Profil anzeigen

Prognose: Pleite in Hoffenheim küsst die Bayern wach

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Das mit dem Tippspiel, ich erwähnte es mehrfach, ist eine verdamm
 

Fever Pit’ch

28. September · Ausgabe #424 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Das mit dem Tippspiel, ich erwähnte es mehrfach, ist eine verdammt böse Sache. So gerne ich tippe: Ich gebe mir keine Chance. Nach den ersten zwei Bundesliga-Spieltagen liege ich auf Platz dreitausendeinhundertsoundsoviel hoffnungslos zurück. Keine Ahnung, warum Mario Basler und Hartwig Thöne vor mir rangieren. Der eine ist Mario, der andere HSV-Fan. Mein kleines Glück besteht darin, dass Thomas Helmer, Europameister von 1996 und Moderator vom Doppelpass, noch schlechter abschneidet. Aber ich merke es selbst gerade: Dass man besser als andere ist, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass man gut ist. Schöne Grüße an die Mannschaften, die in der neuen Tabelle oben stehen - und mir den Bundesliga-Tipp kaputtgemacht haben.
Einen verhängnisvollen Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Prognose: Pleite in Hoffenheim küsst die Bayern wach
Was er wohl gerade denkt?
Was er wohl gerade denkt?
1:4! Desolate Bayern kommen unter die Räder
Von Pit Gottschalk
Der FC Bayern München hat etwas getan, das man seit Monaten quasi für unmöglich gehalten hat - er hat menschliche Züge gezeigt. Nun ist zwar noch nicht ganz entschieden, ob die pausenlose Beanspruchung über den Sommer zu Ermüdungserscheinungen geführt hat oder die TSG Hoffenheim unter ihrem neuen Trainer Sebastian Hoeneß einfach den besseren Spielplan offenbarte. Jedenfalls wissen wir jetzt aber: Die Bayern sind schlagbar.
TSG Hoffenheim, FC Augsburg und Eintracht Frankfurt mit RB Leipzig auf den vier Champions-League-Plätzen: Der Blick auf die Tabellenspitze weckt die Erinnerungen an eine Zeit, als Bayern München nicht die Liga dominierte, und befeuert die Fantasie, was wohl wäre, wenn ein bisschen mehr und öfter Chancengleichheit in der Bundesliga bestünde. Man sollte den Moment jetzt genießen. Bayern bleibt nicht lange auf Platz sieben.
Sebastian Hoeneß zeigt, wie man Bayern ärgert
"Wir suchen keine Ausreden"
Schon in den vergangenen zwei Jahren leistete sich der Rekordmeister im Herbst eine Schwächephase, die beim ersten Mal zu einer unvergleichlichen Aufholjagd auf Borussia Dortmund und beim zweiten Mal zu rigorosem Personalwechsel auf der Trainerbank führte. In beiden Fällen hieß am Ende der Meister Bayern München; es waren die Titel Nummer 7 und 8 in Folge. Man sollte ergo dem Braten, der dampfend in der Küche steht, nicht trauen.
Die Bundesliga wird nicht spannender, wenn die notariell beglaubigten Titelfavoriten, allen voran Borussia Dortmund und Mönchengladbach, ihre Punkte leichtfertig gegen vermeintlich leichte Gegner verschenken. Dafür können die Bayern ja nix, wenn dem BVB auswärts nichts Gewinnendes einfällt. Dem 3:0 daheim gegen Gladbach darf kein 0:2 in Augsburg folgen. Aber man kennt das von Dortmund: Zu oft fehlt der Killer-Instinkt.
Anders die Bayern. Womöglich hilft Hansi Flick sogar die überraschende Pleite von Hoffenheim. Immer und immer wieder hat der Trainer beklagt, dass der Kader zwar Qualität hat (sonst wäre er ja nicht Triple-Sieger geworden), aber in seiner Quantität nicht den jüngsten Belastungen genügt. Er fordert, um es kurz zu machen, mehr Spieler. Sein Begehren ist sehr wohl nachvollziehbar. Nie musste ein Meister mehr Spiele bestreiten.
Wollte Hansi Flick den Transfer-Druck erhöhen?
Mia san müd
Bild rechnete aus, dass schlimmstenfalls 57 Spiele in 254 Tagen anstehen. Also rechnerisch alle vier, fünf Tage ein Spiel. Was das konkret heißt, kann man aktuell erkennen. Freitag in München Liga-Auftakt gegen Schalke. Donnerstag in Budapest Uefa-Supercup gegen Sevilla. Sonntag Bundesliga in Hoffenheim. Mittwoch in München DFL-Supercup gegen Dortmund. Sonntag wieder Bundesliga gegen Hertha. Das Programm klingt schon mörderisch.
Hansi Flick, seit dem Triple Klublegende, möchte die letzten Tage vor dem Transferschluss am 5. Oktober genutzt wissen und neue Spieler auf dem Trainingsplatz sehen. Man wird ihm den Wunsch nicht verwehren können. Worin sonst die Gefahr besteht, zeigte die Hoffenheim-Pleite zu deutlich. Die Bayern werden sich nicht darauf verlassen können, dass die Verfolger ein drittes Mal über die eigenen Beine stolpern. Sie werden nachlegen, wetten?
Strukturwandel im Revier?
FC Schalke 04: Der nächste Verzweifelte FC Schalke 04: Der nächste Verzweifelte
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Ich bewerbe mich als Schalke-Trainer
Von Alex Steudel
Liebes Führungsteam des FC Schalke 04,
hiermit bewerbe ich mich für den Posten des Cheftrainers in Ihrer Profiabteilung.
Ich möchte gleich auf den Punkt kommen. Ich bringe die wichtigste Qualifikation mit, die es aktuell im Trainergeschäft gibt: Ich kenne Jürgen Klopp. Ich habe bereits zweimal in meinem Leben Bier mit ihm getrunken.
Ich habe außerdem das Bayern-Gen. Ich war jahrelang Bayern-Reporter und habe unzählige Trainingseinheiten an der Säbener Straße beobachtet und mitgeschrieben. Unter meiner Pressetribünen-Ägide wurde der FC Bayern mehrmals Meister, Pokalsieger und 2001 Champions-League-Sieger.
Ich muss einen Schalker Spieler nur angucken - schon gewinnt er.
Für den Fall, dass Ihnen das nicht genügen sollte, habe ich eine Bescheinigung des Einwohnermeldeamts beigelegt, aus der hervorgeht, dass ich seit 2003 in Hamburg lebe. Ich habe also 17 Jahre HSV-Fußball schadlos überlebt, was mich vollkommen krisensicher macht.
Schalke 04 braucht einen Trainer mit Feuer
Wagner-Nachfolge: Diese Trainer sind vereinslos
Ich bin außerdem gebürtiger Schwabe: Den Schuldenberg des FC Schalke 04 werde ich mit einer atemberaubenden Lockerheit wegplanen. Außerdem sind einige der besten Schalker Trainer der Neuzeit Schwaben gewesen: Ralf Rangnick und Jens Keller. Ich könnte mir beide als Assistenten vorstellen.
Ich bin übrigens vereinslos und damit sofort und obendrein für kleines Geld verfügbar. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich aufgrund Ihrer finanziellen Situation auf Bar-Gehaltszahlung bestehe: 100.000 Euro am Monatsende in kleinen, nicht durchnummerierten Scheinen. Ich akzeptiere keine Schweinehälften als Punktprämie.
Schalke ist Tradition. Ich habe ein Gespür für Ihre Tradition, weshalb ich kein sportliches Konzept vorlege.
Meine Kolumne bei Fever Pit'ch werde ich weiterschreiben; so könnte ich mich im unwahrscheinlichen Falle eines Misserfolgs selbst bewerten, die überteuerten Spieler niedermachen und damit Oberhand über die Berichterstattung gewinnen.
Ich hoffe baldigst von Ihnen zu hören und verbleibe mt freundlichen Grüßen,
Alex Steudel
BVB, Schalke, Mainz: Klartext von Stefan Effenberg BVB, Schalke, Mainz: Klartext von Stefan Effenberg
Sebastian Weßling
Müssen wir die Vorentscheidung in der Meisterschaft also noch einmal vertagen. #TSGFCB
Heute im Fernsehen
Hamburger SV vor Tabellenführung - geht Hinterseer? Hamburger SV vor Tabellenführung - geht Hinterseer?
Was sonst noch so los ist
Nach Sammer-Absage: Sandro Wagner wird DAZN-Experte Nach Sammer-Absage: Sandro Wagner wird DAZN-Experte
Fall Szalai: Spielerbündnis räumt Fehler ein
DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen Kabak
Kommentar zum Fehlstart des 1. FC Köln
Ein Debüt mit sieben Jahren Anlauf
Der Trend geht zur 2. Liga
Dreierpack! Vardy vermöbelt Manchester City
Alle mal herhören!
"Corona ist für den Fußball, was Lehman für die Finanzwelt war" "Corona ist für den Fußball, was Lehman für die Finanzwelt war"
Hat Dir diese Ausgabe gefallen?
Wenn Du keine weiteren Ausgaben mehr erhalten möchtest, kannst Du den Newsletter hier abbestellen.
Wenn Dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Dir gefällt, kannst Du ihn hier abonnieren.
Powered by Revue
https://pitgottschalk.de/impressum-disclaimer/