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Mit Messi oder ohne Messi: Der BVB muss heute leiden

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Gegen Real Madrid hat Borussia Dortmund so oft in der Champions L
 

Fever Pit’ch

17. September · Ausgabe #236 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Gegen Real Madrid hat Borussia Dortmund so oft in der Champions League gespielt (exakt 14 Mal seit 1998), dass es zum Schluss nur noch hieß: Ach, die schon wieder. Zu einem Duell mit dem FC Barcelona und dessen Superstar Lionel Messi reichte das Losglück dagegen nie. Die letzte Begegnung liegt 21 Jahre zurück. Und geschah auch nur im Uefa-Supercup (1:1 und 0:2).
Darum ist die Vorfreude auf die Begegnung im Signal Iduna Park heute Abend so groß, dass das zweite deutsche Spiel, RB Leipzig bei Benfica Lissabon, fast in Vergessenheit gerät. Der übertragende TV-Sender Sky darf auf eine hohe Einschaltquote hoffen. Und das Publikum im Stadion, dass Messi doch noch rechtzeitig fit wird. Man will ihn endlich spielen sehen.
Wer sich die Zeit bis zum Anpfiff um 21 Uhr vertreiben will, kann dies mit unserem Quiz zur Champions League tun. Der Preis: ein Ticket zu einem Spiel in der Champions League. Ich kann zwar nicht versprechen, dass ich eines zum Rückspiel am 27. November in Barcelona ranschaffen kann. Aber ich werde es versuchen. Also, macht mal vorsichtshalber beim Quiz mit.
Einen königlichen Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Mit Messi oder ohne Messi: Der BVB muss heute leiden
Lionel Messi muss man mögen. Seinen Pullover eher nicht. Foto: Imago / Zuma
Aber es gibt ein skurriles Torhüterproblem
Von Oliver Mucha und Thomas Nowag
Mutig, selbstbewusst, widerstandsfähig: Borussia Dortmund will den schier übermächtigen FC Barcelona mit Kampf und Charakter stürzen. Ob mit oder ohne Lionel Messi: “Wir werden viel leiden müssen”, ist sich Kapitän Marco Reus vor dem Kracher zum Champions-League-Auftakt am Dienstag sicher.
Nach dem schnellen Ende des Krisengeredes durch den überzeugenden Sieg gegen Bayer Leverkusen (4:0) ist das Selbstvertrauen beim Vizemeister wieder so groß, dass Reus sogar auf einen Einsatz des “besten Spielers der Welt” von Beginn an hofft: “Er hat Fähigkeiten, die kaum jemand hat. Ich würde mich freuen, wenn er spielen würde.”
Ungeachtet des Mitwirkens des angeschlagenen Messi (Wadenprobleme) will sich der BVB auf seine Stärken besinnen. “Wir müssen mutig sein und unser Spiel selber durchdrücken”, sagte Reus. Man sei selbstbewusst genug, um zu sagen, “dass wir dieses Spiel gewinnen wollen”.
Marco Reus freut sich auf Barcelona Marco Reus freut sich auf Barcelona
Der eher zurückhaltende Lucien Favre lauschte den Worten seines Führungsspielers und ging dann selbst verbal in die Offensive. “Wir werden da sein”, versicherte der Trainer, der 1991 in Barcelona unter Johan Cruyff hospitiert hatte und sich seitdem vom Spielstil der Katalanen mit dem teils erdrückenden Ballbesitz-Fußball “inspirieren” ließ.
Auf diesen hat sich der BVB beim ersten Duell mit dem spanischen Meister seit 21 Jahren eingestellt. “Es wird Phasen geben, in denen wir längere Zeit nicht den Ball haben werden. Wir werden viel laufen und viel verteidigen müssen”, sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.
Doch von einer reinen Abwehrschlacht will der Ex-Profi nichts wissen. “Wir haben ein paar Waffen, um Barcelona wehzutun. Es wird Momente geben, in denen wir unsere fußballerische Klasse zeigen müssen”, sagte Kehl.
"BVB klarer Favorit gegen Barcelona" "BVB klarer Favorit gegen Barcelona"
Von den eigenen Waffen ist auch das Team überzeugt, obwohl Nationalspieler Nico Schulz (Fußverletzung) weiter ausfallen wird. “Zu Hause”, betonte Axel Witsel, “können wir jeden schlagen.”
Dabei setzen die Schwarz-Gelben auf die Treffsicherheit von Paco Alcacer. Der ehemalige Barca-Stürmer ist in glänzender Form und will nach fünf Toren in den ersten vier Ligaspielen in der Königsklasse nachlegen. “Er ist ein eiskalter Torjäger, der nicht viele Chancen braucht”, lobte Reus den Spanier, der in seinen zwei Jahren bei Barca nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinausgekommen war. “Ich bin gegangen, um wieder glücklich zu sein und zu spielen”, sagte Alcacer rückblickend.
BVB-Torjäger Paco Alcacer tritt gegen FC Barcelona nach BVB-Torjäger Paco Alcacer tritt gegen FC Barcelona nach
Gegen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen würde der 26-Jährige gerne treffen und damit seinem Team einen optimalen Einstand in “eine ausgeglichene und schwierige Gruppe” (Reus) bescheren. Neben dem BVB und Barca kämpfen auch Inter Mailand und Slavia Prag um den Einzug ins Achtelfinale. 
“Wir trauen uns zu, für eine Überraschung zu sorgen”, erklärte Reus in Erinnerung an die Überraschungsmannschaften Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur in der vergangenen Saison. Ein guter Start sei dafür wichtig, so Reus. Dann würde es das von Sportdirektor Michael Zorc angekündigte Fußball-Fest werden - mit einem mutigen, selbstbewussten und widerstandsfähigen BVB.
Oliver Mucha und Thomas Nowag sind SID-Redakteure.
Attacke aus Barcelona
Marc-André ter Stegen heizt Torhüter-Zoff an Marc-André ter Stegen heizt Torhüter-Zoff an
Marc-Andre ter Stegen hatte keinerlei Lust auf Fußball-Diplomatie. Mit ruhiger Stimme, aber in der Sache knallhart heizte der Schlussmann vom FC Barcelona den Streit mit seinem Rivalen und Kapitän Manuel Neuer um die Nummer eins im deutschen Tor weiter an. Was vorher ein Schwelbrand war, ist seit Montagabend ein offenes Feuer. 
“Ich denke nicht, dass Manu etwas zu meinen Gefühlen sagen und diese bewerten muss. Seine Aussagen sind unpassend”, sagte ter Stegen während der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Auftakt bei Borussia Dortmund in aller Deutlichkeit. Ein klärendes Gespräch mit dem Platzhirschen des FC Bayern habe es noch nicht gegeben. 
Ter Stegen hatte seine unbefriedigende Reservisten-Rolle nach der jüngsten Reise zur Nationalmannschaft für die Spiele gegen die Niederlande (2:4) sowie in Nordirland (2:0) beklagt und als “schweren Schlag” bewertet. Neuer stieß dies anscheinend auf: Er warf seinem Kontrahenten mannschaftsschädigendes Verhalten vor. 
Dies wiederum will ter Stegen überhaupt nicht auf sich sitzen lassen. “Fußball ist auch Leid, Freude und Enttäuschung”, sagte der 27-Jährige, der sich offensichtlich gut auf die Frage nach dem Zwist vorbereitet hatte. “Über die letzten Jahre sieht man, wie ich mich verhalten habe.” 
Damit wolle er das Thema “beenden” - was ihm ganz sicher nicht gelingen wird. Bundestrainer Joachim Löw droht ein Kampf zweier Torhüter-Alphatiere mit offenem Visier, wie es ihn zuletzt zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann gegeben hatte. 
Heute im Fernsehen
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Pit Gottschalk
Dienstag startet die Champions League. Welches Spiel wird spannender? #UCL #BVB #RBL
4:10 PM - 16 Sep 2019
Was man zur Champions League wissen muss
Stefan Effenberg zählt FC Bayern nicht zu den Topfavoriten Stefan Effenberg zählt FC Bayern nicht zu den Topfavoriten
Die Champions League startet heute in ihre 28. Saison. Es ist der wichtigste Klubwettbewerb im europäischen Fußball, der vor 1992 Europapokal der Landesmeister hieß. 32 Teams greifen ab nach dem begehrten Henkelpott. Beteiligt sind die Meister und Top-Klubs aus den europäischen Ligen. 26 Mannschaften haben sich direkt qualifiziert, sechs Teams lösten das Ticket über die Qualifikation und die Play-offs. Die Sport-Informations-Dienst (SID) beantwortet die wichtigsten Fragen zum Start der Königsklasse.
Wie ist der Modus?
Die 32 Mannschaften treten in acht Vierergruppen mit Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Die ersten beiden Teams pro Gruppe stehen im neuen Jahr im Achtelfinale der K.o.-Runde, die Dritten treten in der Zwischengruppe der Europa League an. Das Finale steigt am 30. Mai 2020 im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion.
Wer sind die Favoriten?
Vorjahressieger FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp gehört wieder zu den heißen Anwärter und könnte zum dritten Mal in Folge ins Finale einziehen. Doch auch den üblichen Verdächtigen wie Real Madrid, FC Barcelona, Manchester City und Bayern München wird der Titel zugetraut. Gespannt darf man sein, ob Paris St. Germain unter seinem deutschen Trainer Thomas Tuchel endlich die Vorgaben der katarischen Klubbosse erfüllt und den Pott an die Seine holt.
Was sagen die Buchmacher?
Für einen Triumph von Bayern München im Endspiel der Königsklasse zahlt Bwin das 13,00-Fache des Einsatzes aus. Vor den Münchnern liegen allerdings sechs Teams, darunter Titelfavorit Manchester City (Quote 4,50), der FC Barcelona (6,00) sowie Real Madrid (9,00). Titelverteidiger FC Liverpool ist mit einer Quote von 7,50 notiert.
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Wo landen die anderen deutschen Teams?
Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen haben dicke Brocken in der Gruppenphase zugelost bekommen und müssen ums Weiterkommen bangen. Der BVB trifft auf den FC Barcelona, Inter Mailand und Slavia Prag. Bayer bekommt es mit Juventus Turin, Atletico Madrid und Lokomotive Moskau zu tun. Leipzig hat es dagegen etwas leichter, trifft auf Benfica Lissabon, Zenit St. Petersburg und Olympique Lyon. Bayern München muss sich mit Roter Stern Belgrad, Tottenham Hotspur und Olympiakos Piräus. 
Sind Überraschungen zu erwarten?
Im letzten Jahr starteten Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur zur Überraschung vieler durch und scheiterten erst im Halb- bzw. im Finale. Fraglich ist, ob beide Teams wieder so auftrumpfen können. Sky-Experte Dietmar Hamann traut Olympiakos Piräus viel zu. “In Piräus werden mit Sicherheit einige Probleme bekommen”, sagte Hamann im SID-Interview.
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Wo sind die Spiele zu sehen?
Sky zeigt zwölf Spiele der Gruppenphase mit deutscher Beteiligung live und bietet an allen Spieltagen eine Konferenz an. Zu den Live-Spielen gehören der Kracher zwischen Borussia Dortmund und dem FC Barcelona am Donnerstag (21 Uhr) sowie der erste Auftritt von Bayern München am Mittwoch gegen Roter Stern Belgrad (21 Uhr). Der Streamingdienst DAZN zeigt 110 der 138 Spiele in der Königsklasse live, darunter zwölf Begegnungen mit deutscher Beteiligung in der Gruppenphase.
Wie sieht es mit Reformen aus?
Seit geraumer Zeit wird über Reformen in Europa diskutiert, spruchreif ist aber noch nichts. Es gibt unterschiedliche Modelle, es wird eine Reform der Champions League ab 2024 angepeilt. Zuletzt war von einem Drei-Ligen-System mit Auf-und Abstieg die Rede. Allerdings besteht noch großer Redebedarf. Kleinere Klubs begehren auf, weil sie befürchten, dass die Top-Klubs ihre sportliche Teilnahme und ihre finanziellen Einnahmen sichern und ausweiten wollen.
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