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Fortuna Düsseldorf hat's schon wieder getan - das ist gefährlich

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Herrlich verrückte Bundesliga! In der Nacht zuvor hatte ich noch
 

Fever Pit’ch

19. Dezember · Ausgabe #40 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Herrlich verrückte Bundesliga! In der Nacht zuvor hatte ich noch orakelnd geschrieben: “Stabil ist anders.” Prompt kam die Bestätigung: Spitzenreiter Borussia Dortmund verlor beim Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf das erste Saisonspiel mit 1:2. “Eine verdiente Niederlage”, räumte Marco Reus hinterher ein. “Wir waren nicht hungrig genug.” Der Vorsprung auf Verfolger Borussia Mönchengladbach ist auf sechs Punkte geschrumpft. Und nun ratet mal, gegen wen Dortmund am Freitagabend spielt. Korrekt. Ich sage nur: Herrlich verrückte Bundesliga!
Euer Pit Gottschalk

Fortuna Düsseldorf hat's schon wieder getan
Fortuna Düsseldorf bejubelt das 1:0 durch Dodie Lukebakio, Lukasz Piszczek wendet sich ab. Foto: Imago/Uwe Kraft
Das mit den Marktwerten von Fußballprofis ist so eine Sache. Gestern hat das Branchenportal Transfermarkt.de die Bundesliga mit seinen neuen Zahlen durchgeschüttelt. 524 Bewertungen wurden angepasst. Den größten Wertzuwachs verzeichnete Jadon Sancho von Borussia Dortmund.
Der Flügelstürmer, immerhin 18 Jahre alt, soll seinen Marktwert innerhalb von zwei Monaten auf 70 Mio. Euro geschraubt haben. Zum Genießen: 70.000.000 Euro. Vor einem Jahr stand er kurz vor Silvester noch mit fünf Millionen Euro zu Buche. Eine Wertverdopplung an jedem Quartalsende.
Dagegen gerechnet, man ahnt es, Fortuna Düsseldorf: Der gesamte Kader mit seinen 30 Spielern hat einen Transfermarkt-Wert von 46,55 Mio. Euro tutto completto. Das heißt: 67 Prozent Sancho. Und dann gewinnt diese Mannschaft gegen den BVB - gegen ein Team, das zehnmal teurer kickt.
Der Bayern-Schreck ärgert auch Dortmund
Muss man das verstehen? Düsseldorf ist schwerlich zu begreifen. Drei der vier besten Hinrunden-Mannschaften konnten gegen den Aufsteiger nicht gewinnen. Weder RB Leipzig (1:1) noch Bayern (3:3) noch Dortmund (1:2). Auch Hoffenheim nicht (1:2). Das brachte in Summe acht Punkte.
Aber gegen vier Nachbarn aus dem Tabellenkeller holte Düsseldorf nur einen einzigen Punkt (beim 0:0 in Stuttgart). Die übrigen Duelle: 1:2 gegen Augsburg sowie 0:2 gegen Schalke und 0:3 in Nürnberg. Samstag folgt das nächste Kellerduell in Hannover. Die Prognose fällt leicht.
Die einfachste Erklärung: Gegen Teams, die das Spiel gestalten, öffnen sich Räume zum Kontern. Torschütze Dodi Lukebakio ist da eine wirksame Waffe. Man wartet und wartet und stößt dann zu. Gegen Teams, die selbst mauern, verpufft das Überraschungsmoment. Man kennt das.
“Ich weiß jetzt nicht, wie mein Gegenspieler hieß. Aber der wäre mir sonst wohin gefolgt.” Marco Reus
So erfrischend Düsseldorf gegen die Großen auftritt: “Dafür gibt’s auch nur drei Punkte”, sagte Trainer Friedhelm Funkel und jubelte kaum. Wichtiger sind die Spiele gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Die sogenannten Sechs-Punkte-Spiele. Das Hannover-Spiel ist so eins.
"Diese Bälle trainiere ich"
Wenn Düsseldorf dort nicht punktet, geht die Mannschaft an ihren Hurra-Siegen zugrunde. Trainer Christian Streich hat es 2015 erlebt. Kurz vor Saisonende 2:1 gegen Bayern, alles sah nach Rettung aus. Eine Woche später stieg Freiburg ab. Der eigene Marktwert: nicht der Rede wert.
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Alle mal herschauen!
Pit Gottschalk
Im @mediummagazin ein nettes Interview zu Fever Pit‘ch gegeben. https://t.co/Gu8UH7cmSe
1:55 PM - 18 Dec 2018
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