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Frust auf Schalke: Christian Heidel stellt Zukunft infrage

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Der kurze Hinweis auf mein neues Buch schlug gestern sofort durch
 

Fever Pit’ch

16. Februar · Ausgabe #80 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Der kurze Hinweis auf mein neues Buch schlug gestern sofort durch. Bei Amazon sprang “Kabinengeflüster - meine verrückten Erlebnisse als Fußballreporter” auf Platz fünf in der Bestsellerliste aller Fußballbücher. Ich weiß, das ist nur eine Momentaufnahme. Aber nachts um eins, da ich gerade die letzten Zeilen für den Samstag-Newsletter schreibe, motiviert mich die Reaktion sehr. Zwei aus der Community haben mich spontan zu einer Lesung ins Ruhrgebiet eingeladen. Ein Chefredakteur aus dem Süden bat um ein Exemplar, damit er eine Buchbesprechung anbahnen kann. Drei Leser ermahnten mich, weil nicht nur Amazon Bücher verkauft: Ich sollte doch bitte darauf hinweisen, dass sicherlich auch die Buchhandlung um die Ecke das Buch bereithalte. Das letzte weiß ich zwar nicht. Aber den Hinweis gebe ich gerne weiter. Danke für das Feedback!
Ein sagenumwobenes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

"Die Aktualität ist nicht vergnügungssteuerpflichtig"
Christian Heidel, Sportvorstand des FC Schalke. Foto: Imago/Revierfoto
Christian Heidel stellt seine Zukunft bei Schalke 04 infrage
Der Zeitpunkt war einfach nur unglücklich gewählt. Am Tag, als Schalke in einer Gedenkfeier Abschied von Rudi Assauer nahm, dem Mann, dem der Verein DNA und Arena zu verdanken hat, erschien im Online-Portal der Süddeutschen Zeitung das Interview mit Sportvorstand Christian Heidel.
Es war am Freitag nicht irgendein Interview, wie man es gibt, um das nächste Bundesliga-Spiel zu erklären. Heidel, einer von Rudi Assauers Nachfolgern, wurde in seinen Antworten grundsätzlich. Zwischen den Zeilen war sein Frust über die Situation auf Schalke nicht zu überlesen.
  • „Natürlich gab es schon Zeiten mit viel mehr Spaß, und die Aktualität ist nicht unbedingt vergnügungssteuerpflichtig.“
  • „Aber ich habe gewusst, dass dies nicht immer der Traumberuf ist, für den ihn viele halten.“
  • “Was wir brauchen, sind die notwendigen wirtschaftlichen Möglichkeiten, um an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen.“
Als die Frage gestellt wurde, ob er seinen Vertrag 2020 verlängern wolle, kam dies: "Natürlich – wenn die Gesamtgemengelage stimmt. Es kommt natürlich auf die Aufgabenstellung an, welche Erwartungen bestehen. Anspruch und Möglichkeiten müssen im Einklang stehen.”
Hier das Heidel-Interview im Wortlaut (+)
Die WAZ in Essen titelte daraus die Schlussfolgerung: “Heidel stellt seine Zukunft bei Schalke 04 infrage”. Denn erstmals hatte der Sportvorstand sein Bleiberecht nicht ohne Wenn oder Aber versichert. Er stellte eben diese eine vielsagende Bedingung: “wenn die Gesamtgemengelage stimmt”.
Die Gesamtgemengelage stimmt schon lange nicht mehr. Heidel, jetzt seit fast drei Jahren im Amt, kann dem Verein nicht die Seele verkörpern, wie es Rudi Assauer als Kind des Ruhrgebiets getan hat. Das ist nicht verwunderlich. Heidel ist Mainzer. Kein Mann des Reviers.
Ständig muss er sich rechtfertigen. Die Millionen-Transfers, die nicht funktionierten. Die Unbeständigkeit im Saisonverlauf. Offen sagt es keiner. Aber denken tun’s viele: Rudi Assauer hätte den Ausverkauf von Jungs, die Schalke im Blut haben, Sané-Goretzka-Kehrer, nicht zugelassen.
„Es wird leider zu viel Unsinn erzählt und geschrieben. Ich hatte einen Abschied bei Mainz 05, den ich nie vergessen werde. Aber die Betonung liegt auf Abschied – und dabei wird es bleiben.“ Christian Heidel über Rückkehr-Spekulationen nach Mainz
Vieles wird da verklärt, wenn die Erinnerung an den Mann mit den Zigarren die Bilder von angeblich besseren Zeiten wachrufen. Auch Rudi Assauer musste Spieler weggeben, damit der Verein über die Runden kam. Auch er modernisierte, wie es Heidel heute tut. Aber als einer aus dem Pott.
Im Sommer findet auf Schalke die Wahl zum Aufsichtsrat statt. Dass der Chef Clemens Tönnies wiedergewählt wird, steht außer Frage. Die Frage ist eher: mit welchem Ergebnis? Auf Platz 14 steht jeder Verantwortliche unter Druck. Es kann kein Zufall sein, dass über Heidels Ende spekuliert wird.
Der Kicker erschien diese Woche als erstes mit der düsteren Prognose, dass Schalke den Vorstandsvertrag nicht verlängert und Heidel deshalb vorzeitig aufhört. Alles Spekulation? Das Heimspiel heute gegen Freiburg wird auf Schalke richtungsweisend sein. Nicht zum ersten Mal.
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