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Ist die Bundesliga spannend - oder nur Durchschnitt?

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Die zweite Länderspielwoche der Saison hat uns über die wahren Kr
 

Fever Pit’ch

17. Oktober · Ausgabe #261 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Die zweite Länderspielwoche der Saison hat uns über die wahren Kräfteverhältnisse in der Bundesliga im Unklaren gelassen. Fünf Mannschaften mit 14 Punkten liegen hinter Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach und dem ersten Verfolger VfL Wolfsburg. Nach sieben Spieltagen trennen nur vier Punkte Platz eins und acht. Darum lautet die Leitfrage, bevor die Bundesliga-Saison am Freitagabend mit den beiden Spitzenteams Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen fortgesetzt wird: Ist die Bundesliga spannend - oder nur Durchschnitt? Ich muss es vorneweg sagen: Man kann diese Frage nicht hinreichend beantworten.
Was ich aber tun werde: Ich besuche mit Weltmeister Andreas Brehme das Freitagabend-Spiel und werde ihm die Frage am nächsten Tag stellen, wenn wir gemeinsam das Buch zur Hall of Fame des deutschen Fußballs auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen. Auf seine Antwort bin ich gespannt. Wer Brehme sehen will: Um 16 Uhr geht’s im Kulturstadion der Buchmesse los. (Es gibt ausreichend Gelegenheit für Autogramm und Selfies.) Das Fußballmuseum verlost fünf Buchexemplare, die im Laden 49,95 Euro kosten, unter Fever Pit'ch-Lesern. Teilnehmen kann jeder, der mir schreibt, wer der jüngste Hall-of-Famer ist - und wie alt.
Einen überdurchschnittlichen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Ist die Bundesliga spannend - oder nur Durchschnitt?
Mönchengladbach: Max Eberl sieht Bayern-Dominanz schwinden Mönchengladbach: Max Eberl sieht Bayern-Dominanz schwinden
Von Florian Krebl
Ein Titelkampf im XXL-Format, wie er sich derzeit in der Bundesliga andeutet, schmeckt Max Eberl prächtig. Natürlich vor allem, weil der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach gerade als Tabellenführer an der Spitze der Nahrungskette steht. 
Aber da ist noch mehr. Die besten Sieben innerhalb von zwei Punkten, Bayern München nur auf Rang drei: Jahrelang lechzten Fans und weniger finanzstarke Vereine nach derart viel Spannung und der Chance auf die Schale - doch im selben Moment macht sich bei anderen ein flaues Gefühl im Magen breit.
Eberl aber findet es erstmal super. “Jetzt haben wir sechs, sieben, acht Mannschaften, die sehr eng zusammen sind. Das bleibt auch so, denke ich”, sagte Eberl der Sport Bild. Und er hat einen Plan: “Dadurch steigt die Chance, dass andere Mannschaften dem FC Bayern gefährlich werden. Die Bayern müssen sich diesmal nicht nur auf einen Verein konzentrieren, der angreift, sondern vielleicht auf mehrere.” 
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Im Rudel sollen sie sich also alle auf Bayern stürzen, damit am Schluss einer als Meister durchkommt. Das klingt reizvoll, ist aber nicht ganz zu Ende gedacht. Denn in England, mit seiner Premier League und den sogenannten “Big Six” über Jahre ein Musterbeispiel für einen hochklassigen Meisterkampf mit vielen starken Kandidaten, hat sich der Wind gedreht.
Der FC Liverpool und Manchester City sind den anderen Vier (Tottenham Hotspur, FC Arsenal, FC Chelsea und Manchester United) enteilt, sie suchen sich ihre Gegner auf Augenhöhe in der Champions League, wo auch die Bundesligisten gerne eine große Rolle spielen würden, es aber in den vergangenen Jahren nicht taten. Auch das ist bei aller Freude um die aktuelle Ausgeglichenheit in Deutschland in den Köpfen der Verantwortlichen.
So wirbt beispielsweise Peter Bosz, Trainer vom momentanen Siebten Bayer Leverkusen, für eine starke und kompakte Spitze: “Bayern wird sich wieder absetzen. Sie haben die höchste Qualität. Und es ist auch wichtig für die Liga, dass es eine oder zwei Top-Mannschaften gibt. Die können international in der Spitze mithalten.” 
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Max Eberl sieht das etwas anders: “Oft heißt es, dass die Qualität fehlt, wenn viele Mannschaften auf Augenhöhe sind. In der Champions League zeigt sich aber jetzt, dass die Qualität der deutschen Mannschaften hoch ist.” 
Als Beispiel führt Eberl den 7:2-Sieg der Bayern gegen Tottenham, das 0:0 von Borussia Dortmund (derzeit gar nur Bundesliga-Achter mit vier Punkten auf Gladbach) gegen den FC Barcelona oder den 2:1-Erfolg von RB Leipzig bei Benfica Lissabon an.
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Selbstverständlich sind dies Stichproben, die es zu bestätigen gilt und die deutschen Ergebnisse in der vorigen Königsklassen-Saison waren so enttäuschend, dass einzelne Erfolge das erst einmal nicht wettmachen. Für Jörg Schmadtke, Sportdirektor des Tabellenzweiten VfL Wolfsburg, sind aber gerade die letzten Ergebnisse der Bayern Grund zur Freude.
“Wenn ich Bayern gegen Tottenham sehe, dann ist das ein Zeichen der Qualität“, sagte er jüngst bei Jörg Wontorra auf Sky: "Weil Bayern in der Tabelle nämlich nicht wegmarschiert ist, so wie Liverpool in England, sondern weil sie nicht einmal Erster sind, sondern in Anführungszeichen nur Dritter.” 
Dort weilen die Münchner direkt neben dem Überraschungsvierten SC Freiburg, dessen Trainer Christian Streich bei jeder Gelegenheit richtigerweise betont, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Was das bedeutet, darf sich jeder selbst beantworten.
Florian Krebl ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)
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