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Fifa-Präsident Infantino hält Hof, der Kongress tanzt

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Gestern die Nations League gesehen? Ich auch nicht. Und dann las
 

Fever Pit’ch

6. Juni · Ausgabe #171 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Gestern die Nations League gesehen? Ich auch nicht. Und dann las ich von den spektakulären Vorkommnissen zwischen Portugal und der Schweiz. Von den drei Toren, die Cristiano Ronaldo in diesem Halbfinale erzielte. Dann habe ich mich geärgert. Hätte ich doch mal Nations League…
Die Voreingenommenheit beobachte ich ständig beim Fußball. Zum Beispiel in Paderborn: Noch bevor die geplante Kooperation mit RB Leipzig erläutert ist, formiert sich der erste Widerstand. Fangruppen des SC Paderborn rufen zum Boykott auf. Wegen, richtig: Voreingenommenheit.
Kurioserweise hat mich ein Satz im Fever Pit'ch Newsletter gestern stutzig gemacht. An einer Stelle stand zu lesen, dass Fifa-Präsident Gianni Infantino im Ausland weniger kritisch gesehen wird als in Deutschland und deswegen seine Wiederwahl nicht gefährdet ist.
Tatsächlich muss man zur Kenntnis nehmen, dass man Infantino keinen Strick daraus drehen kann, dass es keinen Gegenkandidaten gab. Niemand stand auf und sagte: Ich bin besser als du. Darf man daraus wirklich den Vorwurf ableiten, dass alle 211 Fifa-Delegierte Ja-Sager sein sollen?
Reinhard Rauball, noch Bundesliga-Präsident und aktuell DFB-Interimschef, ist ein Ehrenmann und hätte, wenn Zweifel überwogen hätten, den Support verweigert. Hat er aber nicht. Ja, sicherlich gefällt ihm einiges nicht bei Infantino. Aber nüchtern betrachtet: Sind wir voreingenommen?
Ich habe mich deswegen hinterfragt und bewusst Positives gesucht, um mir selbst eine Brücke zu einer Form von Verständnis für Infantinos Wiederwahl zu bauen. Indes: Mir fällt nichts ein. Nicht ein bisschen. Da ist nach drei Jahren nichts, was seine Wiederwahl rechtfertigt. Außer: Da ist kein anderer.
Einen alternativen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Fifa-Präsident Infantino hält Hof, der Kongress tanzt
Gianni Infantino beschreitet ausgetrampelte Pfade. Foto: Imago Images / Zuma
Die Fifa bleibt die Fifa
Von Jan Mies
Gianni Infantino war voll in seinem Element. Eindringlich und gestenreich sprach der Schweizer schon kurz vor seiner Wiederwahl am Mittwoch in Paris über die Kraft des Fußballs.
Über die Chancen, die der Weltverband ergreifen müsse. Und über die Fortschritte, die der Weltverband seit den Korruptionsskandalen vor seiner Zeit gemacht habe. Das hörte sich alles gut an.
Noch reichen Infantinos Taten aber nicht an seine großen Worte heran. Die Fifa steckt zwar nicht mehr in der tiefen Krise, wie es nach der Implosion im Mai 2015 der Fall war, und sicherlich wurden auch gute Entscheidungen in der Infantino-Ära getroffen.
Noch überwiegen aber die großen Zweifel vor allem an Infantinos oft undurchsichtigem Führungsstil, der viel zu oft an die alten Fifa-Funktionäre erinnert.
Damit die Fifa tatsächlich die Organisation wird, die sich allein “um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt”, muss Infantino in seiner zweiten Amtszeit bis 2023 einen persönlichen Kurswechsel vollziehen.
Der Schweizer gestand am Mittwoch offen “Fehler” ein - die nicht konkret zu benennen, schwächte die großen Worte wieder ab.
Jan Mies ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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Bisschen Werbung muss sein
Spielmacher
Eines der absoluten Highlights in diesem Jahr: Im Talk mit @pitgottschalk wird @OliverKahn auf der Spielmacher Konferenz 2019 über die Qualität des Fußballs in der Bundesliga und die Innovationen in der Branche sprechen. #Titan, #spielmacherkonferenz2019, #hamburg https://t.co/7u3a4tWpzS
2:30 PM - 5 Jun 2019
Alle mal herhören!
Der Mann, der alle Fußballer reich gemacht hat Der Mann, der alle Fußballer reich gemacht hat
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