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Fortuna Düsseldorf: Linkes Spiel mit Friedhelm Funkel

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die Siegesserie von Jürgen Klopp in der Premier League wird mir g
 

Fever Pit’ch

30. Januar · Ausgabe #331 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die Siegesserie von Jürgen Klopp in der Premier League wird mir gerade unheimlich. Auch das Nachholspiel gegen West Ham United hat der FC Liverpool gestern Abend gewonnen (2:0). Damit beträgt der Vorsprung des Tabellenführers jetzt 19 Punkte auf den ersten Verfolger Manchester City.
Ich lege mich unmissverständlich fest: Er wird Meister. Und gebe zu: Diese Prognose ist nicht besonders waghalsig. 15 Gegentore hat die Abwehr um Virgil van Dijk in 24 Spielen kassiert. Das ist keine Verteidigung mehr. Das ist ein Bollwerk aus Beton.
Um die Dimension der Siegesserie zu verdeutlichen: Noch stehen 14 Spieltage aus - Liverpool müsste ab jetzt jedes zweite Liga-Spiel verlieren, um den Vorsprung theoretisch zu gefährden. Das wird nicht passieren. Die Klopp-Mannschaft hat diese Saison noch kein einziges Spiel verloren.
Ist eine solche Dominanz nun spektakulär oder langweilig? Kommt drauf an. Schon viele Trainer haben mit den Millionen-Investitionen ihrer Klubs gespielt und sind gescheitert. Jürgen Klopp beweist jetzt ein weiteres Mal, dass er ein Händchen für aufgerüstete Kaderschmieden hat.
Schon bald wird die Stadt in Freudentränen versinken und die erste Meisterschaft seit dreißig Jahren feiern. Der Meistertitel ist noch höher zu bewerten als der Gewinn der Champions League im vergangenen Mai. Das ist in England wie in vielen anderen Ländern so.
Der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat schon recht mit dem, was er gestern auf der Spobis-Konferenz in Düsseldorf sagte: Alle Pläne für einen aufgeblähten Europacup dürfen die nationalen Ligen nicht gefährden. Er sieht keinen Grund dafür und mahnt: Nicht reparieren, was nicht kaputt ist.
Einen geschmeidigen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Fortuna Düsseldorf: Linkes Spiel mit Friedhelm Funkel
Karriere-Ende mit 66: Der Bundesliga-Dino will nicht mehr Karriere-Ende mit 66: Der Bundesliga-Dino will nicht mehr
Von Matthias Becker
Der 29. Januar 2020 wird in die Bundesliga-Geschichtsbücher als historischer Tag eingehen. Es ist der Tag, an dem eine der größten Bundesliga-Karrieren ihr Ende gefunden hat.
Friedhelm Funkel, seit fast 45 Jahren als Spieler und Trainer ein echtes “Kind der Bundesliga”, wurde als Trainer von Fortuna Düsseldorf freigestellt und erklärte seine Trainer-Karriere anschließend für beendet.
Tabellarisch kann man den Schritt der Düsseldorfer Vereinsführung noch nachvollziehen. Die Fortuna ist durch die Niederlagen gegen Bremen und in Leverkusen auf Platz 18 abgerutscht. Wenn man den “Turnaround”, wie es Sportdirektor Lutz Pfannenstiel am Mittwoch nannte, noch schaffen will, ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu reagieren. Konkurrenten wie Bremen, Mainz und Paderborn sind noch nicht uneinholbar enteilt. 
"Rauswurf feige und erbärmlich"
"Entlassung absolut richtig"
Die Art und Weise, wie die Düsseldorfer Klub-Führung Funkels Karriere beendet, ist aber unwürdig. Letztlich ist es ein linkes Spiel mit dem 66-Jährigen. Alle schienen Bescheid gewusst zu haben - außer Funkel selbst.
Noch vor Weihnachten wurde sein Vertrag angepasst. Vor Rückrundenstart stärkte ihm Vorstandsboss Thomas Röttgermann demonstrativ den Rücken, Pfannenstiel behauptete noch am Sonntagabend, die Trainerfrage stelle sich nicht.
Gleichzeitig geisterte seit vergangener Woche ein angebliches Sieg-Ultimatum herum, dem Funkel vehement und öffentlich widersprach. Jetzt plötzlich die Entlassung, obwohl die Leistungskurve der Mannschaft trotz der Niederlage in Leverkusen nach oben zeigte.
Vom Savoy-Theater auf die Couch
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“Fortuna versinkt im Chaos”, schreibt die Rheinische Post aus Düsseldorf - dem ist nichts hinzuzufügen.
Dieses Rumgeeiere erinnert fatal an den letzten Winter, als die damalige Klub-Führung ein absurdes Theater um den seinerzeit auch sportlich höchsterfolgreichen Coach aufführte.
Vor einem Jahr überstand Funkel die Situation - auch dank der Unterstützung der Fans - noch. Diesmal nicht.
Er selbst trug es mit Fassung und verabschiedete sich erhobenen Hauptes und ohne nachzutreten vom Parkplatz des Trainingsgeländes. Seinem Legendenstatus kann dieser Tag sowieso nichts mehr anhaben.
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Auf der Spobis-Konferenz
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