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Schalke 1:0! Aber Brutalo-Foul erschüttert die Liga

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Natürlich war der Auftritt von Bayern München überwältigend: 6:1
 

Fever Pit’ch

16. Dezember · Ausgabe #311 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Natürlich war der Auftritt von Bayern München überwältigend: 6:1 gegen Werder Bremen, ein Tor schöner als das andere - schon war in der Allianz-Arena nichts mehr davon zu spüren, dass Interimstrainer Hansi Flick nach den zwei Niederlagen gegen Leverkusen und Mönchengladbach seine erste Bundesliga-Krise beim Rekordmeister erlebt hatte.
Dem bisweilen größenwahnsinnigen Selbstwertgefühl beim FC Bayern musste man schon das Tabellenbild entgegenhalten, um denen, die zuletzt sieben Mal in Folge Meister waren, nicht auf den Leim zu gehen. Sechs Punkte liegt die Flick-Mannschaft hinter Tabellenführer RB Leipzig. Und drei andere Mannschaften sind näher dran am neuen Spitzenreiter.
Selten war die Gelegenheit günstiger, die Vormachtstellung des FC Bayern zu brechen. Erster Kandidat jetzt: natürlich RB Leipzig. Am Dienstagabend kann RB-Trainer Julian Nagelsmann den Grundstein für die Herbstmeisterschaft am kommenden Wochenende legen. Es wird seine Reifeprüfung. Spannender kann die Bundesliga kaum sein.
Einen befreiten Montag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Schalke 1:0! Aber Brutalo-Foul erschüttert die Liga
Alexander Nübel in der Luft gegen Mijat Gaćinović. Foto: Imago / Volkmann
Alexander Nübel in der Luft gegen Mijat Gaćinović. Foto: Imago / Volkmann
Übel, Nübel! Das brutalste Foul des Jahres
Schalke-Sieg überschattet
David Wagner (Trainer FC Schalke 04) …
… zum Spiel: „Jeder hat heute gesehen, dass da eine richtige Truppe auf dem Eis stand, die die Atmosphäre mitgenommen hat und sich in jeden Zweikampf reingeschmissen hat, die es relativ reif und schlau zu Ende gespielt hat. Dementsprechend war das heute ein verrückter Tag. Wir verlieren heute Morgen Kutucu, nach 20 Minuten McKennie und nach 70 unseren Torwart. Wie die Jungs gegen Widerstände und Schwierigkeiten gehen, das ist ganz große Klasse. Das ist ein schöner Abend, wir genießen das.“
… zu Nübels Platzverweis: „Er kommt zu spät, die Rote Karte ist unbestritten. Er will zum Ball gehen. Das sieht nicht gut aus, glücklicherweise kann er das Knie noch etwas anwinkeln.“
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) …
… zu Gacinovic: „Ich kann in der Situation noch keine Auskunft geben. Es war sicherlich ein fürchterliches Foul, wobei ich Alexander Nübel überhaupt keinen Vorwurf machen will, weil er den Ball im Auge hat und wahrscheinlich auch nicht mehr die Spur wechseln kann. Ein unglücklicher Zusammenprall, die Rote Karte ist absolut berechtigt.“
Daniel Caligiuri (FC Schalke 04) …
… zu Nübels Platzverweis: „Das ist eine 50:50-Aktion, entweder er trifft den Ball oder den Gegner. Da war er leider einen Schritt zu spät und trifft ihn hart. Man hat schon auf dem Platz gesehen, dass es ihm sehr leidgetan hat. Wie man Alex kennt, er macht das nicht mit Absicht, er ist ein super netter Kerl. Da war er heute leider einen Schritt zu spät.“
Carsten Schellhorn
Was jetzt schon auffällt.

Alle versuchen #Nübel zu verstehen und betonen, wie nett er eigentlich ist.

Nach der Aktion von #Abraham wurde der #SGE-Kapitän tagelang von allen Seiten vernichtet. Dabei ist der „sonst“ auch wirklich sehr nett.

#S04SGE #eintracht
8:45 PM - 15 Dec 2019
Für Eintracht Frankfurt wird es ungemütlich
In letzter Minute
1:2 in Wolfsburg kostet Gladbach die Tabellenführung 1:2 in Wolfsburg kostet Gladbach die Tabellenführung
Gladbach braucht dringend die Winterpause
RBlive!
#RBL geht als großer Gewinner aus diesem Spieltag. Dank der Schützenhilfe des VfL Wolfsburg, der Gladbach entthronte, sind die Leipziger neuer Spitzenreiter. Das Spiel in Wolfsburg entschied der gebürtige Sachse Maximilian Arnold https://t.co/MBQNM9S6Ln
5:41 PM - 15 Dec 2019
Erster! RB Leipzig vor der Reifeprüfung in Dortmund
Timo Werner zeigt's an: RB Leipzig ganz oben. Foto: Imago / Perenyi
Timo Werner zeigt's an: RB Leipzig ganz oben. Foto: Imago / Perenyi
Tendenz zur Überdosis Adrenalin
Von Oliver Mucha
So schnell kann es gehen. Vor wenigen Wochen stand Trainer Lucien Favre bei Borussia Dortmund noch auf der Kippe. Drei Liga-Siege und eine Systemumstellung später sind die Meisterträume rund um den Borsigplatz zurückgekehrt. 
Die Wahrheit liegt wie so häufig in der Mitte. Die Erfolge in der Bundesliga in Berlin, gegen Düsseldorf und in Mainz darf man getrost unter der Rubrik Pflichtsiege verbuchen. Die Art und Weise war allerdings bemerkenswert. Die Leichtigkeit ist beim selbst ernannten Titelanwärter zurück.
Die Nagelprobe steht erst am Dienstag im Topspiel gegen RB Leipzig an. Mit einem Sieg wäre der BVB wieder mitten im Meisterrennen, bei einer Niederlage würde der Rückstand auf die Sachsen allerdings auf sieben Punkte anwachsen. Mit der guten Laune wäre es dann schnell wieder vorbei.
Die Trendwende für Borussia Dortmund
"Um mit Klopp mithalten zu können…"
Und Dortmund geht trotz des Heimvorteils nicht als Favorit in die Partie. Die Leipziger haben eine kurze Schwächephase im Verlauf der Hinrunde ohne größeren Schaden gemeistert und sich nach sechs Siegen in Folge zu einem ernsthaften Titelkandidaten entwickelt.
RB Leipzig hat unter Trainer Julian Nagelsmann den nächsten Schritt vollzogen. Auch gegen äußerst defensiv eingestellte Gegner wie Fortuna Düsseldorf finden die Sachsen Lösungen und treten mit einer großen Selbstverständlichkeit auf. Das ist auch angesichts der Dreifachbelastung mit Pokal und Champions League beachtlich.
Das Spiel beim BVB wird für die Leipziger zu einer Reifeprüfung. Sie haben alle Voraussetzungen, um sie zu bestehen.
Oliver Mucha ist Redakteur beim Sport-Informations-Dienst (SID)
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Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
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Die Rache der Schiris
Von Alex Steudel
Vorige Woche musste das Spiel Leverkusen gegen Ronaldo immer wieder unterbrochen werden, weil Flitzer aufs Spielfeld gerannt waren, die den Portugiesen kennenlernen wollten. Früher hätte ich mich darüber total aufgeregt. Heute nehme ich so etwas mit einer mich selbst erstaunenden Gelassenheit hin. Unterbrechungen im Fußball sind nämlich völlig normal geworden, seit es den sogenannten Video Assistant Referee gibt. Er hat dafür gesorgt, dass aus einem wunderbar blitzschnellen Sport ein einziges Rumstehen und auf Entscheidungen Warten geworden ist, was mich ein bisschen an Termine bei der KfZ-Zulassungsstelle erinnert.
Das Verrückte daran ist, dass ich dadurch zu nichts mehr komme. Konnte ich früher zwischen Tor und Wiederanpfiff zum Kühlschrank oder auf die Toilette gehen, muss ich jetzt vor dem Fernseher sitzenbleiben und auf die Entscheidung warten, also darauf, ob der Tor-Antrag einer Mannschaft von der Videokellerbehörde angenommen wird oder nicht. Ist das dann nach mehreren Minuten erledigt, geht das Spiel sofort weiter, und ich kann meinen Bedürfnissen wieder nicht nachgehen. Irgendwann werde ich noch vor dem Fernseher liegend aufgefunden – “schiedsrichterbedingt dehydriert, geplatzte Blase”, schreibt dann der Gerichtsmediziner in den Befund.
Vielleicht ist es aber auch nur eine Frage der Zeit, bis erste mobile Fußballcampingtoiletten und Wohnzimmerkühlschränke auf den Markt kommen, weil sonst nie mehr ein Fußballfan aus dem Raum kann.
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Natürlich fragt sich alle Welt, wieso die Schiris im Videokeller immer so lange für ihre Entscheidungen brauchen (oder, wie gestern in Wolfsburg, einfach gar nichts entscheiden). Es ist ein einziges Rätsel. Dabei sehen wir Zuschauer ja oft schon bei der allerersten Zeitlupe bloßen Auges, wo der Hase läuft. Sie aber brauchen trotzdem mehrere Minuten, bis sie sich zum Beispiel zur mutigen Entscheidung durchgerungen haben, dass der diensthabende Schiri auf dem Platz lieber mal selbst auf dem Bildschirm gucken soll – wahrscheinlich, weil im Keller gerade die Pizza angekommen ist.
Ich habe den Eindruck, das Ganze könnte Teil eines großen Komplotts sein: Die Schiedsrichter wollen sich an uns rächen, weil wir jahrzehntelang unnachgiebig perfekte Sekundenbruchteils-Entscheidungen von ihnen erwartet und sie danach immer wieder wegen ihrer Fehler verspottet haben.
Heute führen Schiedsrichter ihr Regiment im zeitlosen Videokeller, wo sie wahrscheinlich entspannt Tischfußball spielen, Netflixserien gucken, zur Pizza ein Bierchen trinken und ab und zu mal im Stadion anrufen. Oder eben nicht. Und die meiste Zeit lachen sie sich wahrscheinlich dabei über uns Normalbürger, die den Spaß am Fußball verloren haben, tot.
Alle mal hinschauen!
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Der Führungsspieler
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