor, müssen sich die Eintracht-Bosse selbst zuschreiben.
Wer zulässt, dass Eintracht-Präsident Peter Fischer ungestraft ankündigt, dass “das Stadion brennen” wird, und hinterher sogar fadenscheinige Parolen gegen polizeiliche Gegenmaßnahmen raushaut, bekommt irgendwann seine Quittung. Always Ultras: Wieder müssen die wahren Fans dafür büßen, dass sogenannte Fans dem Fußball schaden.
Es geht auch ohne Pyro und Randale.
Es geht auch ohne Pyro und Randale.
Eintracht-Vorstand Axel Hellmann will Berufung prüfen
Es ist ja offensichtlich: Nicht mal Eintracht Frankfurt kann mit Gesprächsbereitschaft und lascher Handhabung diejenigen zur Vernunft bringen, die ihr Ego über den Fußball stellen. Die Mannschaft muss das ausbaden: Das letzte Gruppenspiel beim FC Arsenal in London findet ohne Unterstützung aus der Heimat statt. Tun echte Fans sowas?
Dass die Klubs ganz allgemein ihr Fanproblem nicht in den Griff bekommen, trifft die Bundesliga an einem empfindlichen Punkt. Es gibt einfach keinen Grund mehr, warum die öffentliche Hand Polizei-Einsätze bei Risikospielen bezahlen soll. Soll doch Axel Hellmann zusehen, woher er das Geld für ein Übel herbekommt, das er nicht löst.
Statt Schlupflöcher in der Urteilsbegründung zu suchen, wie man einer Bestrafung entgehen kann, wäre es eigentlich seine Pflicht, Präventiv-Maßnahmen zu treffen, die über Gespräche hinausgehen. Es ist unbestritten, dass der Vorstand in den vergangenen acht Jahre schon große Vorarbeiten geleistet hat. Man sieht jetzt aber auch: Es war nicht genug.
Eintracht Frankfurt
🗨️ Axel Hellmann: „Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der UEFA. Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen."
6:57 PM - 17 Oct 2019
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Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
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Thomas Müller zum HSV: So läuft der Deal
Von Alex Steudel
Niko Kovac, Trainer des FC Bayern München, hat Größe gezeigt und sich bei Ersatzspieler Thomas Müller entschuldigt. Kovac hatte kürzlich lapidar gesagt, Müller dürfe bestimmt mal wieder ein paar Minuten spielen, “falls Not am Mann” sei. Gestern sagte Kovac, das sei ganz anders gemeint gewesen, aber das nehme ich ihm nicht ganz ab. Für mich klang seine Aussage damals so, als trete bei Kovac die Situation “Not am Mann” frühestens nach einem Atomkrieg ein.
Egal, der Streit mit Müller hat ein Ende: Seit gestern ist der Hobbygolfer (Handicap: 6) und Weltmeister (Handicap: FC Bayern) rehabilitiert und der Wechsel in die Senior-PGA-Tour kein Thema mehr. Müllers Transfer zum Hamburger SV steht jetzt also nichts mehr im Wege. 
Trainer Niko Kovac entschuldigt sich Trainer Niko Kovac entschuldigt sich
Bestimmt gibt es jetzt Newsletter-Leser, die große Augen machen, weil ihnen dieser Vorgang komplett neu ist. Tja, das kommt davon, wenn man sich nur für Nachrichten aus dem Spitzenfußball interessiert.
Deshalb ganz kurz erklärt: Rafael van der Vaart hatte unter der Woche am Rande seines Abschiedsspiels in Hamburg Müllers Wechsel zum HSV angeregt. Oder eher angekündigt. Denn jeder Hamburger weiß: Was Rafa sagt, ist in dieser Stadt Gesetz.
Es sei denn, der Milliardär Kühne sagt etwas anderes, dann ist eben das Gesetz. Aber ich schweife ab.
Dass der Bayer Müller an die Elbe kommen soll, ist jedenfalls eine richtig gute Idee, finde ich. Hier kann er genau das tun, von dem viele Fußballer ja immer träumen: Am Ende der Karriere Erfahrungen im Ausland sammeln. 
Rafael van der Vaart: Thomas Müller nach Hamburg! Rafael van der Vaart: Thomas Müller nach Hamburg!
Müller hätte sogar einen noch berühmteren Vorgänger: Der letzte deutsche Spieler, der den WM-Titel gewann und danach zum HSV wechselte, war Franz Beckenbauer. Und zwar 1980, das ist 39 Jahre her! Der Franz war damals aber schon 34 Jahre alt, Müller ist heute erst 30 – oder wie Otto Rehhagel sagen würde: ein klassischer Nachwuchsspieler. 
Angeblich geht es bei dem Super-Transfer nur noch um Kleinigkeiten. Unklar ist zum Beispiel, wie der bis in die Haarspitzen verschuldete Zweitligist Thomas Müller bezahlen soll. Dessen Marktwert beträgt laut transfermarkt.de rund 35 Millionen Euro, womit für den HSV Geld als Zahlungsmittel schon mal ausfällt. 35 Millionen sind übrigens zufälligerweise exakt der Betrag, den sich der HSV niemals leisten könnte.
Vielleicht können sich die Klubs aber auf ein Tauschgeschäft einigen, die HSV-Spieler sind schließlich auch was wert. Eine letzte mit der DFL noch zu klärende Frage wäre in diesem Fall, ob der HSV in der Rückrunde tatsächlich 17-mal nur mit Müller auflaufen dürfte.
Alle mal herschauen!
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