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Heute gegen BVB: Gefährliches Spiel beim FC Bayern

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! In der Allianz-Arena in München treffen heute zwei deutsche Fußba
 

Fever Pit’ch

9. November · Ausgabe #280 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
In der Allianz-Arena in München treffen heute zwei deutsche Fußball-Giganten aufeinander. Das Duell ist etwas Besonderes, weil es in der Bundesliga nicht so häufig vorkommt, dass Bayern München einen Gegner auf Augenhöhe zu bekämpfen hat. Borussia Dortmund kann finanziell und sportlich einigermaßen mit dem Rekordmeister mithalten.
Denn oftmals sind die Gegner arme Mäuse im Vergleich mit Bayern München. Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin, beziffert seine Unterlegenheit auf 75 zu 750 Mio. Euro Umsatz und resultiert daraus ein unfaires Kräftemessen in der Liga. In einem bemerkenswerten Doppel-Interview in der Berliner Zeitung gab er Uli Hoeneß deshalb heftig Kontra.
So sehr Hoeneß auch die Ungleichheit zu relativieren versuchte, stieß er beim Gespräch mit seinem Amtskollegen aus Berlin an gewisse Grenzen: Zingler sieht im deutschen Fußball die faire Chancenverteilung gefährdet. Als ihm Hoeneß die Vorzüge von Investoren nahelegte, äußerte der Union-Chef Bedenken - und offenbarte seine Angst vor chinesischer Übernahme.
“2029 hat der FC Bayern zum sechsten Mal hintereinander die Champions League gewonnen und der 1. FC Union kämpft um die Deutsche Meisterschaft.” Dirk Zingler im O-Ton
So ähnlich läuft der Argumentationsstrang seit Jahren. Einerseits den Status Quo bejammern - und andererseits jeder Veränderung ablehnen. Einerseits die Vormachtstellung des FC Bayern geißeln - und andererseits kreative Lösungen wie RB Leipzig brandmarken. Aus einer Verweigerungshaltung ist aber noch nie ein zukunftsfähiges Konzept entsprungen.
Das wirklich spannende Gespräch offenbart sehr anschaulich das Dilemma, in dem der Bundesliga-Fußball steckt. Die Definition eines fairen Wettbewerbs fällt so unterschiedlich aus, dass eine gemeinsame Basis nicht erkennbar wird. Vielleicht ist ein solches Interview die Lösung: dass man einem Kompromiss über werthaltige Diskussionen näher kommt.
Genau das fehlt nämlich. In Köln zum Beispiel meinte man gestern wieder einmal, dass Schmähplakate gegen SAP-Gründer Dietmar Hopp die Pleite gegen die TSG Hoffenheim abwenden könnten. Anschließend wurde die Trennung von Sportchef Armin Veh bekannt. Wer so handelt, wird sicherlich niemals auf Augenhöhe mit dem FC Bayern spielen.
Einen vergnüglichen Samstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Heute gegen BVB: Gefährliches Spiel beim FC Bayern
Das Duell! Für Hansi Flick ist Borussia Dortmund "die Ziellinie" Das Duell! Für Hansi Flick ist Borussia Dortmund "die Ziellinie"
Wenn die Ereignisse in den letzten Tagen vor einem Spiel immer zum Ergebnis dazugezählt werden müssten, dann ginge Borussia Dortmund heute Abend mit einer 2:0-Führung ins Treffen der Giganten. Der BVB hat nämlich in der Allianz-Arena das Momentum auf seiner Seite: Die Wunden verheilen langsam, die Mentalität ist seit dem Mailand-Sieg zurück, und der Trainer kann tatsächlich lauter sprechen, als wir alle je gedacht hätten!
Das einzige, was heute für den amtierenden Meister Bayern München spricht, ist: Dass er amtierender Meister ist und daheim spielt. Der BVB geht also mit zwei Assen in der Hand ins Spiel, und Bayern hat gerade nicht mal einen König. Doch so seltsam es klingt: Das Schlimmste, was den Münchnern heute passieren könnte, wäre ein Sieg.
Watzke stichelt: Einer der Besten jetzt bei uns
"Thomas Müller hilft Bayern mehr!"
Ein Erfolg gegen Dortmund würde so vieles verschwimmen lassen, was man dieser Tage so klar beobachten konnte: Das Hierarchieproblem der Bayern in der Chefetage, das Vakuum auf der Trainerbank, die Schwäche im Spielsystem.
Ein wie im Rausch aufspielender FC Bayern, und damit muss man ja immer rechnen bei solchen Duellen, könnte zur Folge haben, dass plötzlich an der Säbener Straße alle denken: Ach, wieso eigentlich nicht einfach weitermachen mit Interimstrainer Hansi Flick?
"Habe Bayern nicht angerufen"
Trainerfrage: Oliver Kahn fordert Geduld
Das soll kein Flick-Bashing werden. Der Mann hat Ahnung von Fußball und ist sicher ein glänzender Theoretiker mit vielversprechender Zukunft, aber Bayern lebt im Heute, und Flick ist zumindest momentan nicht der Mann für die großen Ziele, die der Klub hat. Und die heißen nicht Vizemeisterschaft oder Champions-League-Viertelfinale.
Merke: Wer groß denkt, der muss groß handeln.
Also bitte nicht Flick!
So stoppst du Robert Lewandowski
Felix Zwayer pfeift den Klassiker
Natürlich hat die Vergangenheit gezeigt, dass der FC Bayern fast immer da ist, wenn es drauf ankommt. Und dass der Fall des Gegners umso tiefer wurde, je größer seine Hoffnung und seine Aussichten vorher waren. Ruf mal in Leverkusen an und frag nach, die einstigen ewigen Zweiten haben vor Auswärtsspielen in München früher gern den “Streifen in der Hose” gehabt, wie Reiner Calmund mal so treffend sagte.
Aber heute? Dortmund kommt in Topbesetzung, die Festplatte “Selbstbewusstsein” ist bis aufs letzte Byte gefüllt, und die externe Festplatte Trainer läuft schnell, sauber und virenfrei.
Das sind andere Voraussetzungen, und das ist wunderbar.
Ein Sieger steht also schon fest: Der Fußball-Fan.
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Streitgespräch: Dirk Zingler gegen Uli Hoeneß  Streitgespräch: Dirk Zingler gegen Uli Hoeneß 
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Länderspielpause
Die Mannschaft
Unser K A D E R 🇩🇪 für die letzten beiden Länderspiele 2019❗

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12:28 PM - 8 Nov 2019
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