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Pál Dárdai nicht cool genug für Hertha BSC - Trennung!

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Wenn ich Ajax Amsterdam so furchtlos und zielstrebig in der Champ
 

Fever Pit’ch

17. April · Ausgabe #131 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Wenn ich Ajax Amsterdam so furchtlos und zielstrebig in der Champions League siegen sehe, zuletzt bei Real Madrid und gestern bei Juventus Turin, kommen mir zwei Gedanken. Erstens: Schade, dass aus der Bundesliga nur Eintracht Frankfurt so mitreißende Europapokal-Auftritte zurzeit hinlegt. Zweitens: Warum hat Deutschland, fünfmal so groß wie die Niederlande, nicht fünfmal so viele Talente am Start? Sofort überfallen mich düstere Ahnungen. Was läuft in den deutschen Nachwuchsleistungszentren so falsch, dass die bisherigen Verbesserungsvorschläge entweder halbherzig oder störrisch klingen? Der Kicker enthüllte diese Woche einen DFB-Plan, dass die jüngsten Talente die klassische Spielform mit zweimal sieben Spielern auf zwei Toren aufgeben sollen. Künftig sollen F-Jugendliche drei gegen drei auf Minitoren kicken, und das bitte ohne Torwart. Natürlich gibt es gute Gründe für diese Spielform. Aber soll das wirklich die eine Lösung sein, um Individualität und Dribbelkunst auf dem Fußballplatz zu vermitteln?
Ich hoffe nicht und möchte keinesfalls alles schlecht reden, was an gut gemeinten Vorschlägen auf dem Tisch liegt. Wenn aber die Neuausrichtung von Spielformen alles sein soll, das gegen die bessere Jugendarbeit bei Ajax Amsterdam helfen soll, dann haben sie beim DFB etwas verpasst oder schlecht kommuniziert. Merkt denn keiner, dass ein breiter Ruck durch die Talenteförderung gehen muss? Wenn man schon keine eigene Ideen hat, dann kopiert halt, was die in Frankreich, England und jetzt Holland machen. Die machen das schon sehr gut.
Einen jugendfreien Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

Nur noch bedingt geeignet für den Hauptstadtklub
Warum Trainer Pál Dárdai bei Hertha BSC gehen muss Warum Trainer Pál Dárdai bei Hertha BSC gehen muss
Von Emanuel Reinke
Der Abschied von Pal Dardai als Cheftrainer von Bundesligist Hertha BSC hatte sich angedeutet. Zuletzt fünf Niederlagen in Folge waren ein Grund, Dardais Verteidigung der sportlichen Stagnation wohl ein weiterer.
“Das ist Hertha”, kommentierte der Ungar salopp den unbefriedigenden Status Quo. Mittelmaß als Maßstab - das kann und darf nicht die Vision für den Hauptstadtklub sein.
Michael Preetz und seine Trainer-Bilanz
Dardais Verdienste in viereinhalb Jahren sind unbestritten. Er hat aus der Fahrstuhlmannschaft einen etablierten Bundesligisten geformt und viele Talente entwickelt.
Mit dem Abstieg hatte das Team unter seiner Führung nichts mehr zu tun, doch auch nach oben ging eben nicht viel. Dass die Berliner seit Jahren eine bessere Platzierung in der Rückrunde verspielen, verantwortet er.
Hertha BSC: Das Ende des Entwicklers
Hertha BSC verliert mit Dardai als Cheftrainer eine Identifikationsfigur - für die Fans und die breite Öffentlichkeit. Nicht die Mannschaft, keine der verkrampften PR-Kampagnen und auch nicht der mitunter biedere Preetz polierten das Image der grauen Maus auf. Dardai war es, der mit markigen Sprüchen und seiner direkten Art die Außendarstellung bestimmte und positiv beeinflusste.
Preetz ist bei der Suche nach einem Nachfolger gefordert. Dardais Nachfolger muss den Verein nach außen repräsentieren können, Aufbruchstimmung erzeugen und die Mannschaft weiterentwickeln.
Außendarstellung des Trainers spielt wichtige Rolle
Zumindest der Zeitpunkt der Entscheidung ist gut gewählt. Der neue Trainer kann frühzeitig in die Kaderplanung miteinbezogen werden. Das Problem: Neben Berlin sondieren namhaftere oder finanzstärkere Vereine wie Schalke 04 oder der VfL Wolfsburg den Trainermarkt.
Womöglich kontaktieren diese Klubs ja Dardai. Dass er tatsächlich ein Jahr Pause macht und 2020 in den Nachwuchs der Berliner zurückkehrt, scheint zumindest fraglich. 
Emanuel Reinke ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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