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Klinsmann-Debüt in Berlin: Er will den BVB niederrennen

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Unter der Überschrift "Gastvereine sollen Polizeikosten mittragen
 

Fever Pit’ch

30. November · Ausgabe #298 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Unter der Überschrift “Gastvereine sollen Polizeikosten mittragen” berichtet der Weser-Kurier von der vielleicht mutigsten Attacke, die Werder Bremen bisher in dieser Bundesliga-Saison gewagt hat. Das Argument zur Kostenteilung klingt bestechend: Zu einem Streit gehören immer zwei, und wenn die Polizei zu einem Fußballspiel mit hohem Gewaltpotenzial anrückt, dann auch deshalb, weil sich Fans aus beiden Lagern auf den Tod nicht ausstehen können. Warum also nicht beide Vereine in die Pflicht nehmen?
Natürlich kommt man in der Diskussion schnell zu dem einen Punkt, wer grundsätzlich die Polizeikosten bei einem Bundesliga-Spiel tragen soll: der Staat oder doch der Veranstalter selbst. Die Bundesliga-Vertretung DFL hat die Schutzmaßnahmen rund um die Stadien immer als öffentliche Aufgabe verstanden und zur eigenen Entlastung die Benefits aus dem Profifußball vorgetragen, Steuerabgaben und Schaffung von Arbeitsplätzen zum Beispiel. Aber wo ist die Grenze, was mit Steuergeldern bezahlt werden soll?
Die Stadt Bremen ist da eindeutig: Alles, was über das übliche Maß an Kosten hinausgeht, bei Hochrisikospielen eben, will man der Deutschen Fußball-Liga in Rechnung stellen. Das geht schnell in die Millionen. Werder Bremen kommt diese Haltung womöglich teuer zu stehen. Der Weser-Kurier weiß von Plänen, dass der Verein diese Kosten zu 100 Prozent alleine tragen soll. Man erkennt sofort: Werder Bremen würde ohne eigenes Verschulden einen erheblichen Wettbewerbsnachteil erleiden.
Die Bundesliga stößt hier an die Grenzen ihrer Solidarität. Es wäre ein Leichtes zu sagen, dass Polizeikosten, die von der Politik angeordnet wurden, nach dem Verursacherprinzip geteilt werden. Wenn der Hamburger SV irgendwann zurück in der ersten Liga sein sollte und es nicht schafft, dass seine Chaoten Ruhe geben: Warum sollte Werder dafür zahlen? Der Effekt wäre doch eher, dass der HSV motiviert sein müsste, das Risiko im Laufe der Zeit zu minimieren. Vermutlich wird das nur ein frommer Wunsch bleiben.
Einen vernünftigen Samstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Klinsmann-Debüt in Berlin: Er will BVB niederrennen
Jürgen Klinsmann bei der Pressekonferenz
Jürgen Klinsmann bei der Pressekonferenz
Standards, Konter, Torschüsse: Wo Hertha BSC ansetzen muss
Jürgen Klinsmann misst gleich seinem ersten Auftritt als Trainer von Hertha BSC am Samstag gegen Borussia Dortmund große Bedeutung zu. “Viel hängt davon ab, wie es gegen Dortmund läuft”, sagte Klinsmann am Freitag.
In seinem ersten Bundesliga-Spiel seit über zehn Jahren sei das Ergebnis nicht so wichtig. “Entscheidend ist, wie wir uns präsentieren. Wenn wir mit Willen und Einstellung dabei sind, ist mir nicht bange”, so Klinsmann.
Ein Feuer im Berliner Regen Ein Feuer im Berliner Regen
Für das Dortmund-Spiel vor mit 75.000 Besuchern wohl ausverkauftem Haus will der neue Trainer seine Spieler taktisch nicht überfrachten. “Wenn man Tabellen-15. ist, sind die Nerven angespannt. Sie müssen über viel Lauf- und Kampfbereitschaft ins Spiel finden und sich Selbstvertrauen erarbeiten”, sagte der frühere Welt- und Europameister. “Wir brauchen Punkte.”
Über die Krise beim Gegner in Dortmund wollte Klinsmann nicht viele Worte verlieren. “Natürlich haben wir uns ihr Spiel gegen Barcelona am Mittwoch angeschaut”, meinte Klinsmann. “Aber wir versuchen unserer Mannschaft zu sagen, dass es an uns liegt”, sagte der neue Berliner Hoffnungsträger, der am Mittwoch als Hertha-Trainer vorgestellt worden war.
Kapitän soll Vedad Ibisevic bleiben. “Er ist ein Leader”, sagte Klinsmann, der schon eine Startelf im Kopf hat. “Ich erwarte von den erfahrenen Profis wie Thomas Kraft, Niklas Stark und Marko Grujic, dass sie jetzt führen”, meinte der Ex-Bundestrainer. Kraft ersetzt im Tor den gesperrten Rune Jarstein: “Die Erfahrung von Thomas Kraft ist wichtig für uns.”
Darum scheiterte Jürgen Klinsmann damals beim FC Bayern Darum scheiterte Jürgen Klinsmann damals beim FC Bayern
Jürgen Klinsmann strahlte nicht so oft wie sonst, wirkte einen Tag vor seinem Bundesliga-Comeback erschöpft und abgekämpft. “Die ganze Zeit war sehr intensiv, mit wenig Schlaf. Deshalb bin ich noch aufs Laufband gegangen.”
Er betonte aber auch, dass der neue Job Spaß machen würde. “Die Spieler sind sehr offen”, sagte der Trainer, die neue Stadt bereite ihm Freude. “Für mich ist es schön, auf dem Weg zum Training durch Berlin zu fahren.”
Bei Bundestrainer Joachim Löw hat Klinsmann sich bereits dafür bedankt, dass der DFB seinen Torwarttrainer Andreas Köpke der Hertha bis Ende des Jahres zur Verfügung gestellt hat.
Klick genügt
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