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Jedes Lewandowski-Spiel kostet ab Sommer eine Million

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Der 15. Juli ist ein besonderer Tag in den USA. Man nennt ihn: de
 

Fever Pit’ch

2. Februar · Ausgabe #68 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Der 15. Juli ist ein besonderer Tag in den USA. Man nennt ihn: den “Tag des Teilens”. Das ist jetzt kein Witz. “Egal ob Zeit, etwas zu Essen, eine Zigarette, eine Spende oder eine konkrete monetäre Hilfestellung – wichtig ist der Initiatorin, dass man etwas mit seinen Mitmenschen teilt”, steht in einer Erklärung, die ich zufällig im Internet fand. Der Gedanke gefällt mir so gut, dass ich den deutschen Tag des Teilens auf heute, 2. Februar, vorziehen will.
Rui “John” Pinto, der enttarnte Spiegel-Informant bei den Enthüllungen von “Football Leaks”, sagt nämloich im Spiegel-Interview aus Überzeugung: Er habe alles geteilt, was er hatte. Alles! Nur nicht die ganze Wahrheit.
Jetzt im Ernst: Tut mir bitte den Gefallen und teilt meinen Newsletter heute mit drei fußballbegeisterten Freunden - per Email, WhatsApp oder sonstwie, damit sie Fever Pit'ch abonnieren und die Abonnentenzahl weiter wächst. Das kostet nichts und tut nicht wirklich weh. Aber ich würde mich freuen.
Ein großzügiges Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

Jedes Lewandowski-Spiel kostet ab Sommer eine Million
Am Boden sieht man Robert Lewandowski selten. Foto: Imago/Lackovic
An der Klasse von Robert Lewandowski gibt es keinen Zweifel. Der Pole ist mit seinen 30 Jahren noch immer der beste Stürmer der Fußball-Bundesliga. Die Zahlen sprechen für sich: Mit 192 Toren in 275 Bundesliga-Spielen liegt Lewandowski auf Platz 6 der Ewigen Torjägerliste. Noch zwei Treffer - dann er zieht mit Claudio Pizarro auf Platz 5 gleich.
Darf man bei einem solchen Torjäger überhaupt die Zukunftsfrage stellen? Nun, die Bayern waren nie zimperlich, wenn sie in der Sturmmitte neues Personal wollten. Roy Makaay, Luca Toni und Mario Gomez mussten jeweils über kurz oder lang weichen, sobald der Neue fürs Toreschießen vorstellig wurde. Im Bayern-Angriff herrschte seit Gerd Müller immer Darwinismus.
Bayern München hat die Qual der Wahl, wenn Timo Werner, was jeder erwartet, von RB Leipzig kommt. Es gibt zwei Möglichkeiten. Ein gemeinsames Jahr mit Lewandowski und Werner - oder ein radikaler Generationswechsel vom 30-jährigen Lewandowski zum dann 23-jährigen Werner. Beide Möglichkeiten bergen unkalkulierbare Risiken.
Verschiedene Flügel beim FC Bayern
Zusammen wären Lewandowski und Werner theoretisch das gefährlichste Sturmduo der Liga. Wann aber spielt Bayern mal mit zwei Spitzen? Werner müsste auf Außen ausweichen. Die Hackordnung wäre eindeutig: Der neue Mann wäre Zuarbeiter. Auf ein Wechselspiel in der Sturmmitte ließe sich Lewandowski kaum ein. Kunstpausen schmälern auch seinen Wert.
Lewandowskis Vertrag läuft bis Mitte 2021. Also eine halbe Ewigkeit. Er wird dann fast 33 Jahre alt sein und ablösefrei gehen dürfen. Wenn die Bayern mit einem, dessen Marktwert 70 Mio. Euro beträgt, Kasse machen wollen, wäre ein Wechsel in diesem Sommer perfekt. Ein Jahr später gibt’s für einen Vertrag mit einem Jahr Restlaufzeit allenfalls die Hälfte an Ablöse.
DIE EWIGE TORJÄGER-TABELLE
  1. Gerd Müller 365 Tore in 427 Spielen
  2. Klaus Fischer 268 Tore in 535 Spielen
  3. Jupp Heynckes 220 Tore in 369 Spielen
  4. Manfred Burgsmüller 213 Tore in 447 Spielen
  5. Claudio Pizarro 194 Tore in 461 Spielen
  6. Robert Lewandowski 192 Tore in 275 Spielen
Die Rechnung geht so. Schlägt Bayern im Sommer 70 Mio. Euro Ablöse aus, gäbe es ein Jahr später 35 Mio. Euro weniger. Dazu das Gehalt von 15 Mio. Euro. Macht in Summe 50 Mio. Euro für ein Jahr Lewandowski. Bei 50 Pflichtspielen: eine Million Euro pro Spiel. Dasselbe fürs zweite Jahr. Wie viele Tore müsste Lewandowski schießen, damit sich diese Rechnung lohnt?
Donnerstag auf dem Sportbusiness-Kongress Spobis in Düsseldorf kündigte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge an, dass die reichen Bayern noch reicher werden. „Der Umsatz wird zum ersten Mal die 700 Millionen Euro reißen, davon kann man ausgehen“, sagte. Eine Million pro Lewandowski-Spiel kann sich Bayern locker leisten.
"So ein Risiko hat selten geklappt"
Ein Generationswechsel im Sturm funktioniert ohnehin nur mit Lewandowskis Einwilligung. Er müsste einen Klub in Europa finden, der ihm (a) gefällt und (b) das vermutete Jahresgehalt von 15 Mio. Euro zahlt. Das könnte in England, Spanien oder Italien sein. Das eine Risiko für die Bayern: Sie machten einen potenziellen Rivalen in der Champions League stärker.
In der Vergangenheit scheiterte Lewandowski zweimal mit dem Versuch, den Verein zu verlassen; er wollte zu Real Madrid. Inzwischen kann er sich sogar vorstellen, bei Bayern in Rente zu gehen. Es gibt nicht viele Vereine, die sein Gehalt zahlen wollen. Und seit Sandro Wagners Abgang nach China braucht ihn Bayern mehr denn je. Selbst dann, wenn Werner kommt.
Denn das andere Risiko: Noch kann niemand sagen, ob Werner den Anforderungen des FC Bayern gerecht wird. Mit neun Treffern und zwei Torvorlagen bei RB Leipzig liegt er in der Scorerliste ganz vorne; ihm gehört die Zukunft. Aber im Vergleich ist Luka Jovic (Eintracht Frankfurt) mit einer Trefferquote von 97 Minuten für ein Tor noch besser; er hat 13 Tore bisher.
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