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Seit 27 Jahren: Warum wird kein Deutscher Weltfußballer?

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Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Gestern Abend durfte ich in Berlin dabei sein, als der Verein Rep
 

Fever Pit’ch

4. Dezember · Ausgabe #27 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Gestern Abend durfte ich in Berlin dabei sein, als der Verein Reporter-Forum e.V. zum ersten Mal die beste Sportgeschichte des Jahres auszeichnete. Gewonnen hat keine Fußballstory, sondern die Reportage über einen Verlierertypen im Trabrennsport. “Hoffnung ist, wenn dein Herz den Kopf belügt”, schreibt der Autor Moritz Herrmann. “Wenn eins plus eins drei ergibt. Hoffnung ist groß. Hoffnung ist doch scheiße. Hoffnung ist das Einzige, was Hay hat.” Es gibt diese vermeintlichen Loser, die alles geben und nichts bekommen, nicht nur auf der Trabrennbahn.
Klickt gerne hier, um alle nominierten Stücke nachzulesen. Das über den Trabrennfahrer Hay (“Alles auf Nichts”) beginnt auf Seite 93.
Euer Pit Gottschalk

Weltfußballer: Seit 27 Jahren geht Deutschland leer aus
Luka Modric also gewinnt den Ballon d'Or als weltbester Fußballspieler des Jahres. Ein Kroate. Er hat die Auszeichnung verdient, gar keine Frage. Mit Real Madrid gewann er 2018 zum dritten Mal in Folge die Champions League und führte sein Heimatland erstmals in ein WM-Finale.
Mit der Wahl wiederholt die zuständige Zeitschrift “France Football”, was der Weltverband Fifa in seiner Abstimmung zum Weltfußballer des Jahres längst zum Ausdruck gebracht hat: Die Vormachtstellung des Portugiesen Cristiano Ronaldo und des Argentiniers Lionel Messi ist beendet.
Uns Deutschen muss das Resultat eine Warnung sein. Seit Lothar Matthäus 1991 hat der DFB keinen Weltfußballer des Jahres mehr gestellt. Und das, obwohl Deutschland in diesen 27 Jahren einmal Europameister war (1996) und einmal Weltmeister (2014).
Zwei Bundesliga-Vereine gewannen in diesen 27 Jahren sogar die Champions League, Borussia Dortmund 1997 sowie Bayern München 2001 und 2013. Trotzdem spielte offenbar in beiden Mannschaften kein Deutscher, der die Fifa-Jury überzeugte. Erklärlich ist die Bilanz nicht.
Weltmeister made in Germany sind als Schlüsselfiguren Exportschlager. Vorneweg Toni Kroos bei Real Madrid. Oder Mesut Özil beim FC Arsenal in London. Oder Sami Khedira, inzwischen bei Juventus Turin. Bester WM-Torjäger der Geschichte ist seit 2014 Miro Klose, damals bei Lazio Rom.
Es ist offenbar unerheblich, ob Sportjournalisten, Altinternationale oder sogar Trainer in einer Jury die Wahl bestimmen: Das Ergebnis ist dasselbe. Wenn aber weder Leumund noch Fachkenntnisse reichen, um die höchste Ehrung für einen einzelnen Spieler zu gewinnen, liegt etwas im Argen.
Dass Deutschland mit seinen 80,8 Mio. Einwohnern regelmäßig bei den Wahlen zum Weltfußballer den Kürzeren zieht, kann bei gesundem Menschenverstand nur zwei Gründe haben. Kroatien hat das ja auch mit 4,2 Mio. Einwohnern geschafft.
Entweder sind die Spitzenleute im deutschen Fußball nicht so gut, wie wir sie selbst sehen, und international nicht über jeden Zweifel erhaben. Oder das Image des deutschen Fußballs ist trotz aller Erfolge so angekratzt wie die Lobbyarbeit des DFB wirkungslos. Beides frustriert.
Denn es sollte das Ziel des deutschen Fußballs sein, die Elite-Spieler so gut auszubilden, dass nicht nur der Schnitt an Qualität steigt, sondern auch ein Superstar heranwächst. Frankreich hat schon einen. Wetten, dass Kylian Mbappé der nächste neue Weltfußballer des Jahres wird?
Auch der Ballon d'Or geht an Luka Modric Auch der Ballon d'Or geht an Luka Modric
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