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Fans, Stimmung, Abseits: Verbände wachen endlich auf!

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Ein gutes Dutzend von Bundesliga-Managern war diese Woche im Sili
 

Fever Pit’ch

5. Dezember · Ausgabe #302 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Ein gutes Dutzend von Bundesliga-Managern war diese Woche im Silicon Valley unterwegs, um zu lernen, wie Internet-Giganten und US-Klubs in Kalifornien die digitalen Herausforderungen meistern. In der vom DFB organisierten Reisegruppe: gestandene Macher wie Stefan Reuter (FC Augsburg), Fredi Bobic (Eintracht Frankfurt) und Max Eberl (Gladbach), aber auch Vertreter der jüngeren Liga-Generation mit Simon Rolfes (Leverkusen), Sebastian Kehl (Borussia Dortmund) und Markus Krösche (RB Leipzig).
Man kann Initiator Oliver Bierhoff nur beglückwünschen: Wer kapiert, dass die Lösungen von komplexen Problemen im Spitzensport nicht nur innerhalb der eigenen Landesgrenzen zu finden sind, hat sich schon einen Vorsprung erarbeitet. Das heißt im Umkehrschluss ja nicht, dass alles, was in Übersee gemacht wird, gut ist (das ganz gewiss nicht). Aber manchmal reicht schon das Wissen, was man besser nicht oder besser ganz anders macht. Die Amis kochen auch nur mit Wasser.
Zwölf Klubs waren auf der Leadership-Reise durch die USA vertreten, der Hamburger SV mit Marcell Jansen und Jonas Boldt kurioserweise gleich zweimal. Ein Drittel der insgesamt 36 in der Fußball-Liga (DFL) organisierten Vereine. Die anderen fuhren nicht mit, weil sie kein Interesse hatten, über kein geeignetes Personal verfügen (man spricht Englisch in den USA) oder ihre aktuelle Situation für dringlicher halten. Man kann sich nur an den Kopf fassen. Was kann wichtiger sein als Zukunftsfragen des eigenen Vereins?
Einen regelkonformen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Fans, Stimmung, Abseits: Verbände wachen endlich auf!
Das neue, ständige Ärgernis im Fußball: Tore werden aberkannt, nur weil der Schütze eine zu lange Nase hat Foto: Imago
Das neue, ständige Ärgernis im Fußball: Tore werden aberkannt, nur weil der Schütze eine zu lange Nase hat Foto: Imago
Neue Abseits-Regel mit 10 bis 20 Zentimetern Toleranz?
Gestern machten innerhalb kürzester Zeit zwei Meldungen die Runde, auf die viele Menschen lange gewartet hatten. Die eine: Der neue DFB-Präsident kämpft für ein Comeback der Stehplätze in den Stadien. Die andere: Der Uefa-Boss will die Abseitsregelung anpassen.
Da fragt sich der Fußball-Fan unweigerlich: Ist denn schon Weihnachten?
Tatsächlich packen die beiden Herren zwei der ärgsten Probleme, die der Fußball hat, am Schopf:
Dass a) immer weniger Leute Lust haben, sich Länderspiele live im Stadion anzusehen, wo die Stimmung immer häufiger Schach-Kreismeisterschaften-Niveau hat, weil alle sitzen müssen.
Und dass b) der Videobeweis die Abseitsregelung zu einer peinlich peniblen Mikroskop-Veranstaltung gemacht hat: Im Abseits steht heute nicht mehr, wer nicht auf gleicher Höhe mit dem Abwehrspieler ist, sondern wessen Nase um zwei Millimeter länger ist.
Während Fifa-Präsident Gianni Infantino vermutlich weiterhin mit Geldzählen beschäftigt ist, haben Fritz Keller (DFB) und Aleksander Ceferin (Uefa) endlich mal Gespür bewiesen. Der Fußball braucht Veränderungen, und er muss auf Tendenzen schnell reagieren.
So war die Einführung des Video-Assistenten zwar richtig, aber die Probleme, die damit einhergehen, wurden nicht schnell genug angegangen, geschweige denn: gelöst.
Miese Stimmung: DFB-Boss plant Stehplatz-Comeback Miese Stimmung: DFB-Boss plant Stehplatz-Comeback
Immer mehr Fans schütteln den Kopf, wenn sie sehen, warum ein Tor aberkannt wurde: wegen eines hervorstehenden Fußballstollens zum Beispiel. Es ist an der Zeit festzulegen, was tatsächliches Abseits ist, wann also ein Angreifer wirklich einen regelwidrigen Vorteil hatte.
Das ist der Fluch der Technik: Je genauer wir hinsehen können, desto fragwürdiger werden Regeln.
Dass Fans gegängelt werden, sich im Stadion hinzusetzen, ist bereits länger ein Ärgernis. Im Sitzen kommt keine Stimmung auf, im Sitzen frierst du schneller. Sitzen ist obendrein ungesund und wird deshalb schon als das neue Rauchen bezeichnet. Und ist denn keinem Verbandsfunktionär jemals aufgefallen, dass Menschen immer dann, wenn der Fußball seine spannendsten Momente erlebt, aufspringen? Versteht diese Botschaft keiner?
Nun werden vielleicht die ersten Schritte gemacht und Lösungen angeboten. Natürlich sind damit nicht alle Probleme gelöst. Man wünscht sich jetzt noch einen Verbandsboss, der die Handproblematik im Strafraum löst, der drakonische Strafen für Rudelbildung, Rumgemecker und Schwalben einführt und die Vergabe von Fußball-Weltmeisterschaften im Winter an Wüstenstaaten unter Strafe stellt… man wird ja wohl mal träumen dürfen.   
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