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Tapferes Schneiderlein: Ein neuer Typ muss Schalke retten

Revue
 
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde! Gestern früh wurde mir ganz warm ums Herz. Auf Twitter sah ich ei
 

Fever Pit’ch

27. Februar · Ausgabe #89 · Im Browser ansehen
Das Fußballthema des Tages

Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Gestern früh wurde mir ganz warm ums Herz. Auf Twitter sah ich ein kurzes Video aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA, es ging um das Spiel Los Angeles Clippers gegen Dallas Mavericks. Obwohl das Spiel längst zu seinen Gunsten entschieden war und alle Zuschauer die Schusssirene herbeiwünschten, ordnete Clippers-Trainer Doc Rivers Sekunden vor Ende eine letzte Auszeit an, schnappte sich das Hallenmikrofon und zeigte mit dem Finger auf einen Spieler des Gegners: auf den mit der Nummer 41 auf dem Trikot, auf Dirk Nowitzki. “Er”, ließ der Trainer das Staples Center wissen, “er ist einer der Größten aller Zeiten.” Dirk Nowitzki wusste nicht, wie ihm geschah. Man sah ihm seine Verlegenheit hat. Die Zuschauer gaben ihm stehende Ovationen, Mit- und Gegenspieler klatschten ihn ab. Ein Basketballspieler aus Würzburg, Deutschland, so beliebt und erstklassig wie kein zweiter Ausländer in der NBA. Der beste Botschafter des deutschen Sports. Welcher Fußballprofi, offene Frage, kommt an seine Größe ran?
Einen ehrenvollen Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

Tapferes Schneiderlein: Neuer Typus muss Schalke retten
Der künftige Schalker Sportvorstand Jochen Schneider. Foto: Imago / Picture Point LE
Jochen Schneider folgt auf Christian Heidel
Man kann ihn schnell übersehen. Schütteres Haar, unauffällige Kleidung, ein Typ gelernter Bankkaufmann mit BWL-Studium. Der perfekte Mann für den Hintergrund. Man kennt Jochen Schneider vom VfB Stuttgart: 15 Jahre lang hat er bei den Schwaben das Krisenmanagement von Rolf Rüssmann bis Felix Magath, von Horst Heldt bis Fredi Bobic gestrafft.
Ihn, das darf man sagen, ihn kann nichts erschüttern. Nicht einmal Schalke, das orientierungslose. Er hat seine Komfortzone bei RB Leipzig verlassen, um als Sportvorstand die Nachfolge von Christian Heidel anzutreten. Dazu braucht man Mut. Die finanziellen Möglichkeiten sind auf Schalke so tief wie die Erwartungen hoch sind. Auf Jochen Schneider wartet viel Arbeit.
Clemens Tönnies trifft mutige Entscheidung (+)
Noch ist nicht abzusehen, wohin “der neue starke Mann”, wie bisher jeder neue Manager auf Schalke begrüßt wurde, den ramponierten Klub führen wird. Bei jedem seiner beiden Klubs gab es immer einen, der mindestens das gleiche Mitspracherecht beanspruchte. Auf Schalke führt er als tapferes Schneiderlein das Kommando in vorderster Reihe.
Die Verantwortlichen im Verein, vorneweg der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies, werden ihn mit Vorschusslorbeer überschütten. Jochen Schneider, auch schon 48 Jahre alt, sollte vorsichtig sein. Das haben sie bisher bei jedem getan, der ihnen Hoffnung auf bessere Zeiten versprach. Genauso überraschend endete oftmals die Zusammenarbeit.
Der Neue war mal Wettkönig
Bisher überstand Clemens Tönnies jeden Führungswechsel mit seiner ihm eigenen Eloquenz und der Gewissheit, dass es auf Schalke keine Alternative zu ihm gibt. Sein Argument kann sein: Auch der FC Bayern hat inzwischen den dritten Sportchef in zehn Jahren. Wäre Schalke 04 so erfolgreich wie der Rekordmeister, würde man auch nichts sagen.
Es kann kein Zufall sein, dass jedesmal ein unterschiedlicher Managertypus den Sanierungsfall übernimmt. Auf den extrovertierten Heidel folgt der zurückhaltende Schneider. Eine klare Linie, die berühmte Kontinuität, nach der man sich in Gelsenkirchen sehnt, ist nicht erkennbar. Womöglich wird jetzt wieder eine neue Linie definiert. Bis zum nächsten Mal.
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