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Razzia beim DFB: Ein Präsident in Erklärungsnot

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Machen wir's kurz: Deutschland gewinnt schon wieder nicht. Das 3:
 

Fever Pit’ch

8. Oktober · Ausgabe #432 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Machen wir’s kurz: Deutschland gewinnt schon wieder nicht. Das 3:3 gegen die Türkei ist zwar keine Blamage, immerhin spielte die Nationalmannschaft mit dem zweiten Anzug. Aber auffällig ist es schon: Die Löw-Truppe bringt keine Führung mehr über die Runden und vergeigt den verdienten Lohn in letzter Minute. So geht das neuerdings öfter. Schönspielen reicht nicht.
Man tut sich schwer, einzelnen Spielern deswegen einen Vorwurf zu machen. Freiwillig verschenkt niemand einen Sieg. Ein Alarmsignal ist der Trend jedoch allemal. Wie bei den zwei 1:1-Unentschieden gegen Spanien und Schweiz fehlt ein Charakterzug, den man in Deutschland etwas verächtlich “Siegermentalität” nennt.
Darunter versteht man den Willen, ein Spiel mit aller Macht für sich zu entscheiden. Das klingt zunächst martialischer, als es ist. Aber in guten Teams zeigen sich die letzten Prozentpunkte, die man zu Siegen braucht, auch in scheinbar unwichtigen Spielen wie jetzt gegen die Türkei. Die Reservisten hätten zeigen können, was in ihnen steckt. Das taten sie nicht.
Bundestrainer Joachim Löw äußerte anschließend am RTL-Mikrofon seine Unzufriedenheit, was angemessen war, und verriet unüberhörbar, dass er nicht gewillt ist, das offensichtliche Problem kleinzureden. Allein diese Erkenntnis sollte ermutigend sein: Ein Problem ist erkannt. Acht Monate bleiben ihm bis zur EM ja, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Einen finalisierten Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

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Razzia beim DFB: Ein Präsident in Erklärungsnot
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Von Alexander Sarter
Fritz Keller will kooperieren. Vollumfänglich natürlich - was sonst. Schließlich ist immerhin der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über alle Zweifel hinsichtlich der jüngsten Ermittlungen gegen den Verband erhaben. Das können allerdings nicht alle Spitzenfunktionäre von sich behaupten.
Der seit rund einem Jahr im Amt befindliche DFB-Boss muss zusehends erkennen, dass sich ein Wortspiel mit seinem Namen immer mehr aufdrängt: Der Verband hat ganz offensichtlich noch jede Menge Leichen im Keller.
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Und genau deshalb muss der Präsident, an dessen Willen zu Transparenz und Aufklärung keine Zweifel bestehen, nun extrem sorgfältig und vorsichtig agieren. Keller muss herausfinden, wer in der Führungsriege immer noch mit Verfehlungen aus der Vergangenheit belastet ist. Er muss wissen, wem er vertrauen kann und wem nicht.
Dass Keller diese Untersuchungen schon zu Beginn seiner Amtszeit in externe Hände gegeben hat, erweist sich immer deutlicher als richtige Entscheidung. Der 63-Jährige hat wohl schon früh geahnt, was auf ihn zukommen wird.
Insofern wird der krisengeschüttelte DFB diesmal um den erzwungenen Rücktritt seines Präsidenten herumkommen. Ob das für alle in der Chefetage gilt, scheint dagegen fraglich.
Alexander Sarter ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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