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Schalke 04 chancenlos in Dortmund - rein theoretisch

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Als ich vorige Saison beim Revierderby in Dortmund war, schien di
 

Fever Pit’ch

27. April · Ausgabe #138 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Als ich vorige Saison beim Revierderby in Dortmund war, schien die Schalker Welt noch in Ordnung. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco holte in der zweiten Halbzeit einen 0:4-Pausenstand auf, die Bierbecher flogen im hohen Bogen über die Presseplätze, Naldos Ausgleichstor in letzter Sekunde schüttelte Borussia Dortmund kräftig durch. Anderthalb Jahre ist das jetzt her. Von der Vizemeisterschaft, die danach folgte, redet keiner mehr.
Schalke bietet heute ein Trauerspiel. Trainer und Manager sind längst weg. Die Mannschaft zerfällt in ihre Einzelteile. Der Tedesco-Nachfolger Huub Stevens muss reihenweise Spieler abstrafen, damit die Disziplin nicht völlig flöten geht. Mit ein bisschen Glück schafft Schalke heute in Dortmund den Klassenerhalt. Mit ein bisschen Pech rutscht Schalke Richtung Relegation. Hohn und Spott kommen sowieso.
Mich macht die Entwicklung nur traurig. Da erreicht ein gebeutelter Verein endlich die Fleischtöpfe der Champions League und verspielt alles an guter Hoffnung, die so ein Millionenzuschuss verspricht. Noch hält Clemens Tönnies, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, den Laden irgendwie zusammen. Was aber passiert, wenn Tönnies mal aufhört oder, wenn die nächsten Wahlen schief laufen, aufhören muss? Wie stabil bleibt Schalke dann?
Am Beispiel VfB Stuttgart ist sehr gut zu sehen, wie alles zerfällt, wenn die eine Seite um Präsident Wolfgang Dietrich die andere Seite um Weltmeister Guido Buchwald angiftet. Das ist Ausdruck eines verhunzten Vereinsklimas. Wo Eitelkeiten überschwappen, siehe Hannover 96, ist der Abgrund nur einen Schritt entfernt. Schalke droht ein ähnliches Schicksal, wenn nicht bald (a) alle an einem Strang ziehen und (b) fähige Führungsleute dazu kommen.
Ein törichtes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

Schalke 04 chancenlos in Dortmund - rein theoretisch
Bereit fürs Revierderby: der Signal-Iduna-Park in Dortmund. Foto: Imago/Blickwinkel
Wenn Borussia Dortmund vor Schalke 04 steht, kann Hans-Joachim Watzke ein guter Nachbar sein. „Ich will nicht, dass Schalke absteigt“, gab der BVB-Geschäftsführer zu Protokoll und tat den Königsblauen mit seiner gespielten Großzügigkeit besonders weh. Er hat ja gut Lachen. 
Zum 94. Mal treffen Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 am Samstagnachmittag in der Bundesliga aufeinander. Nie war der Punktestand vor einem Liga-Duell größer: Der BVB liegt 42 Zähler vorne. Da prallen am Samstag zwei Welten aufeinander.
Dabei hat sich Dortmund diese Saison selbst gerade von einer Durststrecke erholt. Das 2:1 im Hinspiel auf Schalke war der erste Sieg nach fünf sieglosen Derbys in Folge. Zuletzt gewann der BVB 2011/12 beide Bundesliga-Spiele gegen den Erzrivalen. 
BVB gegen Schalke 04 live in der ARD
Kein Spiel auf Augenhöhe
Aber so ist das, wenn die Derbyzeit anbricht. Die Historie liefert aus der gemeinsamen Tradition beider Klubs Unmengen von Zahlen, mit denen man eine Prognose auf das aktuelle Spiel treffen will. Der Sportdaten-Spezialist Opta Sports in München fand die wichtigsten Fakten für Fever Pit’ch.
Und siehe da: Die Zeichen stehen gut, dass Dortmund einen weiterenDerbysieg feiert. Als einziges Bundesliga-Team ist der Tabellenzweite diese Saison zu Hause unbesiegt und holte aus den bisherigen 15 Heimspielen 41 der 45 möglichen Punkte. Gut fürs Titelrennen mit dem FC Bayern.
Die letzte Heimniederlage gab es vorige Saison am 33. Spieltag (1:2 gegen Mainz 05). Wie bei den Meisterschaften 2011 und 2012 hat Dortmund jetzt 69 Punkte nach 30 Spieltagen. Besser war der BVB nur 2016 unter Thomas Tuchel - und wurde am Ende Vizemeister.
Wer rettet den Retter?
Für Schalke geht es um viel mehr als das Derby
Jadon Sancho ist der einzige Bundesliga-Spieler, der sowohl bei den Toren (11) und Torvorlagen (13) einen zweistelligen Wert hat. Marco Reus stellte mit dem 16. Saisontor beim 4:0 in Freiburg seinen persönlichen Bestwert aus der Saison 2013/14 ein.
Der FC Schalke dagegen spielt mit 27 Punkten aus 30 Spieltagen seine zweitschlechteste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Nur beim Abstieg 1982/83 waren es zum gleichen Zeitpunkt weniger Punkte, nämlich 24, wie „Opta Sports“ ermittelte.
Wie schwach Schalke ist, erkennt man daran: Gegen die anderen deutschen Europacup-Teilnehmer holte die Mannschaft nicht einen Sieg und nur zwei Punkte aus bisher zehn Spielen. Und gegen den BVB wird Trainer Huub Stevens keine große Hilfe sein.
Der Clásico des kleinen Mannes
"Diese Blamage wollten wir uns ersparen"
Der Jahrhunderttrainer verlor vier seiner fünf letzten Bundesliga-Spiele gegen Borussia Dortmund: zweimal mit Schalke und zweimal mit dem VfB Stuttgart. Nur im Oktober 2012 schaffte er mit Schalke einen Auswärtssieg in Dortmund (2:1).
Immerhin: Seine Derby-Bilanz ist insgesamt ausgeglichen. Sechs Siege, sechs Unentschieden, sechs Niederlagen. Eine besonders schlechte Bilanz hat Daniel Caligiuri gegen den BVB: In seiner Bundesliga-Karriere verlor er 12 von 18 Spielen gegen die Borussen (nur drei Siege).
Die meisten Bundesliga-Derbys im Revier, nämlich 24 an der Zahl, bestritten der Schalker Klaus Fichtel und der Dortmunder Roman Weidenfeller. Die BVB-Legende Michael Zorc hat eins weniger, die Schalker Legende Olaf Thon sogar drei.
Der, der nicht einzigartig sein will
Ein haariges Interview
In keiner anderen Bundesliga-Paarung gab es so viele Gelbe Karten wie im Revierderby (332 in 93 Partien). Es folgen das Nordderby Hamburger SV gegen Werder Bremen (307 in 108) und der Süd-Gipfel FC Bayern gegen VfB Stuttgart (305 in 102).
Der einzige Spieler, der in den Bundesliga-Derbys zweimal vom Platz flog war Schalkes Jiri Nemec – er sah Rot am 13. Spieltag 1996/97 bei einer 1:3-Heimniederlage und Gelb-Rot am 33. Spieltag 1999/2000 bei einem 1:1 in Dortmund.
Auf Schiedsrichter Felix Zwayer wartet also am Samstag viel Arbeit. Rekord-Schiedsrichter ist übrigens Herbert Fandel. Der Pianist aus Rheinland-Pfalz durfte das Revierderby sechsmal in der Bundesliga leiten. Es folgen Manuel Gräfe und Dr. Markus Merk mit je vier Einsätzen.
So viel Hass steck im Revierderby
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867 - @bayer04fussball spielte 867 Pässe gegen Augsburg, der vierthöchste Saisonwert in der #Bundesliga und der Höchstwert für ein Auswärtsteam. Dominant. #FCAB04 https://t.co/TC4YZ9Cphb
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Wer steigt in die Bundesliga auf? Rein rechnerisch können noch acht Teams aus der 2. Liga davon träumen, bald im Oberhaus zu spielen. Heute geht Manu Thiele alle Klubs durch. Zu sagen gibt es genug. St. Pauli steckt in der Krise. Was kann Jahn Regensburg noch erreichen? Holstein Kiel hadert mit der eigenen Chancenverwertung, Union Berlin erlebt gerade einen Flashback. Den 1. FC Heidenheim haben erstaunlicherweise wenig Fans auf dem Zettel. Der SC Paderborn könnte den Durchmarsch schaffen. Beim Hamburger SV macht sich Panik breit und auch beim 1. FC Köln gibt es mehr Fragen als Antworten zur aktuellen Situation. Die Analyse zum Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga gibt’s hier im Video.
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