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Kai Havertz: Nein zu Bayern München war goldrichtig

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28. August · Ausgabe #219 · Im Browser ansehen
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Kai Havertz: Nein zu Bayern München war goldrichtig
Hört aufmerksam zu, wenn es um seine Ablösesumme geht: Leverkusens Spieler Kai Havertz, 20.
Bayer Leverkusen lässt das Supertalent erst 2020 ziehen
Von Pit Gottschalk
Zwei ungewöhnliche Personalien wurden in diesen Tagen öffentlich. Zuerst ließ Timo Werner vermelden, dass er seinen Vertrag bei RB Leipzig vorzeitig um drei weitere Jahre verlängert. Danach wurde bekannt, dass Bayer Leverkusen Kai Havertz behält und dies Bayern München schon vor Wochen mitgeteilt hat.
Beide Personalien sind deshalb ungewöhnlich, weil die zwei jungen Spieler, der eine 23 und der andere 20 Jahre alt, eben nicht dem ganz großen Geld folgen und sich mit den immer noch üppigen Zahlungen vom bestehenden Arbeitgeber begnügen. Selbstverständlich ist das nicht. Deshalb ist auch die Rolle der beiden Vereine bemerkenswert.
Um Timo Werner zu halten, musste sich RB Leipzig gewaltig strecken und die ehemals definierte Gehaltsobergrenze auf jetzt (angeblich) sieben Millionen Euro jährlich anheben. In Leverkusen hätte Sportchef Rudi Völler problemlos mit einer hohen zweistelligen Millionenablöse den nächsten Etat bestreiten können - und widersetzte sich der Verlockung.
Man muss beiden Klubs dankbar sein. Es gibt zu viele Beispiele, dass hoffnungsvolle Talente ihr behutsames Umfeld verließen und in die weite Welte hinauszogen - und dann scheiterten. Jann Fiete Arp erlebt den Karriereknick gerade. Er war als Riesentalent beim HSV gefeiert worden; jetzt darf er beim FC Bayern nicht mal auf der Ersatzbank sitzen.
Nicht einmal der Portugiese Renato Sanches, 2016 noch Europameister in Frankreich, schaffte den Durchbruch; er flüchtete jetzt nach Lille. Bayern München ist eine Lotterie: Man kann noch so viel Talent mitbringen - man braucht halt Glück. Serge Gnabry hat es wohl geschafft - Mario Götze von 2013 bis 2016 eher nicht.
Man darf Bayern München deshalb keinen Vorwurf machen. Darwinismus gehört zur Klub-DNA, jeder weiß es, und hat den Verein zur Nummer 1 werden lassen. Nur ist ein Jungprofi klug beraten, nicht allein an den Kontostand zu denken, sondern vor allem an die eigene Entwicklung als Spielerpersönlichkeit. Das große Geld kommt schon früh genug.
Vereine wie Bayer Leverkusen, die zwar gut bezahlen, aber halt nicht wie Bayern München oder Borussia Dortmund, können darin ihre Chance sehen: Dass sie Spielern ein Zuhause bieten, wie man es ein Stock höher eher nicht findet. Auch hier folgt die Belohnung noch. Mindestens 100 Mio. Euro soll Kai Havertz irgendwann bringen. Dann lohnt sich das Durchhalten ja.
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1:33 PM - 26 Aug 2019
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Frauenfußball 2.0
Von Alex Steudel
Als ich gestern las, dass die Frauenfußball-Saison schon angefangen hat, wurde mir klar, dass das komplett an mir vorbeigegangen ist. Ich fing an zu recherchieren und erschrak dabei an einer Stelle sehr, und zwar an der, wo die Zuschauerzahlen stehen: Das Erstliga-Spiel FC Bayern gegen FFC Frankfurt fand am Freitag vor 762 Menschen statt. Und zur Begegnung TSG Hoffenheim gegen 1. FC Köln verirrten sich tags drauf 280 Leute.  
Ich dachte gleich: Die beim Kicker haben bestimmt eine Null vergessen! Mindestens. Haben sie aber nicht.
Kurz: Frauenfußball kommt hier nicht in Fahrt. (Und ich weiß auch warum.) 
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Dabei sind die Rahmenbedingungen spitzenmäßig. Große Frauen-Turniere sorgen regelmäßig für Begeisterungsstürme; das ganze läuft quasi durchgehend im Fernsehen, und zwar nicht auf Sky Sport 27, sondern bei den Öffentlich-Rechtlichen. Das WM-Viertelfinale 2019 Deutschland gegen Schweden guckten im ZDF 7,9 Millionen Menschen.  
7,9 Millionen – dafür müssten die Hoffenheimerinnen achtundzwanzigtausendmal hintereinander gegen Köln antreten.
Das ist übrigens der Punkt, an dem sich auch der/die Letzte fragt: Na, kommen jetzt die Witzchen? Tun sie nicht, ich finde nämlich Frauenfußball gar nicht mal so übel. Ich war bei der WM 2019 sehr beeindruckt von der Entwicklung in Sachen Athletik und Tempo. 
"Liga ist unser tägliches Brot"Frauenfußball
Aber. Ich finde, dass Frauenfußball ein großes Problem hat - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Nach wie vor hole ich mir ein Bier aus der Küche, wenn ein Konter läuft, weil das Spielfeld so lang ist und Frauen eben langsamer sind als Männer. Nach wie vor haben Frauen Probleme, den Ball von der Seitenauslinie hoch vors Tor zu flanken, weil das Feld so breit ist. Und nach wie vor kommen Torhüterinnen an zu viele gut platzierte Schüsse nicht ran, weil sie zu klein und die Tore zu hoch und breit sind. Das finde ich blöd. 
Für mich lautet die Lösung (die sich woanders, zum Beispiel Volleyball, bewährt hat): Passt das Spiel der Physis an! In diesem Fall: Macht Spielfeld und Tore kleiner. Studien haben ergeben, dass Männer je nach Sportart bis zu 20 Prozent leistungsfähiger sind als Frauen. Heißt über den Daumen gepeilt: Spielfeld künftig 80x60 statt 100x70 Meter, Tore 6,00x2,00 statt 7,32x2,44 Meter.
Und schon geht’s ab! Klar ist das nur mit Aufwand umsetzbar – aber wenn die Verbände etwas haben, dann Geld. Probiert es also wenigstens mal, lasst zwei Bundesliga-Teams vor Testpublikum gegeneinander antreten, und danach, ich bin mir ganz sicher, erlebt die Frauenfußball-Bundesliga ihren zweiten Frühling.
Entschuldigung, ihren ersten, meinte ich.
"Es wäre cool, wenn wir auch so ein Selbstverständnis entwickeln" "Es wäre cool, wenn wir auch so ein Selbstverständnis entwickeln"
Alle mal herhören!
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