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Neuer Trainer bei Hertha BSC: Die Lage ist kompliziert

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Bild berichtet, dass die beiden Hamburger Vereine HSV und FC St.
 

Fever Pit’ch

26. November · Ausgabe #294 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Bild berichtet, dass die beiden Hamburger Vereine HSV und FC St. Pauli eine Rekordstrafe von insgesamt 450.000 Euro zahlen sollen. Teurer als die Pyro-Attacke beim Derby war selten ein Feuerwerk im deutschen Profifußball. Beide Klubs hätten das Geld gut und gerne in die Jugendarbeit ihrer NLZ oder in den Kader stecken können. Aber das ist jetzt nicht mehr möglich.
Vermutlich werden die Ultra-Fans ihr vereinsschädigendes Verhalten erneut schönreden, die Verbandsstrafe als Gängelei empfinden und wiederholt auf den DFB schimpfen. Man möchte diesen Wichtigtuern am liebsten ins Gesicht sagen: Geht woanders spielen - euer Pyro braucht kein Mensch im Stadion! Es geht um Fußball. Nicht um Feuerwerk und Ego-Trips.
Einen vertrockneten Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Neuer Trainer bei Hertha BSC: Die Lage ist kompliziert
Niko Kovac ist der Wunschkandidat in Berlin Niko Kovac ist der Wunschkandidat in Berlin
Von Florian Krebl
Eine Weltstadt wie Berlin erdrückt ihre Bewohner gerne. Mal nerven die Party-Touristen auf der Warschauer Straße, mal die Familien im Kaufrausch am Kurfürstendamm - irgendwas ist immer. Doch genau daraus, aus der niemals endenden Vibration der Metropole, will Hertha BSC Kapital schlagen. Stichwort: Big City Club. In Anbetracht der zuletzt blutleeren Leistungen aber ächzt der Tabellen-15. aktuell unter dem Gewicht der eigenen Ansprüche.
Das dürfte Investor Lars Windhorst nicht vorgeschwebt haben, als er 224 Millionen Euro einbrachte, um langfristig als eben jener Großstadtklub um die Champions League zu spielen. Stattdessen muss sich ein Kader von gutem Bundesliga-Mittelmaß aller Voraussicht nach mit ganzer Kraft strecken, um im Sommer nicht steinreich in Liga zwei aufzuwachen. Woran es gelegen hat, kann keiner so recht sagen. 
So regelt Hertha-Manager Michael Preetz die Covic-Nachfolge So regelt Hertha-Manager Michael Preetz die Covic-Nachfolge
Trainer Ante Covic, dem die Aufgabe als Chef zu groß scheint, hat “Kopfprobleme” bei seinen Spielern ausgemacht. Kann natürlich alles sein, aber ist bei derart hehren Zielen vielleicht etwas zu wenig der Erklärung. 
Gestattet sein muss die Frage nach der sportlichen Führung um Manager Michael Preetz, mit Hertha schon zweimal abgestiegen. Schließlich war es seine Entscheidung, die unter Pal Dardai gewonnene Stabilität für einen Coach ohne Bundesliga-Erfahrung aufzugeben.
Das ließe sich alles einfacher verzeihen, hätte der Klub nicht mit Multi-Millionen-Beträgen und Jürgen Klinsmann als Aufsichtsrat zum Großangriff auf die Liga-Spitze geblasen. Eigentlich wird in Berlin nämlich auch gut gearbeitet. In der Jugend zum Beispiel, aus der immer wieder Talente in die erste Mannschaft drängen. 
Anstelle von Lob dafür erntet die Hertha jedoch immer wieder Häme für unrealistische Selbsteinschätzungen wie Klinsmanns Mär vom “spannendsten Fußball-Projekt Europas”. Da liegen Anspruch und Wirklichkeit zu weit auseinander.
"Aufgeben gibt es nicht in meinem Leben" "Aufgeben gibt es nicht in meinem Leben"
Der schwer angeschlagene Trainer Ante Covic weiß offenbar nicht, ob er am Samstag gegen Borussia Dortmund noch auf der Bank sitzt. “Ich werde mich mit Samstag null beschäftigen, weil ich noch ein, zwei Tage benötige, das alles zu verarbeiten, was da Sonntag leider passiert ist”, sagte Covic einen Tag nach der herben 0:4 (0:2)-Pleite beim FC Augsburg.
Die Berliner haben nunmehr die vier vergangenen Ligaspiele allesamt verloren und stehen mit elf Punkten auf Tabellenplatz 15. “Im Moment ist mein Thema, so schnell wie möglich aus der Spirale herauszukommen und einen positiven Trend einzuleiten”, so der 44-Jährige, der der Meinung sei, seine Mannschaft habe “genügend Qualität” dafür. Mit Manager Michael Preetz, der am Sonntag nach dem Augsburg-Spiel mitteilte, das Ganze “erst einmal sacken lassen” zu müssen, stehe Covic laut eigener Aussage in ständigem Austausch.
Zudem hält sich Covic selbst für den richtigen Mann für die Wende. “Wenn ich nicht der Meinung wäre, wäre ich nicht hier. Aufgeben gibt es nicht in meinem Leben. Einfach kann jeder”, sagte er. Bei seiner Mannschaft sieht der Kroate vor allem mentale Probleme bei den Spielern als Ursache für die schwachen Auftritte und will genau dort ansetzen. “Wir müssen in den Köpfen eine gewisse Sicherheit vom Einfachen zum Schweren schaffen, damit sie dann möglichst schnell an ihre Leistungsgrenze kommen”, so Covic.
Florian Krebl ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)
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