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Stefan Effenberg unzufrieden mit Bundesliga-Richtlinie

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Herzlichen Dank für die überwältigende Resonanz, die ich gestern
 

Fever Pit’ch

12. Mai · Ausgabe #369 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Herzlichen Dank für die überwältigende Resonanz, die ich gestern erfahren durfte. Es bedeutet mir eine Menge, dass so viele unter euch Fever Pit'ch vermisst haben und sich jetzt über die Rückkehr freuen. Da weiß man sofort, wofür man sich jede Nacht die Mühe macht, einen lesenswerten Newsletter an den Start zu bringen. Sogar den Machern von Revue war meine Pause aufgefallen. In einem Blog-Beitrag würdigten sie den steilen Abo-Aufstieg, den Fever Pit'ch vergangenes Jahr erlebt hat, und erklärten die vertrackte Situation in einer fußballlosen Zeit. Revue - das ist das Tool, das ich zur Erstellung meines Fußball-Newsletters benutze. Der Internet-Pionier Nico Lumma aus Hamburg hatte es mir seinerzeit empfohlen, weil es so einfach zu bedienen sei. Ich reiche die Empfehlung nun einfach mal weiter: Wer selbst Lust verspürt, seine Gedanken (vielleicht nicht nur zum Fußball) unters Volk zu bringen, ist bei Revue bestens aufgehoben.
Lars Vollmering, im Netz bekannt als “Lenny Nero”, ging noch einen Schritt weiter und hat inzwischen das erste mir bekannte Buch zur Wechselwirkung zwischen Fußball und Coronakrise veröffentlicht. “Wir stellen fest, was wirklich zählt”, heißt das Werk, das der Verlag “Die Werkstatt” herausbringt (die Kindle-Ausgabe ist für 9,99 Euro bei Amazon erhältlich). Der Anspruch: “ein Zeitdokument, in das man später einmal hineingucken wird, um sich diese ersten verrückten Wochen von Corona noch einmal vor Augen zu führen”. Das ist wohl wahr: Wir können noch nicht absehen, wie die Nachwelt das Corona-Kapitel in der Bundesliga-Geschichte lesen will und wird. Die Aufbereitung des Themas hat gerade erst begonnen. Man liest sich.
Einen sendungsbewussten Dienstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Stefan Effenberg unzufrieden mit Bundesliga-Richtlinie
"Dann gibt es nur die Konsequenz, dass sie abbrechen müssen" "Dann gibt es nur die Konsequenz, dass sie abbrechen müssen"
Von Stefan Effenberg
Die neuerlichen Corona-Infektionen bei Dynamo Dresden sind ein herber Rückschlag im Kampf um den Wiederanpfiff des Profifußballs. Natürlich bin ich dafür, dass die Bundesliga weiter geht und auch beendet wird. 
Die Frage ist aber: Was ist die Folge, wenn so etwas wie in Dresden nochmal passiert? Dann verschiebt sich das Zeitfenster des Spielbetriebs immer weiter nach hinten, das kriegst du irgendwann nicht mehr in den Griff.
Wenn eine Mannschaft 14 Tage nicht trainieren kann, wie soll sie dann in den Spielbetrieb kommen? Wenn das in der Bundesliga passiert, dann wäre das ein fataler sportlicher Nachteil, den der Klub gar nicht mehr aufholen kann.
Wenn ein solcher Fall also in der Bundesliga eintritt, dann gibt es eigentlich nur die Konsequenz, dass sie abbrechen müssen.
Ein Spiel der Illusionen
Mit der Abstiegsgefahr steigen die Bedenken
Die Richtlinien, die die DFL für den Bundesliga-Restart vorgibt, sind für mich nicht nachvollziehbar. Die Spieler sollen bei einem Treffer beispielsweise nicht zusammen jubeln, abklatschen oder sich umarmen. 
Bei einem Fußballspiel müssen trotz aller Regelungen aber noch Zweikämpfe geführt werden. Was ist denn bei einer Standardsituation, bei einem Freistoß, oder bei einem Eckball?
Zudem soll eigentlich gewährleistet werden, dass die Akteure auf dem Rasen nach ausreichenden Tests gesund sind. Dann machen die Richtlinien für mich keinen Sinn. 
Aus sportlicher Sicht bringt der Re-Start der Bundesliga einen erfrischenden Schlussspurt. So eng war es an der Spitze schon lange nicht mehr, da kann noch viel passieren. 
Es wird dabei wichtig sein, wie die Mannschaften mit den Geisterspielen umgehen. Es gibt keinen einzigen Spieler, der sagt, dass er lieber ohne Publikum spielen will.  
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Meine Mutter hat früher immer gesagt: Es ist so wie es ist. Es ist dann eben jetzt auch mal so wie es ist. Das müssen die Spieler annehmen. Die Führungsspieler müssen dabei eine entscheidende Rolle einnehmen.
Sie müssen das Team mitnehmen. Ich glaube, dass die Geisterspiele beispielsweise für die Frankfurter ein Nachteil sind, weil sie zu Hause durch ihre Fans eine Macht sind.
Gleiches dürfte für Borussia Dortmund mit der gelben Wand gelten. Ich weiß, wie schwierig es ist, dort zu spielen. Ich denke daher, dass die Situation rund um die Geisterspiele ein Vorteil für den FC Bayern ist.
Er ist von seinen Fans leistungsmäßig oftmals nicht so abhängig. Was für die Spieler gilt, gilt übrigens auch für die Fans: Sie müssen die Situation akzeptieren.
Es wurden mittlerweile einige Lockerungen erlassen, weswegen nichts dagegen spricht, die Spiele in kleinen Gruppen zu genießen.
Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 bildet der 51-Jährige mit Marcel Reif und Reinhold Beckmann das feste Experten-Team des CHECK24 Doppelpass.
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