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Lieber Bundesliga-Derby als Europacup-Reisen

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Geschraubt, gedreht, verzweifelt: Der Link, der gestern zum Inter
 

Fever Pit’ch

7. Dezember · Ausgabe #30 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Geschraubt, gedreht, verzweifelt: Der Link, der gestern zum Interview mit Günter Klein führen sollte, funktionierte nicht. Keine Ahnung warum. Weil ich aber die Einschätzung des Hoeneß-Biographen zu den Vorgängen beim FC Bayern für wichtig erachte, wiederhole ich hier den Link zum Kopien oder Abtippen. Ich kann nur sagen: Die Lektüre lohnt sich.
https://ueberdielinie.de/2018/12/04/uli-hoeness-und-die-krisenbayern-ein-interview-mit-guenter-klein/
Gleichzeitig wenden wir den Blick Richtung Samstag: aufs Spiel der Spiele. Es ist auffallend: Es gibt zu wenige Derbys in der Bundesliga.
Euer Pit Gottschalk

Bundesliga fiebert Derby entgegen
"Alles auf Schalke hat mit harter Arbeit zu tun" (+) "Alles auf Schalke hat mit harter Arbeit zu tun" (+)
Eine Tabelle, sagt man, lügt nicht. Schalke liegt auf Rang 12 und hat erst 14 Punkte nach 13 Spieltagen. Für einen Vizemeister ist das grottenschlecht. Borussia Dortmund dagegen lacht von der Tabellenspitze mit 33 Punkten. Der Vorsprung auf Rekordmeister FC Bayern beträgt neun Zähler.
Damit dürfte die Ausgangslage für das Derby am Samstag um halb vier eindeutig sein. Favorit ist der BVB, Außenseiter Schalke 04. Dazu wird wohl jeder im Ruhrgebiet sagen: Vergiss es! Das Spiel setzt solche Emotionen frei, dass sogar die Spieler einzeln ergriffen werden.
Schalke reicht ja schon ein irgendwie erkämpfter Derby-Sieg in der Veltins-Arena - und der schrottreife Saisonstart ist vergeben und fast vergessen. Das ist der Pott: Ein halbes Jahr, bis zum Rückspiel nämlich, herrscht dann Ruhe im Revier.
"Sind wir bereit für so einen Kampf?"
Schon Donnerstag, zwei Tage vorm Spiel, beherrschten die beiden Klubs mit Pressekonferenzen das Tagesgeschehen. BVB-Sportchef Michael Zorc, ein Leben lang schwarz-gelb, musste sogar die blaue Farbe der Pullover und Fußballschuhe rechtfertigen. “Kein Königsblau”, sagte er lachend.
Warum diese Beobachtungen vorm Wochenende wichtig sind: Nur ganz wenige Europacup-Spiele setzen Emotionen frei, die nur Tradition aufbaut. Werder Bremen gegen Hamburger SV sei als Beispiel genannt: Wie sehr fehlt uns das Nordderby diese Saison! Es gibt zu wenige Derby in der Liga.
Wenn die Uefa also meint, immer mehr Spiele ins Programm zu nehmen, und sei es durch einen dritten Europacup-Wettbewerb, wird niemals entstehen, was rund um ein Revierderby passiert. Im Europacup geht es, man ahnt es, allein ums Geldscheffeln.
Gegen wirtschaftliches und kreatives Erneuern ist nichts zu sagen. Was jahrelang gut war, muss nicht in Zukunft gut bleiben. Das Bessere, ein alter Spruch, ist des Guten Feind. Nur erkennt man das Bessere in diesem Fall nicht. Aber niemand hebt mahnend den Finger. Geld wollen sie alle.
"Ich will alles dafür tun, Titel zu gewinnen" (+)
Dabei steht in der Frage, wie die Zahl der Europacup-Spiele mit erhöhter Dotierung die Bundesliga verwässern könnte, weit mehr auf dem Spiel als zum Beispiel, Achtung, bei Montagsspielen oder Helene-Fischer-Auftritten. Darüber muss mehr geredet werden.
Die Mannschaften werden zu nichtssagenden Gegnern geschickt (schon erlebt), kommen übermüdet in den Alltag zurück (schon vorgekommen) und müssen trotzdem Vollgas in der Bundesliga geben können? Man ahnt, wohin das führt. Längst tun sich da Grenzen auf.
Da fragt man sich: Wollen wir das? Eigentlich will man doch Emotionen, Aufregung, Schnauferei. Ein Spiel gegen Donezk wird das nie erzeugen. Darum müsste man alles tun, um die Bundesliga und ihre Derbys vor internationaler Spiele-Inflation zu schützen.
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