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Gelb und Rot für Trainer: Anders lernen die Sünder nicht

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Ein wenig schmunzeln musste ich ja schon, als ich las, dass eine
 

Fever Pit’ch

30. Juli · Ausgabe #196 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Ein wenig schmunzeln musste ich ja schon, als ich las, dass eine Fan-Initiative ausgerechnet eine Online-Petition gestartet hat, damit Uli Hoeneß dem FC Bayern als Präsident erhalten bleibt. Alle können die Petition “Mia San Uli” im Internet lesen und dort abstimmen. Nur halt Uli Hoeneß nicht. Er verfügt über keinen Computer im Büro und keinen Netz-Zugang via Smartphone. Ist ihm alles zu modern. Das muss man ihm lassen: Konsequent ist er ja.
Einen vernetzten Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Gelb und Rot für Trainer: Anders lernen die Sünder nicht
„Dann mache ich maximal 15 Saisonspiele an der Seitenlinie“ „Dann mache ich maximal 15 Saisonspiele an der Seitenlinie“
Seit Tagen regen sich Bundesliga-Trainer darüber auf, dass ihr Aktionismus am Spielfeldrand eingeschränkt werden soll. Wer sich daneben benimmt, sieht Gelb, wer’s übertreibt, sogar Rot. Dummerweise kommt die Kritik auch von den falschen Trainern.
Julian Nagelsmann und Florian Kohfeldt stehen bei den Schiedsrichtern im Ruf, dass sie ständig die Spielleitung zu manipulieren versuchen. Von ihrem pubertären Auftreten dürfe man sich nicht täuschen lassen, heißt es: Die zwei Bankangestellten seien mit allen Wassern gewaschen.
Was zunächst wie ein Kompliment klingt, ist in Wahrheit ein weiterer Schritt zur Verlotterung der Sitten. Die junge Trainergarde reizt ihre Wirkung im Stadion aus. Schiedsrichter werden verunsichert, das Publikum in Stellung gebracht, das Klima aufgeheizt.
Und das alles nur, um irgendwann eine Konzessionsentscheidung zu eigenen Gunsten zu provozieren. Die Schiedsrichter kennen ihre Pappenheimer. Mit der neuen Regel bekommen sie ein weiteres Instrument zur Maßregelung. Nur deshalb regen sich die Trainer so auf.
Sieben elementare Regeländerungen in der Bundesliga Sieben elementare Regeländerungen in der Bundesliga
Ihre Reaktion auf einer Verschärfung der Benimmregeln beim Fußball erinnert an die alte Diskussion im Straßenverkehr. Meistens maulen nur die Temposünder am lautesten, sobald Radarfallen aufgestellt werden - alle anderen betrifft es ja nicht.
Dabei verliert jede Geschwindigkeitskontrolle ihren Schrecken, wenn sich alle am Lenkrad an die vorgegebenen Regeln hielten. Trainer müssten also weder Gelb noch Rot fürchten. Allein der Protest zeigt, wie geboten die kleine Regelverschärfung tatsächlich ist.
Man muss nicht gleich mit der Keule schwingen, dass Trainer Vorbilder sein sollen und keine psychologische Kriegsführung zu betreiben haben. Aber im Namen ihrer Ausbildung steckt das Wort “Fußballlehrer”, und von einem Lehrer darf man schon ein Verantwortungsgefühl verlangen.
Um kein Missverständnis entstehen zu lassen. Niemand will stumme Trainer an der Seitenlinie. (Wobei Ernst Happels Schweigen höchsten Unterhaltungswert bot.) Aber Emotion hat Grenzen. Jeder Spieler weiß das. Nagelsmann und Kohfeldt hoffentlich bald auch.
Collinas Erben
»Absichtliches Verlassen der Coaching-Zone, um zu reklamieren, ist Rot. Das ist Wahnsinn«, sagt Julian Nagelsmann. Ist es wirklich zu viel verlangt, bestimmte Grenzen buchstäblich nicht zu überschreiten? (af)
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