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In Herzblut getränkt! Union Berlin endlich erste Liga

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Noch kann niemand sagen, wann genau der Kollege Sebastian Fiebrig
 

Fever Pit’ch

28. Mai · Ausgabe #164 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Noch kann niemand sagen, wann genau der Kollege Sebastian Fiebrig von seinem Ausnahmezustand zurückkehren und ein paar Zeilen zum Aufstieg von Union Berlin schreiben wird. Aber sein Blog sollte man sich merken: Textilvergehen gehört zum Feinsten, was die Bloggerszene zu bieten hat. In jeder Story steckt so viel Herzblut, so viel Emotion wie im ganzen Verein.
Ich muss den Aufstieg berufsbedingt etwas nüchterner betrachten und bin mir noch nicht schlüssig, was da auf die Bundesliga zukommt. Ich vermute: Das weiß Union selbst nicht. Im Moment zählt allein die Freude - und das ist gut so. Gleichzeitig sollte der VfB Stuttgart allen Traditionsvereinen ein warnendes Beispiel sein. Der große Name alleine bringt gar nichts.
Einen nüchternen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

In Herzblut getränkt! Union Berlin endlich erste Liga
Union-Präsident Dirk Zingler schreit seine ganze Freude heraus. Foto: Imago / Koch
0:0 gegen Stuttgart reicht: Union Berlin der 56. Bundesliga-Klub
Union Berlin, das zeigten die TV-Bilder vom zweiten Relegationsspiel, ist eine Bereicherung für die Bundesliga. An der Alten Försterei wird Fußball gelebt. Nach zehn Jahren in der 2. Liga haben sich die Verantwortlichen um Präsident Dirk Zingler den Aufstieg verdient.
Union Berlin, das zeigte die Spielweise gegen den VfB Stuttgart, steht eine schwere Saison bevor. Da wird Fußball gerumpelt. Man darf sich nichts vormachen: Der Klub aus Köpenick ist nach dem zweiten Aufsteiger SC Paderborn Abstiegskandidat Nummer 1.
Der Marktwert des gesamten Kaders liegt mit 23 Mio. Euro so hoch wie das Jahresgehalt der beiden Bayern-Stars Robert Lewandowski und Thomas Müller. Man wird Verstärkung anlocken können, ja. Der große Wurf wird kaum dabei sein.
Union Berlin feiert den Aufstieg - und ganz besonders sich selbst Union Berlin feiert den Aufstieg - und ganz besonders sich selbst
Der Verweis auf Fortuna Düsseldorf und den sensationellen Klassenerhalt unter Trainer Friedhelm Funkel taugt wenig. Sogar das Mini-Budget des Vorjahresaufsteigers ist dreimal so hoch. Soll Union Berlin deswegen die Segel streichen? Ganz sicher nicht!
Die Eisernen sind der lebende Beweis, dass der deutsche Profifußball Wunder zulässt. Dass ehrliche und dauerhafte Arbeit belohnt wird. Dass die Chance auf das Abenteuer Bundesliga Kräfte freisetzt, die größer als das Statusdenken beim HSV und beim VfB Stuttgart sind.
Von Bayern München bis Schalke 04: Sie alle werden den 56. Bundesliga-Verein seit 1963 kennenlernen und vielleicht im ersten Jahr überrascht sein, was Union im eigenen Stadion zu leisten imstande ist. Im Süden trotzt ja auch der SC Freiburg den Branchengesetzen.
Der Aufstieg ist ein Gewinn für Berlin Der Aufstieg ist ein Gewinn für Berlin
Jenseits von Hertha BSC sind alle anderen Berliner Rivalen in der ersten Liga gescheitert und anschließend zerfallen. Zwei Spielzeiten schaffte Tennis Borussia, jeweils eine Blau-Weiß und Tasmania. Zumindest diese Auflösungserscheinungen droht Union nicht.
Der Verein ist mit seinem Publikum gewachsen, nicht abhängig von dem einen Mäzen, sondern in Herzblut getränkt. Das Weihnachtssingen im Stadion: Union hat’s erfunden, niemand anderes. Der Chor ist Ausdruck großer Gemeinsamkeit.
Den Liga-Vermarktern wären große Klubs mit ihren Heerscharen von Fans vielleicht lieber gewesen. Man darf neugierig sein, wie sich der unerwartete Neuling in der Bundesliga schlägt. Schöner ist die Geschichte von Union allemal.
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